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Marco Chiesa ist neuer SVP-Präsident
Aus Tagesschau vom 22.08.2020.
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SVP-Delegiertenversammlung Tessiner Marco Chiesa ist neuer SVP-Präsident

  • Der Tessiner Marco Chiesa ist an der SVP-Delegiertenversammlung in Brugg Windisch AG mit grosser Mehrheit zum neuen Präsidenten der Partei gewählt worden.
  • Die SVP-Delegierten haben auch Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 27. September gefasst.
  • Die eigene «Begrenzungsinitiative» wurde einstimmig und mit viel Applaus zur Annahme empfohlen.
  • Zur Kampfjet-Abstimmung wurde eine Ja-Parole gefasst, zum Vaterschaftsurlaub eine Nein-Parole.

Die mehr als 350 Delegierten quittierten die Wahl von Chiesa mit Applaus. Die Stimmen konnten nicht mehr ausgezählt werden. Es war jedoch eine sehr grosse Mehrheit. Der 45-Jährige löst Nationalrat Albert Rösti an der Parteispitze ab.

Er werde das Programm der SVP nicht ändern, nur um netter zu sein und mit allen auszukommen, sagte Chiesa nach seiner Wahl. Er wolle ganz sicher keine 10-Millionen-Schweiz. Er wolle seinen Kindern eine Welt übergeben, auf die sie stolz sein könnten. Mit Chiesa hat die SVP erstmals einen Präsidenten aus der lateinischen Schweiz.

Die Kampfwahl um das Präsidentenamt blieb aus. Der Zürcher Nationalrat Alfred Heer stellte sich am Ende nicht zur Verfügung. Die Zürcher Kantonalpartei unterstützte öffentlich den einzigen Kandidaten Marco Chiesa.

Heer hatte allerdings bis zuletzt offen gelassen, ob er an der Versammlung zur Wahl für das Präsidium der SVP Schweiz antreten wird. Die Zürcher Kantonalpartei hatte ihn eigentlich offiziell nominiert.

Gefasste Parolen der SVP

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  • Die eigene «Begrenzungsinitiative» wurde einstimmig zur Annahme empfohlen.
  • Zur Kampfjet-Abstimmung wurde eine Ja-Parole gefasst: 361 Delegierte stimmten dafür, einer dagegen, es gab zwei Enthaltungen.
  • Zum Vaterschaftsurlaub wurde eine Nein-Parole beschlossen mit 318 zu 32 Stimmen und drei Enthaltungen.
  • Der Vorstand hat zudem am Freitag einstimmig die Ja-Parole zu den Kinderabzügen beschlossen.
  • Eine frühere Delegiertenversammlung fasste die Ja-Parole zum Jagdgesetz.

Zur Eröffnung der Versammlung in Brugg Windisch (AG) sagte Rösti, es gebe bei der Coronakrise keinen Gegensatz zwischen Wirtschaft und Gesundheit.«Nur wenn wir arbeiten können, bleiben wir gesund», sagte Rösti. Ohne Arbeit verarme eine Gesellschaft, und dann könne man sich auch das Gesundheitswesen nicht mehr leisten.

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Rösti wirbt an SVP-Delegiertenversammlung für «Begrenzungsinitiative»
Aus Tagesschau vom 22.08.2020.
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Auch Dank des Drucks der SVP hätten Restaurants und Läden letztlich früher wieder öffnen können, als dies vom Bundesrat vorgesehen gewesen sei. Es habe erneuten Druck gebraucht, damit Veranstaltung über 1000 Personen ab Oktober wieder zugelassen seien.

Nationalrat Marcel Dettling (SZ) sagte, die Kampagne für die Initiative sei auf Kurs. Den Menschen müsse eine Perspektive gezeigt werden. «Wir wollen keine Zehn-Millionen Schweiz.» Die Schweizer Arbeitnehmenden dürften nicht verdrängt werden. Er rief die Delegierten auf, im Abstimmungskampf alles zu geben. Es sei schwierig und ein Kampf David gegen Goliath, sagte der Kampagnenleiter.

Wenige tragen Schutzmasken

Die Delegiertenversammlung fand wegen der Corona-Pandemie unter strengen Schutzvorkehrungen statt. Im Saal gab es Sektoren mit je 100 Personen. Jeder Sektor verfügte über eine eigene Zutrittskontrolle. Empfohlen wurde ferner das Tragen einer Maske beim Durchqueren des Saals. Diese Massnahmen sollten eine Infektion mit dem Virus verhindern und eine Rückverfolgung von Ansteckungen ermöglichen.

Doch nur vereinzelte Delegierten trugen im voll besetzten Saal Schutzmasken. Rösti rief die Delegierten zu Disziplin auf. «Es wäre das Schlimmste, wenn wir nächste Woche alle in Quarantäne müssten.»

Tagesschau Mittag, 22.8.2020, 13 Uhr;

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    A. Planta Der Vergleich mit andern Länder, sagt noch lange nicht aus, ob dies für die Schweiz auch zutreffen würde. Gleichzeitig sollte dieses gefeische irgend wann ein Ende haben, damit man sich wieder vermehrt, auf die wirklichen Probleme konzentrieren könnte. Inbegriffen das eigene Land, bis anhin ging es der Schweiz nicht schlechter auch ohne EWR.Oft kommt es auf das Gespräch an,wie man Verhandelt vielleicht sollte dies ohne Parteihintergrund durchgeführt werden,mit einem neutralen Diplomat.
  • Kommentar von Kurt Looser  (Dremel)
    Endlich eine Partei, die nicht der Coronahysterie total verfallen ist. Die Delegiertenversammlung war ja nicht riesig und es konnte jeder freiwillig teilnehmen.
    Leider lauern jetzt viele auf einen Vorfall mit anschließenden Quarantänen, aber es ändert an der Sache nichts, wir müssen lernen damit zu leben.
  • Kommentar von Mark Stalden  (Mark)
    "Die Stimmen konnten nicht mehr ausgezählt werden. Es war jedoch eine sehr grosse Mehrheit" Natürlich wer will sich schon öffentlich gegen die Partei stellen, abgesehen davon gab es keine Auswahl. Man brüstet sich mit dem Druck denn man scheinbar auferlegt hat und ignoriert gleichzeitig das Maskentragen. Rösti rief zur Disziplin auf und die Schafe riefen määäh. Nun jetzt ist er Erkoren der Präsident der Wählerstärksten Partei im Land und zugegeben ,schwer hatte er es nicht.
    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      M. Stalden Hauptsache man übersieht die andern Parteien und schimpft ständig nur gegen die SVP. Es bestätigt hier in diesem Forum deutlich das, das "Feindbild", leider schon fast zu tief verankert gegen diese Partei, so kann man ja gar nicht mehr gutes sehen ;-)( Spruch: in jedem Guten ist was Böses und in jedem Bösen ist was Gutes.