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Vorzüge sind höher zu bewerten EU-Gesundheitsbehörde gibt Johnson & Johnson-Impfstoff frei

  • Nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson.
  • Allerdings könne der Wirkstoff tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA in Amsterdam mit.
  • Experten hatten das Präparat nach acht Fällen von Blutgerinnseln nach einer Impfung in den USA erneut geprüft.
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Aus dem Archiv: Swissmedic lässt Johnson & Johnson-Impfstoff zu
Aus Tagesschau vom 22.03.2021.
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Die EMA hält daran fest, dass die Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen. Doch die Möglichkeit von Blutgerinnseln bei einer zugleich sehr niedrigen Zahl von Blutplättchen werde nun als seltene Nebenwirkung registriert. In den meisten Fällen ging es nach Angaben der Experten um Frauen unter 60 Jahre. Die Thrombosen, vorwiegend in den Hirnvenen, waren innerhalb von drei Wochen nach der Impfung aufgetreten.

Vor einer Woche hatten die USA die Nutzung des Präparats vorübergehend ausgesetzt. Acht Fälle von Thrombosen waren aufgetreten nach etwa sieben Millionen Impfungen mit dem Johnson & Johnson-Präparat in den USA. In der EU war die Lieferung des Impfstoffs erst in der vergangenen Woche angelaufen. Zahlreiche EU-Staaten folgten der Empfehlung des Herstellers, vor der Nutzung zunächst das Gutachten der Experten abzuwarten.

Bereits zweiter Fall wegen Thrombosen

Der Impfstoff wurde von der niederländischen Johnson-Tochter Janssen entwickelt. Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt.

Es ist bereits das zweite Mal, dass die EMA nach der Zulassung einen Corona-Impfstoff erneut prüft. Auch bei dem Wirkstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astra-Zeneca hatte es Hirnvenenthrombosen gegeben, vor allem bei jüngeren Frauen. Die Fälle bei dem Johnson-Präparat seien denen bei dem Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca sehr ähnlich, stellten nun auch die Experten fest.

Swissmedic gab bereits im März grünes Licht

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Swissmedic hatte den von Johnson & Johnson entwickelten Impfstoff für Personen ab 18 Jahren bereits Ende März befristet zugelassen. Damit sind in der Schweiz nun drei Corona-Vakzine offiziell geprüft und erlaubt.

Doch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bisher gar keine Impfdosen von Johnson & Johnson bestellt. Der Impfstoff muss nur einmal verabreicht werden. Studien zeigen eine Wirksamkeit von durchschnittlich 66.9 Prozent.

Auch im Fall des Astra-Zeneca-Präparates hatte die EMA an ihrer Bewertung festgehalten, dass der Impfstoff sicher sei. Die Blutgerinnsel waren bei etwa einer Person von 100 000 aufgetreten. Doch einige Staaten entschieden sich dafür, nur noch Personen über 60 Jahre mit Astra-Zeneca zu impfen.

SRF 4 News, 20.04.21, 17:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder  (View)
    Wie steht es um andere Impfstoffe aus dem Osten, welche WHO Zulassung haben? Aus welchem Grund genau sind jene nicht erhältlich für jene welche diese wünschen?
    Werden auch hier politische Druckmittel angesetzt, was nicht wunderlich waere. Wenn nicht, was sind die wissenschaftlichen Begründungen, dass man nicht aus einem breiteren Sortiment auslesen kann?
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Nehmen wir es zur Kenntnis, die Impfkampagne ist grandios gescheitert.
    1. Antwort von Andreas Morello  (Andreas Morello)
      Hier ist wohl der Wunsch der Vater des Gedanken ;-)

      Die Impfungen schreiten voran, 8.5% der Einwohner der Schweiz sind bereits komplett geimpft, weitere 5% haben die erste Impfdosis erhalten.

      Der Impfstoff von AstraZeneca wurde bisher nicht zugelassen, vom zugelassenen Johnson/Janssen Produkt keine bestellt.

      Bei den mRNA-Impfstoffen sind bisher keine solchen Nebenwirkungen bekannt.

      Swissmedic veröffentlicht immer wieder Infos zu den gemeldeten Verdachtsfällen und deren Untersuchung.
    2. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Die USA impfen eine Bevölkerung wie die Schweiz in 2 Tagen. Biden hat einen Ausfuhr Stopp für Impfstoff verfügt. Kein Wunder kommt von da nichts mehr. Die Schweiz hat die Möglichkeit selber einen Impfstoff zu produzieren 2006 vergeigt. Mutiert das Virus so weiter, dann erhalten Leuten wie ich die Impfung, wenn sie nicht mehr wirkt. Also: Ziel klar verfehlt. Leute wie ich müssen auf die 2te Generation von Impfungen setzte. so 2022 oder 2023.
  • Kommentar von Urs Graf  (U.G)
    Es geht um Politik, Gewinnsucht und Macht aber nicht um unsere Gesundheit. Dies wird immer offensichtlicher. Entscheidungen werden zurechtgebogen, je nach Interessen. Unliebsame Lösungen konsequent ausgeblendet. Und da wundert es die Eliten, dass Ihnen immer weniger vertrauen?