Es war eine äusserst knappe Wahl. Phasenweise trennten die beiden Kandidierenden lediglich neun Stimmen. SVP-Mann Edgar Bischof entschied das Rennen letztlich für sich, mit rund 600 Stimmen Vorsprung auf seine Konkurrentin Jennifer Abderhalden von der FDP. Damit bleibt der einzige Ausserrhoder Nationalratssitz bei der SVP.
Bischof sprach nach seiner Wahl von einem «Zufallsmehr», dass die Wahl zu seinen Gunsten entschieden habe. «Es war ein sehr fairer Wahlkampf. Dafür möchte ich Jennifer Abderhalden danken.» Edgar Bischof ist ein Mann mit viel politischer Erfahrung. Er war 15 Jahre lang im Kantonsrat und Parteipräsident der kantonalen SVP.
Deren Vertreter, David Zuberbühler, kündigte im vergangenen Dezember überraschend seinen Rückzug aus dem nationalen Parlament an. Aus beruflichen Gründen. Ihm gelang es 2015, die jahrelange Dominanz der FDP in National- und Ständerat zu beenden.
Die FDP-Frau Abderhalden ist bereits zum zweiten Mal für die Wahl in den Nationalrat angetreten. Beide Male unterlag sie knapp gegen die SVP.
Warum sie die Wahl verloren habe, lasse sich schwer sagen. «Er war sicher sehr präsent überall mit ganz vielen Plakaten. Scheinbar zieht das bei den Leuten», resümierte Abderhalden kurz nach der Wahl. Mit der Wahl heute bleibt es bei der Vertretung von FDP und SVP in Bundesbern.