Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wie viel Wert sind die Häuser in Mitholz?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 01.04.2021.
abspielen. Laufzeit 05:55 Minuten.
Inhalt

Von Räumung betroffen Experten schätzen Wert der Häuser in Mitholz

  • In Mitholz (BE) ist die Schatzung der Liegenschaften angelaufen, die von der Räumung des Munitionslagers betroffen sind. Das teilte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.
  • Wegen der Räumung des ehemaligen Armee-Munitionslagers muss ein Teil der Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen. Dafür wird ein Zeitraum von rund zehn Jahren veranschlagt.
  • Für jene, die nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren wollen, bezahlt der Bund eine Entschädigung, die nun festgelegt wird.

Viele Familien leben seit Generationen im Dorf Blausee-Mitholz in der Gemeinde Kandergrund (BE). Wenn die Armee dereinst das alte Munitionslager im Fels am Dorfrand räumt, muss ein Teil der Bevölkerung aus Sicherheitsgründen vorübergehend Abschied nehmen von ihrem Zuhause.

In einem ersten Schritt gilt es, eine Entschädigung für die Liegenschaften der Betroffenen festzulegen. Mit dem Geld können sie andernorts einen Neuanfang wagen.

Häuser in Mitholz.
Legende: Sicht auf die Felsabrissstelle nach der Munitionsexplosion 1947 in Mitholz. Keystone

Als Basis dient eine Bewertung der Grundstücke durch unabhängige Schätzer. Nach Pilotversuchen ist diese Schatzung nun angelaufen. Die Gebäude werden in vier Etappen bewertet. Als erstes betrifft dies Liegenschaften, die bereits beim Bau von Schutzmassnahmen für Strasse und Schiene betroffen sein werden.

Erste Probebohrungen

Für die Räumung des Munitionslagers müssen auch das Bahntrassee und die Kantonsstrasse geschützt werden. Um die Linienführung der Umfahrungsstrasse zu verbessern, müssen technische Untersuchungen des Untergrunds durchgeführt werden.

Im April und Mai werden daher Probebohrungen vorgenommen. Die betroffenen Grundeigentümer werden für die Beeinträchtigungen und Landschäden entschädigt.

Altlasten müssen geräumt werden

1947 explodierte ein Teil des Munitionslagers, der Rest wurde verschüttet. Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass allfällige weitere Explosionen nur beschränkten Schaden anrichten würden. Erst 2018 kam das VBS zu einem anderen Schluss. Nun sollen die Altlasten vollständig geräumt werden.

SRF 4 News, 01.04.2021, 17.30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Da sieht man die schädlichen Auswirkungen dieser nutzlosen Reduitideologie - mit Toten (1947) und nun der Entwurzelung der dortigen Bewohner von ihrem Terrain. Reduitideologie lohnt(e) sich nie. Nun wünsche ich, dass den Mitholzern und Angrenzenden adäquat und ohne Umschweife und mit hohen Entschädigungen (Schmerzensgeldern) geholfen wird.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Ueli von Känel: Im zweiten Weltkrieg, als die Schweiz von Feinden umzingelt war, sah man das anders und hatte, mangels militärischer Stärke, auch keine andere Wahl. Wir bauen heute auch keine (nutzlosen) Ritterburgen mehr.
  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Ich weiss ja nicht abe4 warum kann nicht bleiben wer will und eine Verzichtserklährung unterschreiben falls es doch knallt.
    1. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Ich weiss auch nicht ... die Räumung dauert halt lange und kann vielleicht trotz aller Vorausplanung und Sicherheitsmassnahmen nicht so kontrolliert durchgeführt werden, dass mit Sicherheit keine Menschenleben gefordert, sondern "nur" Häuser vernichtet werden.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Ich denke die Häuser haben nicht sehr viel Wert, weil sie im Bereich eines Munition Depots liegen.
    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Na ja, 1947 explodierte ein Teil des Munitionslagers. Danach dachten Experten, dass allfällige weitere Explosionen nur beschränkten Schaden anrichten würden. Erst 2018 kam das VBS zu einem anderen Schluss. Als Referenz für den Verkehrswert der Häuser müsste vor 2018 als Massstab gelten.