Zum Inhalt springen
Inhalt

Umstrittene Abu-Dhabi-Reise Soll Pierre Maudet zurücktreten, Frau Gössi?

Legende: Video Gössi: «Maudet hat seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt» abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.11.2018.

Die Staatsanwaltschaft führt gegen den Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet ein Strafverfahren durch. Der Verdacht: Vorteilnahme nach einer bezahlten Reise nach Abu Dhabi.

Während die FDP Genf ihren angeschlagenen Staatsrat noch nicht unter Druck setzen will – erwägt die FDP Schweiz einen ersten Schritt zu unternehmen. Präsidentin Petra Gössi klärt ab, was ihre Partei im Fall Maudet machen kann.

Petra Gössi

Petra Gössi

Parteipräsidentin FDP Schweiz

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Petra Gössi (FDP/SZ) ist seit 2011 Nationalrätin und seit 2016 Präsidentin der FDP Schweiz.

SRF News: Die Parteileitung der FDP Genf vertagt ihre Entscheidung zu Staatsrat Pierre Maudet. Ist das klug?

Petra Gössi: Ich habe die Entscheidung des Vorstands der FDP Genf zur Kenntnis genommen. Ich glaube, das Problem sind nicht die juristischen Fragen. Ein Politiker hat als höchstes Gut die Vertrauenswürdigkeit und die Glaubwürdigkeit.

Mit dem Verhalten hat Pierre Maudet seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt.

Mit dem Verhalten hat Pierre Maudet seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt und damit leidet auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik.

Soll er zurücktreten?

Ich an seiner Stelle – wenn ich in einer vergleichbaren Situation wäre – würde mir diese Frage ernsthaft stellen. Ich sehe nicht, wie er die Glaubwürdigkeit wieder herstellen kann.

Würden Sie sich die Frage stellen oder würden Sie zurücktreten?

Wäre ich in einer vergleichbaren Situation, wäre ich wahrscheinlich schon zurückgetreten. Aber ich musste mir diese Frage so auch noch nie stellen.

Unterdessen hat der Fall Maudet eine nationale Dimension erreicht und strahlt auf die FDP Schweiz ab. Müssten Sie als Parteipräsidentin nicht hinstehen und Herrn Maudet zum Rücktritt auffordern?

Bei uns sind die gewählten Regierungsräte nicht Mitglieder der nationalen Fraktion, sondern man ist Mitglied der Ortspartei. Und damit ist die Kantonalpartei zuständig. Entsprechend sind uns da auch faktisch die Hände gebunden. Meine Meinung zu diesem Vorfall habe ich schon vor Monaten bekannt gegeben. Ich stehe auch in einem Austausch mit Pierre Maudet – er kennt meine Meinung.

Aber Sie haben Möglichkeiten: Die Parteipräsidentenkonferenz aber auch der nationale Parteivorstand könnte ihn zum Rücktritt auffordern. Oder man könnte vielleicht sogar einen Parteiausschluss fordern. Wird das passieren?

Wir werden die Sache am Montag im Vorstand diskutieren und die Fakten zusammentragen und dann das weitere Vorgehen besprechen.

Das Gespräch führte Nathalie Christen.

Legende: Video Maudet: «Unser Austausch war konstruktiv» (Französischer Originalton) abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.11.2018.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.