Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Graf und Janiak
Legende: Maya Graf (Grüne) kämpft um die Nachfolge von Claude Janiak (SP), der nicht mehr zur Wahl antritt. Keystone
Inhalt

Kampf um den Sitz im Stöckli Holen die Baselbieter Bürgerlichen den Ständeratssitz zurück?

Der Rücktritt von Claude Janiak (SP) lässt die Bürgerlichen auf eine Rückkehr hoffen mit Daniela Schneeberger.

In beiden Basler Halbkantonen sorgen Rücktritte der langjährigen Standesvertreter für Spannung im Wahlherbst. Im Baselbiet und in Basel-Stadt hält die SP den Sitz, in beiden Kantonen wollen die Bürgerlichen nach jahrelanger Absenz zurück ins Stöckli.

20 Jahre war der Ständeratssitz im Kanton Baselland in bürgerlicher Hand. Bis im Jahr 2007 Claude Janiak kam und Hans Fünfschilling (FDP) ablöste. Janiak kam und blieb – 13 Jahre werden es im nächsten Jahr sein. Erst nach den kantonalen Wahlen im Baselbiet Ende März 2019 liess Janiak die Katze definitiv auf dem Sack und gab bekannt, dass er nicht mehr antritt.

Nussbaumer: Der einzige Mann

Schon bereit war zu diesem Zeitpunkt die langjährige Nationalrätin Maja Graf (Grüne). Als ehemalige Nationalratspräsidentin geniesst sie nicht nur im Baselbiet hohes Ansehen über die Parteigrenzen hinweg und die Biobäuerin aus Sissach gilt auch für viele Bürgerliche als wählbar. Mit ihrer offenen Art kommt sie an.

Dasselbe gilt jedoch auch für Grafs Herausforderin Daniela Schneebeger (FDP). Schneeberger sitzt seit 2011 im Nationalrat. Sie ist wie Graf auch im Baselbiet bestens vernetzt. Während Daniela Schneeberger auf die volle Unterstützung zählen kann bei FDP und SVP hat Graf auf der linken Seite einen Konkurrenten. Nationalrat Eric Nussbaumer tritt für die SP an, notabene als einziger Mann bei den Ständeratswahlen in den beiden Basel. Nussbaumer soll den Sitz der Baselbieter SP im Ständerat halten.

Aufgrund dieser Ausgangslage ist bereits jetzt schon klar, dass die Ständeratswahlen im Baselbiet erst in einem zweiten Wahlgang entschieden werden. Während die Bürgerlichen dann ganz sicher an ihrer Kandidatin Daniela Schneeberger festhalten werden, müssen sich die Linken im zweiten Wahlgang voraussichtlich auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin einigen. Als Frau und auch dank ihrer Beliebtheit über die Parteigrenzen hinaus dürfte Maja Graf in diesem Fall die besseren Karten haben.

Nur eine Aussenseiterrolle spielt die vierte Kandidatin Elisabeth Augsburger (EVP). Augsburger dürfte im ersten Wahlgang Stimmen in der Mitte holen – namentlich auch bei der CVP. Bei der CVP ist nämlich noch unklar, ob man mit der FDP und der SVP an einem Strick zieht und Daniela Schneeberger unterstützt. Dies hängt davon ab, ob FDP und SVP im Nationalratswahlkampf zusammenspannen und dadurch den Sitz von CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter gefährden.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?