Zum Inhalt springen
Inhalt

Tessiner mit Steinen beworfen Erste Strafe nach Schikane in Rekrutenschule

Eine Videoaufnahme von Uniformierten, die auf Befehl einen Kameraden mit Gegenständen bewerfen, hatte vor einer Woche die Schweizer Militärjustiz auf den Plan gerufen. Nun ist eine erste Disziplinarstrafe ausgesprochen worden.

Es handle sich um einen Arrest von fünf Tagen, sagte Armeesprecher Stefan Hofer und bestätigte eine Meldung des Nachrichtenportals Nau.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster. Gegen wen diese Strafe ausgesprochen wurde, will die Armee derzeit nicht kommunizieren.

Vorfall ereignete sich in Emmen

Gemäss Hofer laufen aktuell parallel zwei Untersuchungen, eine durch die Militärjustiz und eine zweite, in der in einem Disziplinarverfahren Verstösse gegen Dienstvorschriften untersucht werden. Im Zug dieser zweiten Untersuchung habe der Kommandant nun eine erste Disziplinarstrafe von fünf Tagen Arrest ausgesprochen.

Im Film steht ein Rekrut aus dem Kanton Tessin allein auf einer Wiese. In der Nähe stehen mehrere Kollegen. Sie bewerfen ihn mit Nüssen und Steinen und schreien dazu. Das Video wurde am 14. September in Emmen (LU) in der Flab RS 33 gedreht.

Legende: Video Video geht viral: Mit Steinen gegen jungen Tessiner / Quelle: RSI abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.10.2018.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Letizia Stefani (Stefani)
    Da kann man sich ja den Feind von aussen sparen, wenn sich die Armee in den eigenen Reihen bekriegt. Dies führt zu einer Schwächung und Abwertung des Militärs. Nicht gerade gewinnbringend und stärkend für ein Land. Mal schauen, was die Militärjustiz für ein Urteil fällt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Tanner (mikado5034)
    5 Tage "Scharfen"... Würde ich nicht wundern, wenn die Strafe gegen das Opfer verhängt worden ist wegen "Mimimimi". Aber egal.... Es ist wirklich inzwischen nicht mehr nur lächerlich, sondern gerade zu eine Beleidigung für alle, die ihren Dienst abgeleistet haben, was sich der Laden, inkl. Justiz nur mehr leistet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Joseph De Mol (Molensepp)
    Die Akzeptanz gegenüber der Schweizer Armee befindet sich seit Jahren im freien Fall. Die Gründe dafür sind längst nicht nur in der veränderten sicherheitspolitischen Lage zu suchen. Die Armee hat in dieser Form ihre Existenzberechtigung längst verloren und erscheint nur noch als eine Art Hologramm!! Das autoaggressive Verhalten im Innern verdichtet diese These noch!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Messerscharfe Analyse. Wie so vieles will man auch dies nicht hören. Es ist ja alles in Ordnung. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Joseph De Mol: Ich weiss nicht ob Sie noch zu denen gehören die News lesen? Die amerikanische Regierung will Abrüstungsverträge kündigen. Im Nahen Osten wird die Stimmung immer aggressiver und um uns herum wird als Folge davon aufgerüstet. Die sicherheitspolitische Lage hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, nicht verbessert. Und Sie wollen in dieser Welt als einziges Land mit abgesägten Hosen ohne Armee dastehen. Schauen Sie erstmal über den Gartenhag, bevor Sie so etwas schreiben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Hans Hafen (Häfi)
      @Leu: Noch besser als zurück zu schlagen wäre, die alten Réduit-Pläne wieder hervorzukramen wie anno dazumal. Das waren noch Selbstverteidigungstaktiken. Frauen und Kinder überlässt man im Mittelland dem Feind, während sich die Armee in die Berge zurückzieht, um dann was genau zu verteidigen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Hans Hafen: Vor dem 2. Weltkrieg haben viele Politiker, ähnlich wie heute, die Zeichen der Zeit nicht richtig gedeutet und noch ein Jahr vor Ausbruch des 2. Weltkriegs geglaubt, der Frieden dauere ewig. Folglich mussten wir mit einer schlecht gerüsteten Armee antreten. Die Armee musste dann wohl oder übel das Beste draus machen, konnte aber den Eintrittspreis hochhalten, denn sonst hätten uns die Nazis im Norden und die Faschisten im Süden in die Zange genommen und ohne Umschweife okkupiert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen