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Kräftige Gewitter in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 13.07.2021.
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Sturmtief Bernd wütet So kommen Sie am sichersten durch die Unwetter

Die Unwetter in der Nacht haben viele Teile der Schweiz heftig getroffen. Und die Lage bleibt kritisch. Wie man sich bei Unwettern zu verhalten hat, erfahren Sie hier.

Hochwasserwarnungen, unzählige Schadenmeldungen, umgestürzte Bäume und lahmgelegte ÖV-Netze: Ein Unwetter mit Sturmböen, Gewittern und Rekord-viel Niederschlag tobt über der Schweiz. Laut Bundesamt für Umwelt kann noch bis Freitag so viel Regen fallen, wie sonst im ganzen Monat Juli. Bei Unwetterwarnungen gibt es deshalb einiges zu beachten. Die wichtigsten Verhaltenstipps im Überblick.

Vorbereitung vor einem Unwetter: Bei Überflutungsgefahr sollten Keller und andere tief liegende Räume rechtzeitig vor Wasser geschützt werden. Ausserdem am besten die Wertsachen an einen sicheren Ort bringen. Strassenabläufe und Abflussrinnen sollten von Laub und Schmutz befreit werden. In Gebäuden ohne Blitzschutz für Strom- und Versorgungsleitungen sollten bei Gewitter die Stecker für elektronische Geräte gezogen werden.

Sicherste Orte während eines Unwetters: Ein festes Gebäude gilt als bester Schutz gegen Unwetter. Alternativ kann ein geschlossenes Auto Schutz bieten. Bei einem Aufenthalt im Freien sollten baumreiche Strassen oder Wälder vermieden werden. Von Masten oder Metallgegenständen gilt es Abstand zu halten.

Die 30-30 Regel: Wenn die Zeit zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden beträgt, sollte man sich in Sicherheit bringen. Danach sollte man erst 30 Minuten nach dem letzten Blitz wieder nach draussen gehen.

Wasserstellen meiden: Ein Aufenthalt an Gewässern mit Hochwassergefahr sollte vermieden werden. Flutwellen könnten Sie überraschen und überspülte Ufer können einstürzen.

Die Hochwasser-Gefahrenstufen

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Gefahrenstufe 1: Es herrscht keine oder geringe Gefahr.

Gefahrenstufe 2: Es herrscht mässige Gefahr. Lokale Ausuferungen (Wasser verlässt Bachbett) und Überflutungen sind unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen. Der Aufenthalt im Bereich von Fliessgewässern kann gefährlich sein.

Gefahrenstufe 3: Es herrscht erhebliche Gefahr. An exponierten Stellen können lokale Ausuferungen und Überflutungen auftreten. Lokal sind Überflutungen von Strassenunterführungen, Tiefgaragen und Kellerräumen möglich. Lokal muss mit kleineren Schäden gerechnet werden. Der Aufenthalt im Bereich von Fliessgewässern ist gefährlich.

Gefahrenstufe 4: Es herrscht grosse Gefahr. Ausuferungen und Überflutungen können vermehrt auftreten, auch Gebäude und Infrastrukturanlagen können betroffen sein. Es muss vermehrt mit Schäden gerechnet werden. Der Aufenthalt im Bereich von Fliessgewässern ist äusserst gefährlich.

Gefahrenstufe 5: Es herrscht sehr grosse Gefahr. Vielerorts können Ausuferungen und Überflutungen auftreten. Infrastrukturanlagen von nationaler Bedeutung wie zum Beispiel Bahnstrecken, Dörfer und Städte sowie Industrieanlagen können in grossem Masse von Überflutungen betroffen sein. Es ist verbreitet mit zum Teil grossen Schäden zu rechnen. Der Aufenthalt im Bereich von Fliessgewässern ist äusserst gefährlich.

Ebenfalls sollten ausgetrocknete Bach- und Flussläufe nicht betreten werden, da diese sich bei Starkregen schnell mit Wasser füllen können. Überflutete Strassen sollten weder zu Fuss noch mit dem Auto oder Velo genutzt werden, da Schachtdeckel weggespült werden können.

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Feuerwehr mahnt zur Vorsicht bei Schachtdeckeln und Pfützen
Aus Tagesschau vom 13.07.2021.
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Unterwegs mit dem Auto: Da Starkregen die Sicht auf die Fahrbahn beeinträchtigen kann, sollten Autofahrer ihre Fahrweise anpassen. Beim Autofahren von Gefährten mit grossen Angriffsflächen für den Wind – wie Lastwagen oder Campingfahrzeuge – gilt besondere Achtsamkeit. Zudem sollte das Auto nicht unter Bäumen, an Waldrändern oder unter Hochspannungsleitungen parkiert werden.

Geduld beim ÖV: Nachdem am Dienstagmorgen einige Strecken der Verkehrsbetriebe Zürich nicht befahrbar waren, konnten mittlerweile die Sturmschäden an den Fahrbahnen behoben werden. Trotzdem ist mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.

Im Notfall den Notruf kontaktieren: Unter der Notrufnummer 112 sind Unfälle und Brände sofort zu melden. Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, sollten erst nach Ende des Unwetters gemeldet werden, damit die Notrufleitungen frei bleiben.

Tagesschau, 13.07.2021, 12:45 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Zaugg  (Hans Zaugg)
    Wenn man Pech hat, findet einen der Blitz auch im Wald: Im Militärdienst standen wir einmal mitten im Wald unter einer Tanne, als der Blitz einschlug. Der Baum wurde bis zur Wurzel gespalten, wir flogen wie Kegel in den Dreck, haben aber zum Glück alle überlebt.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Wem soll ich nun glauben? Dem der jetzt diese Wetterlagen dem Klimawandel zuschreibt, oder dem, der 2003 uns weitere solche Hitzesommer ohne Regen von März bis Oktober prophezeiten?
    1. Antwort von Axel Dünsch  (aduensch)
      Glauben können Sie in der Kirche. Ansonsten hilft gesunder Menschenverstand.
    2. Antwort von Thomas Hanhart  (Thomas63)
      Jenen die sagen, dass Extremwetterereignisse mit dem Klimawandel zunehmen werden. Es geht nicht um ein wenig wärmer. Es geht um zunehmende Unruhe und Chaos die damit ins Wettergeschehen einziehen. Das ist eigentlich gar nicht so schwierig zu verstehen. Oder meinen Sie, die jährlich zig Mio Tonnen von Abgasen die wir in die Atmosphäre blasen haben keinerlei Einfluss?
  • Kommentar von Eva Heinzer  (heinzereva)
    Worte vom Meteo-Dach: Nicht die Klimaveränderung ist schuld an diesen aussergewöhnlichen Wetterkapriolen, es IST die Klimaveränderung!