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Elisabeth Schneider-Schneiter muss 2019 weniger zittern als vor vier Jahren
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Listenverbindung in der Mitte Keine Zitterpartie mehr dank Grünliberalen und EVP

CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter wurde vor vier Jahren nur knapp wiedergewählt. Bei diesen Wahlen ist die Ausgangslage anders.

Elisabeth Schneider-Schneiter wirkt entspannt, als sie an einem Donnerstagmorgen in einem Café in Allschwil ihre Gäste begrüsst. «Zmorge mit Elisabeth» heisst der Anlass, bei dem sie vor den Wahlen regelmässig die Bevölkerung zu Kaffee und Gipfeli in einer Gemeinde in der Region einlädt. Gesprochen wird über verschiedene Themen, über das Verhältnis zwischen den Generationen, über die Vorsorge, über Gleichstellung und in Allschwil natürlich auch über das Thema Fluglärm.

Vier Frauen mit Schneider-Schneiter
Legende: Elisabeth Schneider-Schneiter (2.v.r) mit Parteikolleginnen vor der Bäckerei am Lindenplatz in Allschwil. zvg

Schneider-Schneiter hat gute Gründe, in diesem Wahlkampf gelassen zu sein. Bei den Wahlen am 20. Oktober kann sie ihren Sitz nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit verteidigen. Grund dafür ist eine Listenverbindung in der Mitte, bei der in diesem Jahr neu nun auch die Grünliberalen und die EVP dabei sind.

Das war eine harte Herausforderung. Man muss das aber aushalten können und damit rechnen, dass man nicht wiedergewählt wird.
Autor: Elisabeth Schneider-SchneiterNationalratskandidatin CVP

Vor vier Jahren war dies noch anders. Bei der Listenverbindung in der Mitte war neben CVP nur die BDP an Bord. Dies führte dazu, dass Schneider-Schneiter am Wahltag bis am Abend zittern musste und bis zuletzt nicht sicher war, ob sie ihren Sitz nicht an die FDP oder die SVP verliert. Sie machte das schlechteste Resultat von allen Gewählten.

Zuversicht dank Mitte-Bündnis

«Das war eine harte Herausforderung. Man muss das aber aushalten können und damit rechnen, dass man nicht wiedergewählt wird», sagt Schneider-Schneiter heute rückblickend. Vor den Wahlen am 20. Oktober 2019 ist sie jedoch fest überzeugt, dass ihr eine solche Zitterpartie erspart bleibt. «Ich kann zuversichtlich in die Wahlen gehen. Der CVP-Sitz ist dank der Listenverbidnung in der Mitte gesichert.»

Mit aufgegleist hatte diese Listenverbindung die ehemalige CVP-Parteipräsidentin Brigitte Müller-Kaderli, die nun in Kanada zuhause ist. Sie gibt offen zu, dass es gerade zur GLP gewisse Unterschiede gäbe, dennoch sei eine solche Zusammenarbeit ein Gewinn für alle. «Natürlich sind die Grünliberalen gerade bei Umweltthemen radikaler als wir. Aber ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit eine fruchtbare Zukunft hat.»

Dies sagt auch der heutige CVP-Parteipräsident Silvio Fareri. «Das Bekenntnis der vier Parteien ist da. Wir wollen diesen Weg auch in vier Jahren gehen oder auch bei anderen Wahlen beispielsweise auf kommunaler Ebene.»

«Rotes Tuch» in SVP-Kreisen

Damit bekennt sich die CVP klar zu den Parteien in der Mitte und nimmt weiter Abstand zu FDP und SVP, mit denen man bei den letzten Regierungsratswahlen eine Zusammenarbeit hatte. Eine Listenverbindung mit den bürgerlichen Parteien wie in anderen Kantonen kommt für die Baselbieter CVP nicht infrage.

Umgekehrt gilt in bürgerlichen Kreisen die Spitzenkandidatin der CVP Elisabeth Schneider-Schneider als nicht wählbar. Vor allem innerhalb der SVP ist die Präsidentin der Handelskammer ein rotes Tuch. Grund dafür sei ihre positive Haltung gegenüber der EU und einer Kantonsfusion zwischen den beiden Basel, sagt SVP-Parteipräsident Dominik Straumann.

Auf die Stimmen aus SVP und FDP-Kreisen muss Elisabeth Schneider-Schneider also verzichten. Sicher scheinen ihr dagegen fünf Stimmen aus Allschwil. Bei ihrem «Zmorge mit Elisabeth» hat sie bei den eingeladenen Senioren überzeugen können, nicht nur mit Gratis-Kaffee und Gipfeli.

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