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Urs Leuthard: «Der Bund hat nicht immer geglänzt bei der Digitalisierung»
Aus 10 vor 10 vom 19.05.2021.
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Zurück zur Normalität? Corona: Die grosse Hoffnung und das kleine Unbehagen

Wir hatten uns schon dran gewöhnt, dass in dieser Pandemie alles langsam, viel zu langsam geht. Die Impfstoff-Lieferungen. Der Rückgang der Infektionskurve. Die Entwicklung des Covid-19-Zertifikats. Die Entscheidungen der Politik im Allgemeinen und des Bundesrats im Speziellen. Die Normalität wurde uns zwar immer wieder versprochen, bald, in ein paar Monaten, irgendwann. So richtig geglaubt haben wir es nicht.

Zertifikat nur für die Übergangsphase

Und nun das: Das Covid-19-Zertifikat wird bereits ab dem 7. Juni zur Verfügung stehen, nicht erst Ende Juni, wie das BAG ursprünglich kommuniziert hatte. Und der Bundesrat hat heute die Rahmenbedingungen festgelegt, in denen das Zertifikat für Geimpfte, Getestete und Genesene in Zukunft eingesetzt werden kann.

«In Zukunft» heisst konkret: die nächsten zwei bis drei Monate. Denn der Bundesrat hat auch klargemacht, dass das Zertifikat nur in einer Übergangsphase eine grosse Rolle spielen soll, bis die sogenannte Normalisierungsphase in Kraft tritt. Im besten Fall ist das im August.

Corona – ein unberechenbares Ding

Die Normalität, die sich vorher nur als flüchtige Verheissung angedeutet hatte, wird nun plötzlich sehr konkret. Selbst Bundesrat Alain Berset schien das an der heutigen Medienkonferenz nicht ganz geheuer: «Es mag ein wenig speziell oder fast bizarr erscheinen, dass wir jetzt, nach 15 Monaten Pandemie, sagen: Sie ist fast zu Ende.»

Doch die letzten 15 Monate haben uns auch gelehrt: Die Pandemie ist ein unberechenbares Ding. Wenn wir uns an schönen Tagen und einer scheinbaren Normalität erfreuen, schleicht sich heimtückisch die nächste Welle an. Wenn die Zahlen sinken, wandert eine neue Variante ein; aus Grossbritannien, Indien, woher auch immer.

Deshalb glauben wir erst an die wiedergewonnene Normalität, wenn sie da ist. In ein paar Wochen. Im August. Irgendwann.

Urs Leuthard

Urs Leuthard

Leiter TV-Bundeshausredaktion SRF

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Seit Sommer 2020 ist Urs Leuthard Leiter der Bundeshausredaktion von Fernsehen SRF. Bereits seit 2002 moderiert er das «Abstimmungsstudio» und analysiert Wahlen und Abstimmungen. Bis 2008 war er Moderator und Redaktionsleiter der «Arena», danach wechselte er zur «Rundschau», bevor er 2012 die Redaktionsleitung der «Tagesschau» übernahm. Ab 2016 leitete Urs Leuthard die Newsroom-Entwicklung beim Fernsehen SRF.

SRF 4 News, 19.05.2021, 15:30 Uhr

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Klossner  (znurbs)
    Dieser Beitrag ist sehr perönlich geschrieben und nicht neutral. Für eine private Zeitung oder als Autor (Ob Hobby, Blogger oder Beruflich), sicher angemessen, um seine Meinung kunt zu tun. Für eine steuerliche bezahlte Nachrichten Gesellschaft, ist es doch eher schlecht.
  • Kommentar von Delmar Lose  (DeLo)
    Und die Meinungsmanipulation geht weiter! Kleines unbehagen? Es ist absolut daneben was sich die Regierung hier erlaubt!
    Wer glaubt das diese Geschichte ein Ende hat ist wirklich naive, fileicht irgendwan mal aber wohl kaum jetzt.
    1. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      woher nehmen sie die authorität zu wissen was daneben ist und was nicht. es ist nur ihre subjektive meinung basierend auf einer sehr selektiven interpretation der ereignisse. das ist ok. mehr aber auch nicht.
    2. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Ruhig Blut. Das ist eine Analyse eines Medienschaffenden. Nichts mehr oder weniger. Wenn Sie sich ständig manipuliert fühlen so lesen Sie doch vielleicht besser keine Berichte und Analysen mehr?
  • Kommentar von Joel Benz  (J.Benz)
    Nach der Welle ist vor der Welle. Das wird wohl immer so bleiben, wie bei der Grippe auch. Und dort sind bis zu 3000 Tote pro Jahr mit einem Schulterzucken der Gesellschaft von uns gegangen. Warum? Weil normal und bekannt, und irgendwann wird es auch normal sein dass, wenn man die Wirksamkeit der Impfstoffe über die aktuellen Kurven legt, ein paar hundert pro Jahr tragischerweise an Covid sterben. Ein Nullrisiko wird es wohl nie geben. Die Frage ist, wie lange es dauert bis wir das akzeptieren.
    1. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      Herr Benz es geht ja nicht um die toten sondern um die Impfung damit die Pharmaindustrie Milliarden Gewinne ausweisen können.
    2. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Jaja so kann nur jemand sprechen der keine langzeit Schäden von Covid19 davon trug. Schön für euch. Kennt ihr die Zahlen zu longcovid? Zwischen 10 und 30!% der infizierten werden voraussichtlich ihr ganzes leben mit den folgen der Infektion zu kämpfen haben, mich inbegriffen. Aber ich danke euch fürs KK und steuern Zahlen( meine Kosten im letzten Jahr beliefen sich auf mittlerweile über 200000 fr) und nochmals wir sind alle geimpft! Masern, Kinderlähmung, Poken usw. Auf eine mehr kommst nicht an
    3. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Natürlich Herr Ellenberger: Sie suggerieren implizit, dass die Pharmaindustrie das Virus gewollt oder gar produziert habe. Das ist wieder mal aus der Ecke der Verschwörungstheorien.

