Früher gab es ein paar wenige Storchen-Hotspots in der Schweiz – zum Beispiel Altreu im Kanton Solothurn. Heute sind Störche überall.
Beim Nationalen Pferdezentrum NPZ in Bern hat sich die Zahl der Nester innert eines Jahres verdoppelt. Zwölf Paare und zwölf Junge haben sich dort niedergelassen – so viele Störche gab es in der Stadt Bern, soweit bekannt, noch nie.
Nicht nur in der Stadt Bern habe sich die Population der Störche gewaltig entwickelt, sagt Peter Enggist, Geschäftsführer von Storch Schweiz. «Noch vor 50 Jahren gab es in der Schweiz fast keine Störche, nur rund 100 Brutpaare – heute sind es schweizweit rund 1300 Brutpaare.»
Gewaltige Entwicklung auch wegen Klima
Ein Grund für die starke Zunahme sei das Wetter in Europa, so Enggist. Dank milderer Winter finden die Störche hier einfacher Nahrung. Zum Beispiel Mäuse – «ein gutes Nahrungsmittel für Störche.»
Zudem sei für den Storch in der Schweiz ideal, dass die Landwirtschaft vergleichsweise kleinflächig verschiedene Pflanzen anbaue. «In Deutschland zum Beispiel, gibt es riesige Flächen aus den gleichen Kulturen», so Enggist. Das sei für Störche alles andere als optimal.
Klar, manche Menschen sehen vor allem den Dreck, den die Vögel verursachen können.
Kann es eigentlich irgendwann zu viele Störche geben? Peter Enggist glaubt es nicht. «Klar, manche Menschen sehen vor allem den Dreck, den die Vögel verursachen können.» Aber er glaube, dass die meisten Leute Freude haben, wenn sie mehr Störche sehen.