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Campingplatz in Muntelier steht noch immer unter Wasser
Aus SRF 4 News aktuell vom 22.07.2021.
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Überfluteter Camping So gehen Ferien auf dem überschwemmten Campingplatz

Immer noch stehen Campingplätze unter Wasser – mitten in der Hochsaison.

Die Hochwasser-Situation entspannt sich zwar. Doch viele Seen sind nach wie vor sehr hoch, etwa im Seeland der Murten- und der Neuenburgersee, die seit dem Wochenende nur wenige Zentimeter zurückgegangen sind. Entsprechend sind zahlreiche Campingplätze nach wie vor unter Wasser – so auch der Camping Muntelier.

Am Murtensee ist es kein normaler Sommer. Die Wiese am See beim Campingplatz Muntelier, auf der normalerweise Zelte stehen, ist komplett unter Wasser, ebenso die erste Reihe der Camping-Häuser. Der Spielplatz? Überschwemmt. Die Kinder müssen auf den Kiesweg ausweichen.

Flexibilität ist gefragt

Unter dem Vordach eines Wohnmobils sitzt Anja Sommer, die mit ihrer Familie zum ersten Mal in Muntelier Ferien macht. Die Familie musste die Ferien aber unterbrechen und für einige Tage zurück nach Hause reisen, weil ihr Platz unter Wasser stand.

Weil wir unter Wasser standen, mussten wir nach Hause. Nun sind wir zurück.
Autor: Anja Sommer Macht mit der Familie Ferien in Muntelier

Mit dem schönen Wetter sind sie zurückgekommen: «Wir haben uns entschieden, in der Schweiz Ferien zu machen und wollten dies durchziehen», sagt Sommer. Sie lässt sich die gute Laune nicht verderben. Flexibilität ist jedoch gefragt, da beispielsweise das Baden im See während mehrerer Tage verboten war. Das Verbot gilt rund um den Murtensee weiterhin. Da der Camping Muntelier jedoch auf Privatgrund steht, dürfen die Gäste dort baden – es wird ihnen aber dringend davon abgeraten.

Herausforderung mitten in der Hochsaison

Für den Campingplatz ist es eine Ausnahmesituation, die es so noch nie gab, sagt Carole Schwab, stellvertretende Camping-Leiterin. Das Wasser ist über einen Meter höher als im Schnitt der letzten Jahre. «Wir mussten den Strom abstellen und die Camping-Küche ist nur eingeschränkt nutzbar. Die Zeltwiese steht komplett unter Wasser, wir mussten alle Reservationen stornieren», so Schwab.

Die meisten Leute hätten verständnisvoll reagiert, einige hätten jedoch gar nicht mitbekommen, dass der Murtensee mit Hochwasser zu kämpfen hat. Die Stimmung sei entspannt und gut. «Dadurch entsteht sogar ein grösseres Gemeinschaftsgefühl, das sonst in einer vollen Sommersaison nicht entsteht», so Schwab.

Auch bei Susanne Guggisberg, die jedes Jahr ihre Sommerferien hier verbringt, ist die Stimmung gut. Gerne wäre sie jetzt auf ihrem Boot. Weil die Schifffahrt aber verboten ist, müsse man sich halt anders beschäftigen: «Wir machen Ausflüge zum Beispiel nach Neuenburg oder liegen auf dem Liegestuhl. Es sind andere Ferien, ruhig. Aber es ist auch schön.»

Zumindest im Moment: Denn schon aufs Wochenende hin sind die nächsten Gewitter mit Regen zu erwarten.

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Heute Morgen, 22.07.2021;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Campierbetreiber und Campierer müssen wohl umdenken angesichts des Klimawandels, der schauderhaft nun erfahren wurde in der letzten Zeit. Auch Wanderferien müssen einer „Revision“ unterzogen werden, wo Bergwanderungen noch unbedenklich sind und wo nicht. Viele Lebensbereiche müssten noch erwähnt werden. Eines erscheint mir sicher, wenn wir nicht KOLLEKTIV neu lernen, uns eine andere Lebenshaltung im sozialen Sinn wie im Oeko/Klimabereich einzuüben, dann verlieren wir den Lebensboden auf Erden.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Langfristig muss wohl anerkannt werden, dass sowohl Campieren als auch Wohnen-Wollen zuvorderst an Seen nicht mehr angezeigt ist und hoffentlich von den Versicherungen entsprechende Schäden nicht mehr gedeckt würden -weil auf Fahrlässigkeit der Campierer und Bewohner direkt am See entschieden würde, das völlig zu recht.Dass dennoch Camper nicht abgezogen sind, finde ich starrköpfig-fahrlässig - solange wurde gewarnt auf Stufe 4 und 5. Früher wurden mehr Respekt und Demut vor der Natur gelebt.
  • Kommentar von Werner Inner  (forever)
    Vom Baden in den Seen abraten kann ich akzeptieren, die Haftung ablehnen ist natürlich auch logisch, aber ums Himmels Willen, hört doch endlich auf mit Badeverboten, das ist absoluter Blödsinn. Es bestraft nur jene, die sich an Verbote halten. Wenn wir gesetzestreue Bürgerinnen wollen, dann gehören solche Verbote verboten.
    1. Antwort von Julius Stern  (Stimme der Vernunft)
      "Mir wei eifach nur schwimme..."
      Und wer rettet? Und wer rettet die Retter, welche Schwimmer aus gefährlichen Situationen befreien müssen? Schon mal so weit gedacht?