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Winterwetter Schnee wirbelt Verkehr durcheinander

  • Schnee und Glätte haben zu Verkehrsproblemen im Nordosten der Schweiz sowie in Deutschland und Italien geführt.
  • Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat wetterbedingt zwölf Flüge am Flughafen Kloten ZH gestrichen. Zusätzlich müssen Fluggäste mit Verspätungen rechnen.
  • In der Stadt Zürich war der gesamte Busbetrieb zeitweise eingestellt worden. Das Winterwetter führt zudem zu Einschränkungen auf der A1 Richtung St. Gallen.

Zuerst nass, dann Schnee. Die aktuelle Wetterlage hat gerade im Nordosten der Schweiz zu Problemen im Verkehr geführt. Am Flughafen Zürich strich die Swiss weitere zwölf Flüge. Die notwendige Enteisung der Flugzeuge trage zu den Verspätungen bei, teilte ein Swiss-Sprecher weiter mit. Es sei denn auch möglich, dass im Verlauf des Tages weitere Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Schneebedecktes Flughafenvorfeld mit Flugzeugen und Schneepflügen.
Legende: Bereits Anfang Jahr kam es zu Flugausfällen wegen der Wetterverhältnisse. (Bild: 2.1.2026) Keystone / Ennio Leanza

Gestrichen werden am Samstag Hin- und Rückflüge von Zürich nach Nizza (F), Frankfurt (D), Düsseldorf (D), London (UK), Mailand (I) und Luxemburg, hiess es weiter. Insgesamt mussten seit Beginn des neuen Jahres Stand Samstagmorgen 93 Swiss-Flüge wetterbedingt gestrichen werden. Seit Anfang Jahr waren laut der Lufthansa-Tochter rund 10'000 Passagiere betroffen.

Busse in der Stadt Zürich standen zeitweise still

Auch der öffentliche Verkehr in Zürich war für mehrere Stunden betroffen. In der Stadt war das Busnetz komplett lahmgelegt. Gemäss Angaben der Verkehrsbetriebe VBZ sind seit 15 Uhr einzelne Linien wieder in Betrieb – es kommt aber nach wie vor zu Verspätungen und Ausfällen. Auch die kantonalen Zürcher Verkehrsbetriebe ZVV melden Störungen – an verschiedenen Orten im Kanton komme es zu Ausfällen und Verspätungen aufgrund der Wetterlage.

Hinweis auf Monitor über Schnee- und Eisglätte im Verkehrsmittel.
Legende: Der gesamte Busbetrieb in Zürich war für mehrere Stunden wegen Schnee und Glätte eingestellt. SRF/Martin Horazdovsky

Ferner kam es in der Stadt St. Gallen zeitweise zu Problemen: Die Busse waren verspätet oder gar nicht unterwegs.

Zweithöchste Lawinen-Gefahrenstufe im Wallis

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Für das Wallis und im östlichen Alpennordhang der Schweiz besteht für Sonntag die zweithöchste Lawinen-Gefahrenstufe. Skifahrerinnen und Skifahrer sollten deshalb in diesen Regionen nicht abseits der Pisten unterwegs sein.

Die Gefahrenstufe gross (4 von 5) wird laut dem Lawinenbulletin des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF vom Samstag prognostiziert für verschiedene Regionen und Seitentäler im Ober- Mittel- und Unterwallis sowie für das nördliche Prättigau, das Sarganserland, Gadmertal, das nördliche Urseren, Glarus Süd-Grosstal, das Maderanertal, Guttannen, Glarus Süd-Sernftal und das Meiental.

Zu Verkehrsbehinderungen kam es auch auf der Autobahn A1 zwischen Oberbüren und Gossau SG. Schneeräumungsdienste mussten ausrücken.

Schneechaos auf Schweizer Strassen

Vorsichtiges Aufatmen in Deutschland

Auch im deutschen Zugverkehr kommt es wegen des Winterwetters nach wie vor zu Einschränkungen. Der Norden Deutschlands hat noch mit den Auswirkungen von Schnee und Schneeverwehungen zu kämpfen, der Schneefall verschiebt sich laut Prognose von der Mitte bis in den Süden Deutschlands.

Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr im Norden heute schrittweise wieder anrollen lassen – er ruht wegen des Unwetters seit Freitag. Im Bahnverkehr wird im Laufe des Tages mit Entspannung gerechnet – auch wenn es am Samstag noch zu Einschränkungen und Zugausfällen kommen kann.

Unwetter in Italien – Süden besonders betroffen

Unwetter mit starkem Wind, Regen und Schneefällen haben auch weite Teile Italiens erfasst. Vor allem in Mittel- und Süditalien kam es zu teils heftigen Regenfällen, insbesondere in Kampanien und Kalabrien. Zudem weht starker Wind entlang der Küsten der Toskana, Latiums und Kampaniens sowie in den Apenninen und auf den grossen Inseln Sizilien und Sardinien. Die Insel Capri ist wegen stürmischer See derzeit vollständig vom Festland abgeschnitten, wie Medien berichteten. Auch Ischia und Procida sind nicht erreichbar. Die Fährverbindungen zu den Äolischen Inseln vor Sizilien sind seit mehr als zwei Tagen unterbrochen.

Auch auf den italienischen Alpen kam es zu kräftigen Schneefällen. In den Apenninregionen Marken, Abruzzen und Molise schneite es stellenweise bis in Hügellagen.

SRF 4 News, 10.01.2026, 11 Uhr ; 

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