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Weniger Asylgesuche Bundesrat prüft Verzicht auf einzelne Asylzentren

  • Justizministerin Karin Keller-Sutter (FDP) lässt prüfen, ob die Kapazitäten im Asylwesen angepasst werden sollen.
  • Der Verzicht auf einzelne Asylzentren ist im Gespräch.
  • Möglichkeiten für eine effektivere Gestaltung des Wegweisungsvollzugs sollen geprüft werden.
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Aus dem Archiv: Asylverfahren sollen schneller umgesetzt werden
Aus Tagesschau vom 28.02.2019.
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Das Sem bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Zeitungen des CH-Media-Verlags. Über das weitere Vorgehen wolle die Bundesrätin im September entscheiden.

Bis dahin würden aber auch Massnahmen für eine Beschleunigung der Bearbeitung der Pendenzen im Asylbereich geprüft, sagte Sem-Sprecher Lukas Rieder. Daneben diskutierten sie auch Möglichkeiten, wie mit der tiefen Auslastung in den Bundesasylzentren umgegangen werden solle.

«Klar ist, dass die Kantone bei den Arbeiten miteinbezogen werden», sagte Rieder. Derzeit verfügt der Bund in den bereits feststehenden Zentren sowie in temporären Unterkünften über 4000 Betten. Ende Juni war weniger als jeder zweite Platz besetzt.

Standortsuche in Nordwestschweiz und Bern

Die bislang gültigen Pläne des Bundes sehen jedoch vor, die Kapazitäten unter anderem aufgrund des neuen Asylverfahrens auf 5000 Betten zu erweitern.

Heute betreibt der Bund an 19 Standorten Asylzentren, teils temporär. Er sucht derzeit noch nach je einem Standort für ein Zentrum in den Regionen Nordwestschweiz und Bern. Eine geplante Anlage in Schwyz stösst auf heftigen Widerstand der Kantonsregierung.

Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 zählte die Schweiz knapp 40'000 Asylgesuche. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 15'000. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres stellten gut 6000 Flüchtlinge ein Gesuch.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
    Der Fakt, dass die Asylgesuche seit 2015 extrem rückläufig sind ist ein starkes Indiz dafür, dass die populistische Rechte mit ihrer Behauptung, dass Flüchtlinge nur aus wirtschaftlichen Gründen in die Schweiz kommen, falsch liegen.
    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      @Roth: Fajt ist, dass es wegen Schengen/Dublin gar keine illegale Migranten in der CH geben dürfte. Da nützt ein Rückgang nichts.
    2. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      @Rondra: illegale Migranten dürfte es gar nirgends geben. Das ist ja gerade das Perfide am rechtsnationalistischen Vorgehen. Es werden Gesetze geschaffen, die unter Umgehung von weitherum als unantastbar geltenden Grundsätzen (Aslyrecht, Menschenrechte, Rettungspflicht, Würde) aus Menschen ohne deren Zutun illegale Migranten macht.
      Was soll denn das für ein Asylrecht sein, wenn sie den Menschen jede Möglichkeit nehmen Asyl zu beantragen? Jedenfalls keines das ich unterstütze.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es ist keine Schande, wenn Asyl suchende Menschen, miittels Arbeits-Einsätzen (Unterstützung in Gemeinden, Wald-und Flur, in der nachhaltig öko-logischen LW...), sich in dem Land nützlich machen, welches sie aufgenommen hat.
    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Und einen minimalen Anteil der Kosten zurückarbeiten.
  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Ich hoffe, dass es nicht nur bei der Prüfung der Wegweisungen bleibt.
    Aber mit der Reduktion der Zentren würde ich noch warten.