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Vogelgrippefälle ein Problem bei Hobbytierhaltenden
Aus HeuteMorgen vom 20.11.2022. Bild: REUTERS/Chor Sokunthea
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Vogelgrippe-Saison startet Hobbytierhaltung ist auf Vogelgrippe nicht vorbereitet

Die ersten beiden Vogelgrippefälle der Saison wurden auf einem Betrieb eines Hobbytierhaltenden entdeckt. Dieser konnte sofort korrekt handeln. Dies sei aber längst nicht bei allen so, sagt die Zürcher Kantonstierärztin.

Ein Pfau und ein Graureiher waren es. Entdeckt wurden die ersten Vogelgrippe-Fälle der Saison auf einem Betrieb eines Hobbytierhalters. Das sei ein Problem, denn die Heimtierhaltenden seien nicht genügend darauf sensibilisiert, im Umgang mit den Tieren die notwendige Hygiene einzuhalten, sagt die Zürcher Kantonstierärztin Regula Vogel. Dazu gehörten etwa Stiefelüberzieher und die Desinfektion der Hände.

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Aus dem Archiv: Vogelgrippe in vollem Gang
aus Wissenschaftsmagazin vom 12.11.2022. Bild: KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
abspielen. Laufzeit 7 Minuten 59 Sekunden.

Gerade in der Saison der Vogelgrippe sei es wichtig, dass die Tierhaltenden sich korrekt verhielten und kranke Tiere auch sofort meldeten.

Ich bitte alle Tierhaltungen, sich anzumelden. Wir können nur Seuchenbekämpfung machen, wenn wir wissen, wo die Tiere sind.
Autor: Regula Vogel Zürcher Kantonstierärztin

Es gibt immer mehr Hobbytierhaltende in der Schweiz. Seit 2010 müssen sich die Halterinnen und Halter von Hühnern, Enten, Fasanen und anderen Geflügeltieren bei den Behörden registrieren. Es gebe noch immer eine grosse Dunkelziffer von Tierhaltenden, erklärt Regula Vogel und richtet einen Appell an sie: «Ich bitte alle Tierhaltungen, sich zu melden, weil wir können nur Seuchenbekämpfung machen, wenn wir wissen, wo die Tiere sind.»

Die Vogelgrippe kann alle Geflügelbetriebe betreffen, sowohl grosse als auch kleine.
Autor: Doris Schneeberger Wissenschaftliche Mitarbeiterin BLV

Auch der Bund kennt die Problematik nicht gemeldeter Tierhaltender, wie Doris Schneeberger vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV bestätigt. Die Vogelgrippe «kann alle Geflügelbetriebe betreffen, sowohl grosse als auch kleine», so Schneeberger. Im nächsten Jahr sei daher eine spezielle Informationskampagne für Hobbytierhaltende geplant.

Schweiz in den letzten Jahren wenig betroffen

Das aktuelle Ziel ist es aber erstmals, dass sich die Vogelgrippe in den nächsten Wochen und Monaten nicht weiter ausbreitet. In Europa mussten im letzten Winter in über 2400 Betrieben fast 50 Millionen Geflügel getötet werden.

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Aus dem Archiv: Vogelgrippe am Bodensee
Aus Schweiz aktuell vom 26.01.2021.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 14 Sekunden.

Die Schweiz ist bisher glimpflich davon gekommen. Das habe mit den Vorsichtsmassnahmen, aber auch mit Glück zu tun, sagt Schneeberger. Denn viele Zugvögel, welche das Virus verbreiteten, mieden anscheinend die Schweiz auf ihrem Weg in den Süden.

