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Zugvögel als Gefahr Bund warnt vor Vogelgrippe

  • In den Augen des Bundes ist die Gefahr einer Vogelgrippe in der Schweiz gross.
  • Deshalb empfehlen die Behörden konkrete Massnahmen zum Schutz der Tierbestände.
  • Auslöser für die Hochstufung sind bestätigte Fälle von hochansteckender Vogelgrippe in kommerziellen Trutenmastbetrieben in Polen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bekannt gab.
  • Aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Tschechien liegen ebenfalls bestätigte Fälle bei Puten, Legehennen, Enten, Gänsen und Perlhühnern aus Mastbetrieben oder Hobbyhaltungen vor.
Video
Aus dem Archiv: Geflügelfarm in Polen von Vogelgrippe betroffen
Aus News-Clip vom 03.01.2020.
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Bei der neusten hochpathogenen Geflügelpest handelt es sich um den Subtyp H5N8. Das BLV geht von einem neu assortierten Virus mit mutmasslichem Ursprung in Russland aus. Auch bei einem Wildvogel in Deutschland wurde das hochansteckende Virus diagnostiziert.

Ob von den Wildvögeln eine Gefahr für das hiesige Nutzgeflügel ausgeht, hängt vom Zugverhalten der Wildvögel ab. Sollte in den nächsten Tagen eine Kältewelle auftreten, könnten die aufgrund der milden Witterung stationär gebliebenen Vögel doch noch südwärts ziehen und auf den Mittellandseen der Schweiz ankommen.

Verbreitet werden könnte das Virus auch wegen der intensiven europäischen Handelsbeziehungen im Geflügelsektor. Die betroffenen Staaten haben unterdessen die erforderlichen Massnahmen getroffen. Dabei wird namentlich der Handel mit Tieren aus betroffenen Gebieten unterbunden.

Hygienemassnahmen verbessern

Das BLV schreibt, wegen der Zugvögel im Überwinterungsgebiet in der Schweiz müsse derzeit von einem erhöhten Risiko ausgegangen werden, dass das Virus eingeschleppt werde. Die Geflügelhalter werden aufgefordert, die Hygiene- und Biosicherheitsmassnahmen in ihren Betrieben zu überprüfen und nötigenfalls zu verbessern.

Die Früherkennung ist laut BLV zentral. Es bittet die Bevölkerung, wachsam zu sein und tote, beziehungsweise kranke wild lebende Wasservögel einem Wildhüter oder dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Die Untersuchung von toten und kranken Wildwasservögeln sei nötig, damit ein aktuelles Seuchengeschehen möglichst früh erkannt werden könne.

Letzter Fall stammt aus Jahr 2017

Seit Mitte Dezember 2019 wurden gemäss einer Aufstellung des BLV insgesamt sechs tote Wildwasservögel, meist Höckerschwäne, aus dem Genfer-, Bieler- und Wohlensee untersucht. In allen Fällen war der Befund negativ, die Tiere waren also nicht an Vogelgrippe erkrankt beziehungsweise gestorben.

Der letzte bestätigte Fall von Vogelgrippe stammt von Ende Dezember 2017 aus Erlach BE am Bielersee.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Einfach der Klarheit halber, nicht die Zugvögel sind die eigentliche Gefahr, sondern die kapitale VerWarung von Tieren, von allem was uns die Natur gratis und franko zur Verfügung stellt. Wir sollten die wahren Verursacherprinzipien ausmachen und nicht immer Alles auf DIE Natur schieben. Diese geht auf ihre Weise mit dem Vorgegebenen um und ist von einer genialen Kohärenz im Gegensatz zu uns Menschen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    DER Bund soll sicht nicht damit begnügen zu warnen. Er soll aktiv werden, dieser verachtenden Form von industrieller Tierfabriken, wo es geht zu unterbinden und respektvolle Formen von Tierhaltung, die den Namen verdienen mit allen Mitteln fördern. Die Handelsfreiheit oder wie immer dies heisst darf nicht mehr auf Kosten der Mitwesen, der Menschen, die an solchen Orten ihre Arbeiten verrichten müssen und der Menschengesundheit gehen.
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    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Wenn wunderts, wenn Krankheiten sich ausbreiten? Ein niedriger Preis für den Konsumenten ohne Tierquälerei das ist kaum möglich. Ein qualvoller Lebendrupf an Gänsen in Ungarn und Polen. Die Verletzungen werden ohne Betäubung zugenäht. Pelz aus Polen: Millionenfache Tierquälerei.Schmutzigen Geschäfte der Welpenschmuggler aus Osteuropa. Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen – Das unsägliche Leid der Hühner. Wie ist möglich, das EU solche Tiermisshandlungen Fleischimporte akzeptiert?
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  • Kommentar von Bruno Schelker  (4435Lord)
    Wenn so viele Hühner (Massenhaltung) in einem Stall leben, ist die Gefahr einer Krankheit sehr gross.
    Schade, dass die Tiere darunter leiden müssen.
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    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      In den Oststaaten herrschen grausame und Tierquälerische Mastbetriebe wo es nur um das Geld geht. Jede Tierart ist eng aufeinander gepfercht, schlimmer geht es nicht. Gilt auch für Pelzfarmen in Polen. In Polen werden die Pferde in dunklen Ställen gehalten. Die Pferde sollen sich nicht bewegen, sondern den ganzen Tag Kraftfutter fressen, damit sie möglichst schnell fett werden. EU-Transport-Verordnung für Tiere werden missachtet. Fleisch aus den Oststaaten wird auch in der Schweiz verkauft.
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