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Legende: Video Auf den Spuren des Dampfens abspielen. Laufzeit 05:39 Minuten.
Aus 10vor10 vom 28.03.2019.
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Suchtexperten alarmiert Schweizer Jugend dampft

  • In der Schweiz hat jeder zweite 15-jährige Bub und jedes dritte Mädchen im gleichen Alter schon einmal eine E-Zigarette geraucht.
  • Während der herkömmliche Zigarettenkonsum unter Jugendlichen seit Jahren abnimmt, scheint Nikotin laut einer aktuellen Befragung auf diesem Weg wieder populärer zu werden.
  • Die Stiftung Sucht Schweiz, welche die von Bund und Kantonen finanzierte Studie erstellt hat, fordert mehr Prävention. Beispielsweise durch Werbeeinschränkungen oder höhere Preise.

Seit 20 Jahren ist die Zahl jugendlicher Raucher rückläufig: Griffen 2008 noch 24 Prozent der 15-Jährigen regelmässig zur Zigarette, waren es im letzten Jahr noch 10 Prozent der Buben und 8 Prozent der Mädchen. Doch nun scheint das Nikotin sich anzuschicken, die Schweizer Jugend in neuem Gewand zurückzuerobern.

Die 2018 erstmals auch auf E-Zigaretten ausgeweitete Schülerbefragung der Stiftung Sucht Schweiz zeigt, dass die «Neugierde, etwas neues ausprobieren» die Hälfte der Buben bereits einmal zum Dampfen gebracht hat. «Weil ich es einfach mag» ist eine andere oft genannte Begründung der Befragten.

Studie im Auftrag von Bund und Kantonen

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Für die Studie wurden 715 Schweizer Schulklassen mit gut 11'000 Schülern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren befragt. Sie ist Teil der internationalen Schülerstudie HBSC, Link öffnet in einem neuen Fenster (Health Behaviour in School-aged Children) unter der Schirmherrschaft der WHO und wird vom Bundesamt für Gesundheit sowie der Mehrheit der Kantone finanziert.

Durchgeführt hat die Studie die Stiftung Sucht Schweiz. Das nationale Kompetenzzentrum im Suchtbereich befasst sich mit Forschung, Präventionsprojekten und engagiert sich gesundheitspolitisch.

Eine neue Generation Nikotinsüchtiger?

Dass derart viele Jugendliche bereits einmal zur E-Zigarette gegriffen hätten, werfe Fragen auf, mahnt die Sucht Schweiz. Beispielsweise ob durch die attraktiv vermarkteten Produkte eine neue nikotinabhängige Generation entstehe. «Das Dampfen darf unter Jugendlichen nicht zu einem ‹normalen› Konsumverhalten werden», wird Stiftungs-Direktor Grégorie Vittoz in einer Mitteilung zitiert. Wie für andere Nikotinprodukte brauche es auch für E-Zigaretten eine griffige Preispolitik und einen Schutz der Jugendlichen vor Werbung.

Fakt sei, dass Nikotin stark abhängig mache und dafür sorge, dass Konsumierende an gesundheitsgefährdenden Produkten hängen blieben. Junge Menschen seien besonders gefährdet, da Nikotin die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen könne. Kinder und Jugendliche sollten deshalb weder rauchen noch dampfen, schreibt Sucht Schweiz weiter.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wie schädlich sind E-Zigaretten? abspielen. Laufzeit 05:37 Minuten.
Aus Puls vom 04.03.2019.
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15 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Es ist wohl schon so, hier wird der Teufel mit einem aufgepimpten und hippen Belzebue ersetzt. Dies ist eine Strategie, die der Wirtschaft hilft, die aber die Lungen dieser Menschen auf eine Art langfristig und nachhaltig belasten werden. Was natürlich ein zukünftig Möglichiches ist und erst dann seriös hinterfragt werden wird, wenn so Manche mit happigen Symptomen aufkreuzen werden. Zum Rauchen gibt es nur eine ehrliche ALternative, das NICHTRAUCHEN. Alles andere ist Fake ....
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  • Kommentar von S. Buso  (Misotheist)
    Was sehr positiv an dem ganzen E-Zeugs ist, da gibts wenigstens keine Kippen, die achtlos und ignorant auf Kinderspielplätzen weggeworfen werden.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter  (KallePalle)
    Nach der Feststellung dass Marihuana gefährlich ist, kommt nun die E-Zigarette in die gleiche Kategorie. Jeder, der nur etwas denken kann, weiss genau dass Rauchen absolut gesundheitsschädlich ist, nur viele tun es trotzdem. Wo wird die Kippe entsorgt? Auf dem Gleisen der SBB oder eben einfach mal so weg geschnippt. Anschliessend geht es dann zur Demo für die Umwelt.
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    1. Antwort von Fiona F.  (Fiona F.)
      @KallePalle Ich stimme mit Ihrem Kommentar überein, bis zum letzten Satz. Wieso müssen Sie da die Klimademos reinbringen? Meiner Meinung nach kein wirklicher Zusammenhang. Ausserdem denke ich, dass der Grossteil der Raucher an den Klimademos (der wiederum eine Minderheit darstellt) ihre Stummel nicht einfach wegschnippen. Aus einem Beweggrund sind sie ja dort.
      Ausnahmen gibt es immer, generalisieren sollte man deshalb trotzdem nicht.
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