Heute Morgen, 21.11.2022, 06:00 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von SRF (SRF)
    Guten Abend liebe Community, vielen Dank für ihre interessanten Beiträge - für heute schliessen wir die Kommentarspalte und wünschen Ihnen weiterhin einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Karin Koch  (kkoch)
    Entstanden ist diese Grippe in der Massentierhaltung und nicht bei den Hobbyhaltern. Wenn 10 000 Hühner und auch mehr beisammen sind entstehen halt Viren zum Nachteil der Vogelwelt, leider. Das Problem sind die Grossbetriebe und nicht Halter mit 10 Tieren. Man sollte das Problem an der Wurzel packen.
    1. Antwort von Regula Stutz  (Totemügerli)
      Frau Koch - Ich habe längst den Eindruck, das wir Menschen uns mit grossem Aufwand darauf “spezialisieren" Symptome zu bekämpfen statt Ursachen zu beheben. Tierärzte u Wissenschaft könnten z.B. europaweit (inkl.CH) auf die Politik einwirken, dass selbige Gesetze einführen, welche eine solche Massentierhaltung verunmöglichen. Leider ist es ja so, dass die meisten Konsumenten von sich aus (Eigenverantwortung) nicht auf Produkte aus Massentierhaltung verzichten.
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Sorry, der einzige Unterschied ist, dass bei Ihnen 10 Tiere gekeult werden und beim Grossproduzenten 10'000. Wo die Grippe entstanden ist, ist wie bei allen Epidemien letztendlich irrelevant - denn wenn sie real ist, wird das Problem nicht dadurch gelöst, dass man noch etwas dort macht, wo sie entstanden ist, sondern dort wo sie noch nicht ist!
  • Kommentar von Marcel Weber  (mmweber)
    Dass eine Meldepflicht besteht wissen wohl die wenigsten, danke für den Hinweis. Es wäre aber auch hilfreich, wenn man wüsste, wo man sich melden muss.
    1. Antwort von Esther Jordi  (Esther Jordi)
      Beim kantonalen Veterinäramt. Kann man über Google finden.
  • Kommentar von Leon Zbinden  (Leonzby)
    Sicher sollen sich alle Hobbyhalter melden und ihre Tiere überwachen, aber die grösste Gefahr geht bestimmt nicht von ihnen aus. Die industrielle Tierhaltung mit ihren viel zu dichten Beständen ist ein veritables Biolabor zur Züchtung neuer, noch gefährlicherer Varianten. Um eine solche problematische Mutation zu verhindern, werden Millionen Individuen getötet und Hobbyhalter müssen sich anpassen. Kritik an diesem gefährlichen System, von dem das grösste Risiko ausgeht, hört man dagegen kaum.
    1. Antwort von harald keller  (pragmatiker)
      Sind Sie auch Tierarzt? Oder wissen Sie es einfach besser?
    2. Antwort von Esther Jordi  (Esther Jordi)
      Na ja, so abwegig ist der Gedanke nicht, dass das grösste Problem die industrielle Tierhaltung ist. Sonst hätten kaum im letzten Winter fast 50 Millionen Tiere in nur 2400 Betrieben getötet werden müssen.
    3. Antwort von Regula Stutz  (Totemügerli)
      Frau Jordi - Ihr Kommentar grenzt an “Häresie" ;-) Das würde ja bedeuten, dass es in der Schweiz Massentierhaltung gibt. Von den politischen Gegnern der MTI wurde doch stets betont, dass es in der Schweiz gar keine Massentierhaltung gibt und in Sachen Tierschutz, auch was Geflügel betrifft, sowieso alles im grünen Bereich ist und keine Verbesserungen in der Tierhaltung nötig sind.
    4. Antwort von Esther Jordi  (Esther Jordi)
      Frau Stutz, die von mir genannten Zahlen beziehen sich auf Europa. Und die Schweiz gehört ja bekanntlich nicht zu Europa. Dafür hat sie eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt. Dieses Gesetz wird auch konsequent eingehalten, es sei denn, die Tiere müssen wegen des Profits leiden. Aber über solche Kleinigkeiten (grrrrrrrrrrr) sollten wir grosszügig hinwegsehen.
    5. Antwort von Lilli Roffler  (Lilli Roffler)
      Regula Stutz laut Artikel srf: " In Europa mussten im letzten Winter in über 2400 Betrieben fast 50 Millionen Geflügel getötet werden. "
    6. Antwort von Regula Stutz  (Totemügerli)
      Frau Jordi: Genau die Zahlen beziehen sich auf Europa (steht ja so im Artikel). Herr Zbinden schreibt von industrieller Tierhaltung mit zu dichten Beständen, das ist Massentierhaltung. Mir ging es um die Worte "die industrielle Tierhaltung", weder Herr Zbinden noch Sie schreiben, industrielle Tierhaltung, die es in der CH nicht gibt..., also ist die CH-Tierhaltung inkl.
      Aber Sie haben meinen Kommentar, bzw. wie's gemeint ist, ja verstanden, darum habe ich an Sie geschrieben ;-)
    7. Antwort von Regula Stutz  (Totemügerli)
      @Frau Roffler: Ich habe den Artikel gelesen und verstanden. Wie bereits erwähnt ging's mir um industrielle Produktion aka Massentierhaltung. Dass bei einer solchen Tierhaltung der Nährboden für Krankheiten und Mutationen von Keimen gegeben ist, lässt sich nun mal nicht von der Hand weisen. Gemäss vier Pfoten werden in der CH jährlich 70 Millionen Hühner geschlachtet, diese Masthühner leben grösstenteils in Beständen mit viel zu wenig Platz.

    8. Antwort von Esther Jordi  (Esther Jordi)
      Frau Stutz, ja, stimmt, zwischen Massentierhaltung und industrieller Tierhaltung ist ein Unterschied. Ich bin kein Geflügel (ja, ich weiss, manchmal ein bisschen ein Huhn, aber das ist ein anderes Thema), jedoch denke ich, dass es für die Tiere keinen Unterschied macht, ob sie nun industriell oder in Massen gehalten werden. Ein besch....... Leben haben sie so oder so.
  • Kommentar von SRF (SRF)
    Guten Morgen, liebe Community. «Ich bitte alle Tierhaltungen, sich anzumelden. Wir können nur Seuchenbekämpfung machen, wenn wir wissen, wo die Tiere sind.» lässt sich Regula Vogel im Artikel zitieren. Wo sehen Sie die Gefahren der Hobbytierhaltung in der Schweiz? Sagen Sie es uns in den Kommentaren. Liebe Grüsse, SRF News