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Auch die Kantone spüren die steigenden Gesundheitskosten
Aus HeuteMorgen vom 28.09.2022. Bild: Keystone
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Steigende Gesundheitskosten Kantone dürften mehr Geld für Prämienverbilligungen ausgeben

  • Die Krankenkassenprämien steigen im kommenden Jahr – im Schnitt um 6.6 Prozent.
  • Damit steigen wohl auch die Prämienverbilligungen für Haushalte. Einen Teil davon zahlen die Kantone.
  • Bereits nächstes Jahr dürften viele von ihnen mehr für die Prämienverbilligungen ausgeben.

Viel Geld für Prämienverbilligung zahlt der Kanton Waadt. Das heisst aber auch, dass das Kantonsbudget stark belastet wird. 32 Millionen Franken seien nächstes Jahr mehr vorgesehen – auch für Menschen, die neu Prämienverbilligungen erhalten, sagt die zuständige Waadtländer Regierungsrätin, Rebecca Ruiz.

Im Jahr 2020 haben Bund und Kantone schweizweit knapp einem Drittel der Versicherten Prämienverbilligung bezahlt.

Personen und Familien, die unter dieser Last leiden, sollen entlastet werden.
Autor: Monika Rüegg Bless Gesundheitsdirektorin Appenzell-Innerrhoden

Zahlen zeigen, wie viel Geld Kantone und Bund für Prämienverbilligungen ausgeben: 1996 waren es noch 1.5 Milliarden Franken, 2020 waren es 5.5 Milliarden.

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Wieso steigen die Krankenkassen-Prämien seit Jahren, Herr Berset?
Aus Tagesschau am Vorabend vom 27.09.2022.
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Mit Mehrausgaben nächstes Jahr rechnet auch der Kanton Basel-Stadt, wie Regierungsrat Kaspar Sutter sagt. «Der Regierungsrat wird in gleichem Umfang, wie die Prämien ansteigen, die Verbilligung für die Menschen erhöhen.» Ähnlich tönt es im Kanton Zürich. Mit am höchsten sind die Prämien nächstes Jahr in Appenzell Innerrhoden – sie steigen um fast zehn Prozent.

Man müsse sich überlegen, ob mehr Leute von Verbilligung profitieren sollen, sagt die Innerrhoder Gesundheitschefin Monika Rüegg Bless: «Mit den gestiegenen Krankenkassenprämien werden wir das gut beobachten und allenfalls Korrekturen vornehmen. Personen und Familien, die unter dieser Last leiden, sollen entlastet werden.»

Das Thema bleibt aktuell: In verschiedenen Kantonen und im eidgenössischen Parlament fordern Linke mehr Beiträge für die Prämienverbilligungen. Das alles würde die Kantone noch mehr kosten. Bereits nächstes Jahr dürften viele von ihnen mehr für die Prämienverbilligungen ausgeben.

Heute Morgen, 28.09.2022, 6 Uhr

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69 Kommentare

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  • Kommentar von SRF (SRF)
    Guten Abend liebe Community, vielen Dank für die spannende Debatte - für heute schliessen wir die Kommentarspalte und wünschen Ihnen einen schönen Mittwochabend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
    Problemlos habe ich mithilfe des Internets vor Jahren bei mir selbst Schuppenflechte diagnostiziert. Das Unispital, Abteilung Dermatologie, meinte, eine Biopsie müsse schon sein. Gut, kann ich noch verstehen, sicherheitshalber. Aber dass das Rezept für die Salbe nach zwei Jahren abläuft und ich dann wieder eine Diagnose brauche, ist nichts anderes als üble Abzocke. So wie auch dass man (in Zürich) nur für eine Bestätigung einer Grippe für den Arbeitgeber über 150.- hinlegen muss. Oder…
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Besser wäre: Einheitskasse mit Prämien nach Einkommen und Vermögen - nach oben (Richtung Vermögende) streng progressiv - auch für ein bisschen mehr soziale Gerechtigkeit, so dass es die Prämienvergünstigungen gar nicht mehr braucht.
  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (Thomas Schneebeli)
    Die jährliche Prämienerhöhung ist für jeden Realist kein Schock, sondert die Folge einer überbordeten Lobby-Politik im Gesundheitswesen. Weder Links noch Rechts will die Probleme benennen, der fehlende Investigative Teil der Medien kuschelt und betreibt das selbe "Bla Bla Bla" oder schweigt. Dann bezahlt weiter und gut ist es.
    Skandalös, was aus Bern kommt.