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Wie weiter mit der Homeoffice-Pflicht?
Aus 10 vor 10 vom 24.11.2021.
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Verstärkte Schutzmassnahmen Firmen ziehen die Corona-Schraube wieder an

Wegen der verschärften epidemiologischen Lage setzen Unternehmen wieder vermehrt auf Homeoffice. Die Mehrheit der bedeutendsten Schweizer Firmen wartet aber ab.

Wieder kein Weihnachtsessen für die Swisscom-Belegschaft: Angesichts der sich verschärfenden epidemiologischen Lage lässt die Swisscom Vorsicht walten: «Wir haben das diskutiert, aber das Risiko der Ansteckung ist zu gross», sagt Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher.

Seit heute gelten zudem strengere Homeoffice-Regeln beim Telekom-Anbieter: «Wir haben unsere Mitarbeitenden dazu aufgefordert, dass sie wieder vermehrt im Homeoffice arbeiten», sagt Hubacher. «Wenn es sinnvoll ist, sollen die Leute aber immer noch vorbeikommen – einfach unter Einhaltung der Schutzmassnahmen. In Meetings sollen Masken getragen werden.»

Wir haben Weihnachtsessen diskutiert, aber das Risiko der Ansteckung ist zu gross.
Autor: Sabrina Hubacher Sprecherin der Swisscom

Auch andere Firmen ziehen die Schraube an: Roche setzt per sofort wieder auf virtuelle Mitarbeiteranlässe, der Pharmariese lässt ebenfalls Apéros und Weihnachtsfeiern ausfallen.

Wie weiter mit der Homeoffice-Pflicht?

Eine Umfrage von SRF unter den 20 bedeutendsten Schweizer Firmen zeigt: Aktuell verschärfen, neben der Swisscom und Roche, auch die SBB und die Zurich Versicherung ihre Regeln. Die SBB teilt auf Anfrage mit, dass an betriebsrelevanten Standorten aktuell repetitive Speicheltests eingeführt werden – mit einer Testpflicht für alle Mitarbeitenden, inklusive Geimpfte und Genesene.

Legende: Von den 20 bedeutendsten Schweizer Firmen hat ein Grossteil die Homeoffice-Regel noch nicht wieder ausgeweitet. Keystone

Andere Unternehmen gehen weniger weit: Von der Novartis über die Credit Suisse bis hin zu Sunrise UPC arbeitet immer noch mehr als die Hälfte der Belegschaft von zu Hause aus. Das ist teilweise schon seit Beginn der Pandemie so. Andere warten ab: Die Migros, die ZKB und Novartis setzen auf die gleichen Homeoffice-Regeln wie vor der Pandemie.

Testen statt Homeoffice

Ein Grossteil der Firmen reagiert vorläufig also nicht auf die sich verschärfende epidemiologische Situation, zumindest nicht mit einer Ausweitung der Homeoffice-Pflicht. Roland A. Müller, der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, sagt: «Es gibt heute viele Mittel, um Ansteckungen zu minimieren. Wir können insbesondere unterschiedliche Massnahmen erlassen – ob jemand geimpft, genesen ist oder nicht.»

Repetitive Tests haben sich im Laufe der Zeit bewährt.
Autor: Roland A. Müller Direktor des Arbeitgeberverbands

Müller betont, dass man heute bessere Mittel zum Schutz der Mitarbeitenden habe als bei der letzten grossen Welle im Herbst vor einem Jahr: «Ein Thema sind auch repetitive Tests. Das hat sich im Laufe der Zeit bewährt.»

Weihnachtsessen absagen, mehr Homeoffice oder ausgiebig testen: Klar ist, Massnahmen zum Schutz vor Ansteckungen dürften bei Schweizer Firmen in den nächsten Wochen wieder zunehmend zum Thema werden.

10vor10, 24.11.2021, 21:50 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Vermehrt wieder Home Office auf jeden Fall, zusätzlich zu weiteren Vorsichtsmassnahmen.
  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community
    Danke fürs Mitdiskutieren. Liebe Grüsse und einen schönen Abend, SRF News
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Zumindest aus ökologischer Sicht, schneidet Home Office viel besser ab, als die tägliche Pendlerraserei auf den Schweizer Strassen. Vom sozialen Aspekt her ist Home Office vermutlich ein Nachteil. Zudem steigen die Online-Bestellung wieder an, was zu zusätzlichen Transporten führt.
    1. Antwort von Franziska Wagner  (Cesca)
      Aus epidemiologischer Sicht bietet Home Office aber schon Vorteile, meinen Sie nicht auch, Herr Leu?