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Parlamentarischer Vorstoss gegen Strassenlärm
Aus HeuteMorgen vom 01.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
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Vorstoss der Umweltkommission Töff-Fahrer wehren sich gegen Lärmblitzer

Wer ein lautes Fahrzeug lenkt, soll künftig gebüsst werden können. Das freut viele – andere fühlen sich diskriminiert.

Extra stark aufs Gas drücken und die Reifen zum Quietschen bringen – solche Autolärmer, auch Auto-Poser genannt, sollen künftig gebüsst werden.

Die Aargauer SP-Nationalrätin Gabriela Suter hat dazu einen politischen Vorstoss eingereicht. «Ich fordere die Einführung von Lärmblitzern und Fahrverboten für besonders laute Fahrzeuge», erklärt sie.

Lärm-Obergrenze noch unklar

Zwar kann unnötiges Motorengeheul bereits heute bestraft werden. Der Lärmverursacher muss aber von Polizeibeamten in flagranti erwischt werden. Dies sollen künftig spezielle Blitzkästen erledigen, so wie es beim Tempo bereits seit Jahren gemacht wird.

Aktuell werden solche Lärmblitzer an der ETH in Lausanne entwickelt. Peter Ettler, Präsident der Lärmliga Schweiz, fordert einerseits, dass diese Geräte so schnell als möglich eingesetzt werden, «anderseits braucht es möglichst einfach Regeln dafür, wann die Lärmblitzer denn blitzen sollen», hält er fest und betont: «Es braucht also eine Lärm-Obergrenze.»

Töff-Helme liegen kreisförmig auf dem Bundesplatz verteilt.
Legende: Motorradfahrer legten im August zum Protest gegen strengere Lärmbegrenzungen ihre Helme auf den Bundesplatz in Bern. Keystone

Diese soll bei 81 Dezibel angesetzt werden, wie die kürzlich lancierte Petition der Lärmliga Schweiz verlangt. 81 Dezibel – das ist etwa so laut wie ein Klavierspiel, Kinderlärm oder allgemeiner Strassenverkehr.

«Keine Lärm-Angabe am Töff»

Töff- und Autofahrer mittels Lärmblitzer und zu büssen sei höchst unfair, findet Walter Wobmann, Präsident des Schweizerischen Töff-Verbandes FMS.

«Der Fahrer weiss ja nicht, wann er zu laut fährt. Das ist der Unterschied zur Geschwindigkeit. Im Fahrzeug oder am Töff hat man keine Lärm-Angabe», hält Wobmann fest. Ausserdem würden solche tiefen Lärm-Grenzwerte und geplante Fahrverbote sämtliche Töff-Fahrer diskriminieren.

Schonfrist noch ohne Busse

Deshalb will SVP-Nationalrat Wobmann entsprechende Vorstösse im Parlament bekämpfen. Diese werden frühestens in einem Jahr behandelt.

Bereits jetzt aber setzen einige Kantone Lärm-Messgeräte im Strassenverkehr ein. Fährt jemand zu laut, leuchtet auf dem Display des Messgeräts ein «Bitte leise» auf. Eine Busse hat dies aber nicht zur Folge. Noch nicht.

SRF 4 News, Heute Morgen, 01.12.2020, 06:00 Uhr

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148 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Bühlmann  (Entlebucherin)
    Herr Häberli nehmen sie sich die Zeit und setzen sich an einem Samstag oder Sonntag wenn schönes Wetter ist in einer dieser Entlebuchergemeinden an die Hauptstrasse. Sie werden feststellen, dass das einzige schamlose, ihre Untertreibung dieses fast endlosen Lärms einzelner aber auch ganzer Horden von überlauten Motorräder ist.
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Laute Töffs und Auto einfach einziehen. Man kann nämlich auch mit leisen Fahrzeugen fahren.
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  • Kommentar von Johann Meier  (H.J. Meier)
    Find ich gut! Es kann nicht sein, dass dutzende Anwohner diesen teilweise wirklich extremen Lärm dulden müssen, nur weil einer etwas Spass hat. Spass ist ja gut, aber nicht, wenn die Allgemeinheit darunter leidet, und Tiere finden das auch nicht lustig.
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    1. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      Die Extreme par Excellence: Einerseits, wenn Sie ein Pub betreten, kann es nicht laut genug sein: die Musik, die Gespräche usw, man muss einander anbrüllen!!. Gleiches bei Konzerten, da müssen Sie Gehörschutz anbringen, damit keine Gehörschäden entstehen. Anderseits beschweren sich Leute wegen Kuhglocken auf der Weide, Kirchengeläut und eben, wenn zwischendurch ein Motorrad für 5 Sekunden Lärm macht. Wahrscheinlich hängt das Ganze mit Corona zusammen. Alle sind gereizt.
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    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Häberli: Anstatt selber fahren, stehen Sie doch mal Sa/So an einer beliebten Töffstrecke, oder Do-abend an den Trimbachzufahrten. Nachts zum xten mal durch einen Rücksichtslosen aus dem (Halb)Schlaf aufgeschreckt, den sie noch km weit durch die Nacht hören, obwohl nicht direkt an der Strasse wohnend, ist nicht mehr lustig. Das ist nicht nur 5 Sek. zwischendurch, sondern konstant und zermürbend. Der Grossteil der Biker ist anständig und rücksichtsvoll, ausser die mit dem pubertären Machogehabe.
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