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Wechsel von Bern zu Jura Kein Rekurs gegen Moutier-Abstimmung

  • Gegen die kommunale Abstimmung von Ende März über die künftige Kantonszugehörigkeit von Moutier BE ist beim Regierungsstatthalteramt des Berner Juras keine Beschwerde eingegangen.
  • Nur eine Formalität verhindert noch, dass das Resultat der Abstimmung bereits rechtskräftig ist.
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Aus dem Archiv: Moutier wechselt vom Kanton Bern zum Kanton Jura
Aus Tagesschau vom 28.03.2021.
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Wie die Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Berner Jura, Stéphanie Niederhauser, mitteilte, geht es um eine bereits vor der Abstimmung eingereichte Beschwerde. Sie drehte sich um Aussagen einer Berner Grossrätin und wurde von Separatisten eingereicht.

Zwar haben die Urheber dieser Beschwerde Niederhauser aufgefordert, ihren Rekurs als zurückgezogen zu betrachten, wenn von berntreuer Seite keine Beschwerde eingehe. Doch muss Niederhauser die Urheber laut ihren Aussagen noch offiziell benachrichtigen und kann erst in etwa einer Woche die Beschwerde löschen. Ihr Entscheid kann noch angefochten werden.

Letztes Wort nicht gesprochen

Am 28. März sprach sich das Stimmvolk von Moutier mit einem Ja-Stimmenanteil von 54.9 Prozent für den Wechsel des heute bernjurassischen Städchens zum Kanton Jura aus. Noch ist aber das letzte Wort nicht gesprochen: Ist das Abstimmungsresultat rechtskräftig, folgen Verhandlungen zwischen den beiden Kantonen.

Vorgesehen ist, ein interkantonales Konkordat zur Gebietsveränderung auszuarbeiten, welche der Wechsel Moutiers zum Kanton Jura bedeutet. Diesem Konkordat müssen die beiden Kantonsparlamente und das Stimmvolk der beiden Kantone zustimmen. Wird das Konkordat in beiden Kantonen angenommen, geht es zur Genehmigung an die Bundesversammlung.

Zwei Strafanzeigen eingegangen

Im Zusammenhang mit der Abstimmung vom 28. März sind bei der regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland zudem zwei Strafanzeigen eingereicht worden. Der Informationsbeauftragte der bernischen Generalstaatsanwaltschaft, Christoph Scheurer, bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Online-Ausgabe der «Berner Zeitung».

Scheurer sagte, die beiden Anzeigen seien recht umfangreich und er könne deshalb erst in der kommenden Woche sagen, was in den beiden Anzeigen alles geltend gemacht werde. Die Staatsanwaltschaft werde die Anzeigen nun prüfen.

Viel mehr Beschwerden vor vier Jahren

Schon im Jahr 2017 hatte sich das Stimmvolk von Moutier an einer Abstimmung für den Kantonswechsel ausgesprochen – damals allerdings viel knapper als Ende März dieses Jahres. Bei der bernischen Statthalterin gingen damals zahlreiche Beschwerden ein, von denen sie mehrere teilweise oder ganz guthiess.

Das bernische Verwaltungsgericht stützte später die Entscheide der Statthalterin. Rund um die Abstimmung von Juni 2017 habe es zu viele Unregelmässigkeiten gegeben. Das Abstimmungsresultat wurde aufgehoben und es kam zu einer Wiederholung des Urnengangs.

Regionaljournal Bern, 30.04.2021, 17.30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das Volk hat entschieden, also hört endlich auf mit dem wenn und aber es bringt so oder so nichts mehr!
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @jeani, mir ist es aber wichtig, dass der ganze Kantonswechsel korrekt verlaufen ist. Das Volk wo dem Kantonswechsel nicht zugestimmt hat, muss es auch gerecht sein. Das ist halt so in einem Land wo solche Wechsel nach Gesetz und nicht nach dem Gesetz des stärkeren abläuft.