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Stimmfreigabe: Die FDP sieht sich im Vorteil
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 01.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
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Keine Wahl-Empfehlung der GLP Der Entscheid der GLP kommt bei FDP und Grünen unterschiedlich an

Der Vorstand der Grünliberalen des Kantons Zürich hat am Donnerstagabend entschieden: Die Partei unterstützt weder Ruedi Noser noch Marionna Schlatter offiziell. Die GLP beschloss Stimmfreigabe.

Unsere Mitglieder sollen selber entscheiden.
Autor: Nicolas ForsterCo-Präsident GLP Kanton Zürich

Der Zweikampf Noser gegen Schlatter stellte die Grünliberalen vor eine schwierige Entscheidung. Denn mit beiden Kandidaten hat die GLP Gemeinsamkeiten, aber auch Differenzen. «Unsere Mitglieder sollen deshalb selber entscheiden», sagt Nicola Forster.

Gelassenheit bei der FDP – Enttäuschung bei den Grünen

Den Entscheid der Grünliberalen sieht der Kandidat der FDP, Ruedi Noser, positiv: «Das freut mich soweit». Er bleibt gelassen, denn obwohl ihn die GLP nicht offiziell unterstützt, seien viele Mitglieder der GLP in sein Komitee eingetreten. Auf Twitter buhlt die Partei um Grünliberale PolitikerInnen:

Die FDP buhlt um die Gunst der Grünliberalen

Anders sieht es bei den Grünen aus. Weil Marionna Schlatter nicht ereichbar ist, nimmt Fraktionspräsidentin Esther Guyer Stellung: «Es ist schwierig nachzuvollziehen.» Es sei aber klar, wenn eine Partei einen Spagat machen müsse, könne man sich nicht mehr so eindeutig inszenieren. Frau Schlatter mache grüne Politik wie die GLP und sei eine Frau, jetzt werde sie nicht unterstützt. «Das ist schade.»

Eigene Kandidaten aus dem Rennen genommen

Am liebsten wären die Grünliberalen mit der eigenen Kandidatin Tiana Angelina Moser in den zweiten Wahlgang gestiegen. Die Partei hat Moser aber nach dem ersten Wahlgang aus dem Rennen genommen – mit der Begründung: Zwei grüne Kandidatinnen würden sich gegenseitig Stimmen wegnehmen. Offenbar war die Konsequenz daraus nicht, dass die Grünliberalen Marionna Schlatter im zweiten Wahlgang dann auch offiziell unterstützen. «Bei der Altersvorsorge oder bei der Sozialpolitik gibt es natürlich schon Unterschiede», sagt Forster dazu.

Zweiter Wahlgang Zürcher Ständerat

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Am 17. November kommt es im Kanton Zürich zum Duell zwischen den beiden noch verbliebenen Ständerats-Kandidierenden Noser und Schlatter. Die anderen Kandidierenden, darunter Roger Köppel (SVP) und Tiana Angelina Moser (GLP), zogen sich bereits zurück. Auf Anhieb gewählt wurde am 20. Oktober erst der bisherige SP-Ständerat Daniel Jositsch. Ruedi Noser kam zwar auf den zweiten Platz, verpasste aber das absolute Mehr.

Für Ruedi Noser gelte dasselbe. Auch mit ihm teile man viele Positionen. «Beim Thema Biodiversität oder dem Einsatz von Pestiziden sind wir mit Noser aber nicht auf einer Linie.» Der Parteivorstand der GLP wollen sich daher auf keine Seite schlagen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    @ die Herren Schulenburg und Leu: zwischen diktatorischem Pseudosozialismus und menschenverachtendem Hardcore-Kapitalismus gibt's ja wohl ziemlich viel Spielraum, oder? Gewöhnen Sie sich schonmal dran dass es weder die Grünen noch die "Grünliberalen" auf die Reihe kriegen und ihre diesjährigen Gewinne in 4 Jahren mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder verlieren werden.
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Wie sollen die Grünen (und auch die Grünliberalen) auch etwas auf die Reihe kriegen, wenn die Un-Grünen immer noch in der Mehrheit sind und alles unternehmen werden um die Anstrengungen der Grünen zunichte zu machen? Nur wenn aus der Mitte Hilfe kommt, ist es möglich, Schritte vorwärts zu machen.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Die GLP ist eine wirtschaftunterstützende, kapitalistisch geprägte Partei. Diese beiden Ideologien lassen niemals eine grüne Politik auch nur im Ansatz zu. Das erleben wir nun seit 40 Jahren auf der ganzen Welt. Wirtschaft, massloser Konsum, Globalisierung und Maximierung der Erträge sind das Grundübel und die einzigen Ursachen für den dramatischen Klimawandel und die qualitative und quantitative Dezimierung der Biomasse.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Olaf Schulenburg: Die sozialistischen Länder waren ja wahre Umweltparadiese, nicht wahr! Eben nicht: Deren Umwelt wurde in einem gigantischem, rücksichtslosem Ausmass zerstört. Nur das Plansoll galt. Bürgerproteste wurden im Keime erstickt. Dorthin wollen Sie also wieder zurück. Nein Danke! Die Forschung zeigt, dass nur konsequente und einschneidende marktwirtschaftliche Anreize, die immensen Umweltprobleme innert nützlicher Frist reduzieren können. Alles andere ist Schönfärberei.
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    2. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Wie will die Forschung etwas untersuchen, das es gar noch nie gab? Ob die Umweltprobleme wirklich nur durch marktwirtschaftliche Anreize gelöst werden können, ist sicher wissenschaftlich nicht eindeutig belegbar.
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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Die ökologisch besorgten Wähler welche nicht die Grünen wählen, weil diese zu sozialistisch sind und die Umweltziele mit Verboten erreichen wollen, statt mit marktwirtschaftlichen Anreizen wie das die Grünliberalen vorschlagen, haben kein Problem mit Noser. Man hätte also konsequent sein und Noser gefahrlos empfehlen können, ohne Angst davor haben zu müssen, deswegen einen einzigen grünliberalen Wähler zu verlieren. Diejenigen, die damit ein Problem haben, sind so oder so bereits bei den Grünen.
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