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Derzeit wenig Testkapazitäten in Schweizer Apotheken
Aus HeuteMorgen vom 23.03.2021.
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Zu wenig Testkapazitäten Gratis-Schnelltests: Kantonale Auflagen bremsen Apotheken aus

Apotheken sollen neu Gratis-Schnelltests anbieten. Doch nur wenige erfüllen die strengen Auflagen der Kantone.

Das Ziel klang realistisch: Pharma Suisse, der Dachverband der Apotheken, rechnete mit 600 Apotheken, die schweizweit Corona-Schnelltests durchführen können. Das entspricht einem Drittel aller Apotheken im Land.

Doch weit gefehlt. Denn aktuell bieten deutlich weniger Filialen Schnelltests an. Dies, obwohl solche Gratistests zu den offiziellen Anti-Corona-Massnahmen des Bundes zählen.

Kein einziger Schnelltest in Bieler Apotheken

Augenschein in Biel. Die zweitgrösste Stadt des Kantons Bern zählt über 56'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dennoch bietet keine einzige Apotheke in der Stadt einen Schnelltest an. Eine grössere Apotheke verweist auf Anfrage an die Kollegen in der Nachbargemeinde oder im über 30 Kilometer entfernten Bern.

Wir haben 26 Kantone und 26 verschiedene Anforderungen an die Apotheken.
Autor: Martine RuggliPräsidentin Pharma Suisse

Martine Ruggli kennt das Problem. Die Pharma-Suisse-Präsidentin sagt, von den 1800 Apotheken in der Schweiz würden nur etwa 280 Schnelltests durchführen: «Es ist relativ kompliziert, denn wir haben 26 Kantone und 26 verschiedene Anforderungen an die Apotheken.»

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Wie genau sind die Corona-Tests?
Aus SRF News vom 03.12.2020.
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Dazu kommt, dass diese Anforderungen ziemlich hoch sind. Ein Beispiel: Für Kunden, die einen Covid-Schnelltest durchführen möchten, brauche es einen eigenen Raum mit separatem Ein- und Ausgang. «Es ist klar, dass das für manche Apotheken nicht machbar ist», so Ruggli.

Kantone zeigen wenig Entgegenkommen

Die Präsidentin des Apothekerverbands ist überzeugt, dass mehr Apotheken mitmachen würden, wenn die Kantone ihre Anforderungen vereinfachen würden. Doch die Kantone planen im Moment nichts in diese Richtung.

Die Auflagen dienen dem Schutz der Kunden und des Personals.
Autor: Tobias BärKommunikationsverantwortlicher Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz

«Diese Auflagen dienen dem Schutz der anderen Kunden und nicht zuletzt auch dem des Personals», argumentiert Tobias Bär von der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Auflagen sollen Ansteckungsrisiko minimieren

Die Begründung: Wer sich testen lasse, sei eventuell Corona-positiv und sollte daher nicht mit den übrigen Kunden in Kontakt kommen. Die strengen Auflagen an die Apotheken würden das Ansteckungsrisiko minimieren.

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Schnelltest-Anfragen überfordern Apotheken
Aus Tagesschau vom 22.03.2021.
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Der Bundesrat empfiehlt derweil, sich vor Familienfesten aus Sicherheitsgründen testen zu lassen. Die Apotheken werden jedoch wahrscheinlich viele abweisen müssen, die sich unmittelbar vor Ostern einen kostenlosen Schnelltest wünschen.

Erleichterung bringen könnten die Selbsttests für daheim. Bloss sind die bisher nicht zugelassen.

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HeuteMorgen, 23.03.2021, 06:00 Uhr

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77 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Boller  (THINK)
    Vorschlag: Analog den Impfzentren Testcenter aufbauen. In unserem Kanton jedenfalls funktioniert das Impfzentrum sehr gut. Wäre so auch für das Testen denkbar.
  • Kommentar von Norbert Otto Kärcher  (All-In1)
    @ Verena Schärer
    "Shootdown" gibt es (hoffentlich) nicht in Zusammenhang mit Corona. Das würde nämlich niederschiessen (o.ä.) heissen (und übrigens auseinander geschrieben). Wir hatten sehr wohl einen Lockdown (fast alle Geschäfte waren geschlossen; Gastronomie, Fitnesscenter, die meisten Veranstalter von Konzerten etc. befinden sich immer noch im Lockdown, sind immer noch zwangs-geschlossen). Lockdowns gibt es übrigens in verschiedenster Ausprägung. Nichts für ungut und alles Gute.
  • Kommentar von Fredy Bietenhader  (asi es)
    Wie können sie schreiben, dass Deutschland die Pandemie nicht im Griff hat, bei uns scheint es mir noch viel schlimmer.
    Zugelassener Impfstoff, jedoch nichts bestellt
    Zuwenige Impfstoffe
    Keine Schnelltests
    Mehr Todesfälle als in D
    CH hat noch nicht kapiert, dass die Zeit die Währung ist und sich langsam verabschieden von dem Schneckentempo und ewigen Kontrollen und Nachkontrollen