Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Viele Senioren, aber auch viele Junge wollen nach Bern abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 06.08.2019.
Inhalt

Rekordzahlen im Aargau 500 Kandidierende im Rennen für das Bundeshaus

Am Montagmittag ist die Anmeldefrist für Kandidaturen in den Nationalrat abgelaufen. Die Staatskanzlei vermeldet nun 496 Kandidierende. Das sind sehr viele Kandidaturen, nämlich über 200 mehr als noch bei den Wahlen vor vier Jahren. Damals waren es «nur» 288 Kandidierende.

Mehr Männer als Frauen

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Von den 496 Kandidierenden sind 187 Frauen. Damit liegt der Frauenanteil laut Staatskanzlei bei 37.7 Prozent. Im Jahr 2015 betrug der Frauenanteil 36.5 Prozent, er ist also marginal angestiegen.

Den höchsten Frauenanteil weisen die Stammliste der SP und die junge Liste der EVP auf, mit je 62.5 Prozent. Die Liste von Luzi Stamm und die Freien Wähler treten nur mit Männern an.

CVP und SP setzen auf Unterlisten

Auch die Zahl der Wahllisten ist massiv angestiegen. Das Aargauer Wahlvolk kann aus insgesamt 36 Listen wählen, vor vier Jahren waren es noch deren 23 Listen. Allerdings: Parteien gibt es eigentlich nicht mehr als vor vier Jahren.

Hauptgrund für den massiven Anstieg an Listen: Die bisherigen Parteien können nun einfacher Unterlisten eingeben. Die CVP zum Beispiel tritt mit neun verschiedenen Listen an – eine Liste mit Gemeindevertretern, eine mit Christsozialen, fünf regionale Listen etc.

Auch die SP hat fünf Listen, neben der Hauptliste und der Jungpartei treten zum Beispiel die Seniorinnen und Senioren und die Migrantinnen und Migranten noch separat an. Auch die Grünliberalen haben neben Hauptliste und Jungliste noch eine Unternehmerliste, und auch die BDP tritt mit drei Listen an.

SVP-«Urgesteine» mit eigenen Listen

Vier neue Gruppierungen treten im Aargau bei den nationalen Wahlen 2019 an, zwei davon werden von älteren SVP-Vertretern im Nationalrat angeführt, die auf der SVP-Liste nicht mehr vertreten sind. Der Fricktaler Maximilian Reimann tritt mit einer Liste «Team65+» an, wie schon länger bekannt war.

Luzi Stamm im Nationalrat
Legende: Überraschung: Luzi Stamm will es nochmals wissen. Er hat dazu eine eigene Liste eingereicht mit acht Namen. Keystone

Aber auch der Badener Nationalrat Luzi Stamm tritt noch einmal an, mit der Liste «LS», auf der neben ihm sieben weitere Namen stehen. Daneben kämpfen die Gruppierungen «Freie Wähler Aargau» und «DU - Die Unabhängigen» um Wählerstimmen.

Das Alter ist ein Wahlkampfthema

Die Altersfrage könnte im Wahlkampf eine Rolle spielen: Die Kandidaturen der beiden langjährigen SVP-Nationalräte Reimann und Stamm sind umstritten. Reimann ist denn auch mit 77 Jahren der älteste Kandidierende überhaupt. Luzi Stamm ist immerhin schon 66-jährig.

Über alle Kandidierenden gesehen ist die Auswahl bezüglich Alter für die Aargauerinnen und Aargauer relativ ausgeglichen. Die jüngeren Generationen sind sogar eher übervertreten. Wie die Statistik der Staatskanzlei zeigt gibt es zum Beispiel in der Altersgruppe der 21-30 Jährigen am meisten Kandidierende.

Diese Statistik sagt allerdings überhaupt nichts über die Wahlchancen der Kandidierenden: Die meisten der jungen Kandidierenden dürften auf Listen von Jungparteien stehen. Und diese können sich erfahrungsgemäss nur mässige Hoffnungen machen, wenn es um Sitze im nationalen Parlament geht.

Insofern zeigt die grosse Zahl zwar, dass sich auch jüngere Menschen für Politik interessieren. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sich die Aargauer Delegation im Nationalrat nach dem 20. Oktober massiv verjüngen wird.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Etwa 450 zuviel. Etwas Auswahl soll ja sein. Der Kanton AG hat zudem noch ein Grossäti Problem. Es braucht somit dringend eine Alltersbeschränkung auf Bundesebene. Mit 65 (Eintritt AHV-Alter für Männlein / bei Frauen 64). Dann muss Schluss sein für all die Stamms, Reimanns und Co.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Wirz  (uwi)
    Politik sollte wie Pension ab 65 keine Kandidatur mehr möglich sein.
    Sie hatten 40 Jahre Zeit sich dafür zu Interessiern nun sollen die Jungen Ihre Zukunft bestimmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen