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WEF 2021 in Singapur
Aus Echo der Zeit vom 07.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
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WEF 2021 WEF in Singapur statt in der Schweiz – Hauptsache exklusiv

«Life goes on!» – das Leben geht weiter. Das ist eine der Thesen, die WEF-Gründer Klaus Schwab in seinem jüngsten Buch zur Corona-Pandemie formuliert.

Selbstredend gilt das auch fürs WEF. Wenn es nicht in der Schweiz stattfinden kann, dann halt anderswo, so die Botschaft. Das WEF ist zwar in der Schweiz gross geworden – der Hauptsitz liegt am Genfersee, die grosse Jahrestagung in Davos ist das Aushängeschild.

International aufgestellt

Doch das WEF ist längst international aufgestellt – mit Standorten in allen wichtigen Wirtschaftszentren rund um den Globus. Und diese globale Präsenz nutzt das WEF nun.

Das unterscheidet diesen Anlass denn auch von Sportclubs und Kulturveranstaltungen – diese sind lokal verankert und müssen mit den vorherrschenden Rahmenbedingungen umgehen. Das WEF hat Ausweichmöglichkeiten.

Weckruf für die Schweiz

Der Entscheid das WEF nach Singapur zu verlegen, mag am Image der Schweiz als Veranstaltungsort kratzen. Schliesslich – so der häufige Eindruck von aussen – laufe hierzulande alles immer wie am Schnürchen. Deshalb kann die Absage für die Austragung im kommenden Jahr auch ein Weckruf sein für die – manchmal etwas selbstgefällig, satte Schweiz.

Gleichzeitig ist die Verschiebung nach Singapur weder eine Premiere noch ist sie von Dauer. Schon einmal fand das WEF ausserhalb der Schweiz statt: 2002 in New York, im Nachgang zu den dortigen Terrorattacken.

Exklusiver Kreis

Und freilich weiss auch das WEF, dass erst Davos und die umliegenden Berge diesen Anlass von anderen Treffen massgeblich unterscheiden. Diese Einzigartigkeit schätzen die Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Eine Einzigartigkeit auch, die sich nicht replizieren lässt.

Klaus Schwab erhält viel Zustimmung, wenn er schreibt, dass die Gesellschaft im Nachgang zur Pandemie die Chance nutzen sollte, vergangene Muster zu verlassen und die Wirtschaft neu auszurichten. Gerade deshalb sei das Treffen nächstes Jahr so wichtig.

Allerdings ändert sich nichts daran, dass es ein exklusiver Kreis ist, der diesen Neustart planen soll. Und zwar im Rahmen des WEF. Nur nächstes Jahr halt nicht in der Schweiz.

Matthias Heim

Matthias Heim

Wirtschaftsredaktor, SRF

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Matthias Heim hat Wirtschaftsgeschichte studiert. Seit 2007 arbeitet er für Radio SRF, seit 2016 ist er Wirtschaftsredaktor. Seine Spezialgebiete sind Aviatik, Tourismus, Verkehr, Detailhandel und Energie.

Echo der Zeit, 7.12.2020, 18:00 Uhr

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Mich erstaunt etwas die Kleingeistigkeit der negativen Reaktionen auf das WEF. Klaus Schwab hat damit in Davos ein Treffen der Mächtigen und Einflussreichen geschaffen, welches weltweit Beachtung findet und das der Schweiz einiges an Renommee gebracht hat. Die Technologieentwicklungen und die Wirtschaftsschwerpunkte verlagern sich ohnehin allmählich von Europa nach Asien, neben den USA selbstverständlich. Da bleibt das WEF möglicherweise in Singapore und der Schweiz bleibt das Nachsehen.
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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Hoffentlich bleibt das WEF in ??! Und wenn zurück in die Schweiz, dann näher
    beim Flughafen und so, dass für die Bewachung nicht mehr die Armee
    Gebraucht wird
    Luzern / Bürgenstock wäre Ines gute Wahl.
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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Ich finde es gut, solche Veranstaltungen nicht immer an denselben 10 Orten weltweit abzuhalten. Andererseits wäre ein Ort etwas näher an internationalen Anbindungen schon empfehlenswert, es soll ja keine Erholungsveranstaltung sein oder?
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