      Benz: Der Vergleich mit der Grippe ist Hanebüchen. Covid ist ansteckender, tödlicher und genau deshalb hat man weltweit reagiert.
    4. Antwort von Joel Benz  (J.Benz)
      Lehmann: Ich betone nochmals dass mein Szenario voraussetzt dass sich die Impfwilligen impfen lassen konnten und Medikamente verfügbar sind. Dadurch werden die Todeszahlen durchaus mit der jährlichen Grippe vergleichbar, wenn nicht gar tiefer liegen. Dass man ohne diese Schutzmittel anderst reagieren muss stelle ich nicht in Frage, sondern die Art und Weise, wie wir mit diesem Virus umzugehen gedenken, wenn Impfungen und Medikamente verfügbar sind.
    5. Antwort von Joel Benz  (J.Benz)
      Stäheli: Ja, als Nichtbetroffener geht mir so ein Statement leicht von der Zunge. Mein beschriebenes Szenario ist vielleicht nicht das schönste, aber basierend auf dem was ich zu diesem Thema weiss halte ich es für das realistischste.
      Ja, ich kenne diese Zahlen, und ich kenne auch Studien die besagen dass der LC-Anteil von zunächst 20% auf rund 2% nach 3 Monaten zurückgeht. Ich wünsche Ihnen ganz von Herzen, dass Sie bald nicht mehr zu den besagten 2% gehören, sofern diese Zahl stimmt.
    6. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Danke für ihre guten Wünsche. Und leider gehöre ich zu denen die es langfristig mit sich Rum tragen werden. Ich nenne ihnen auch den Grund. Meine Infektion war im Februar 2020, als wir noch keine Masken trugen und uns auf den Füssen standen. Ich will darauf hinaus dass die Dosis das Gift macht. Ja wir hatten mildere Verläufe aber eben nur dank den Massnahmen. Und noch zu ihrer Einschätzung, glaube nicht dass sie oder ich qualifiziert sind, hier zu prognostizieren, oder? Glauben ist nicht wissen.
    7. Antwort von Dominic Müller  (Domi3)
      Ich hoffe, dass bezüglich LC seriöse Studien bald folgen werden. Insbesondere, wie das Risiko bei Geimpften liegt. Fakten statt Emotionen wären sehr wünschenswert. Mit Fakten meine ich seriöse Erfassungen mit objektiven Daten, keine Onlinebefragungen und keine Kohortenstudien. Also eine Arbeit, die im NEJM oder Lancet publiziert werden kann.
    8. Antwort von Joel Benz  (J.Benz)
      Stäheli: Ich habe ja auch bewusst den Begriff SZENARIO verwendet. Ich folge dem Vorbild der Task Force: Basierend auf dem gegenwärtigen Wissen Szenarien kreieren, und das sind ja bekanntlich keine Prognosen. Spass bei Seite, das tut mir sehr leid zu hören. Aber wie ziehen Sie den Schluss, dass nach Einführung der Massnahmen die Infizierten einer geringeren Dosis ausgesetzt waren? Bekanntlich erfolgen die meisten Ansteckungen im Privaten, wo normalerweise eben keine Massnahmen umgesetzt werden.
    9. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Herr Müller trauen sie mir Objektivität nicht zu weil ich weiblich oder selbst betroffen bin? Unverschämtheit! Ich spreche wöchentlich mit verschiedensten Ärzten, von Rheumatologen bis Hämatologen und kann mir daher ein Bild der Lage machen. Und das schüren von Angst und Hysterie bezüglich der Impfung ist masslos übertrieben und kommt von einer gewissen Seite. Schade dass so viele Menschen auf selbsternannte "Mediziner" hereinfallen.
    10. Antwort von Dominic Müller  (Domi3)
      Frau Stäheli: Ihr Schicksal tut mir selbstverständlich extrem Leid. Ich bin Alles Andere als ein Gegner der Impfungen. Ich wollte sagen, dass ich hoffe, dass sich das Problem LC mit der Impfung bessert, darum hoffe ich auf Studien. Es tut mir Leid, dass ich mich in dem Fall missverständlich ausgedrückt habe.
    11. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Weil wir von aussen schon weniger mit 'geschleickt' haben. Sry aber 1+1=2. So einfach ist das. Man darf aber gern aus unwissen oder Langeweile dass ganze aufblähen. Natürlich ist auch die Behandlung von Covid19 besser geworden. Heute wissen die Ärzte welche Medikamente helfen und verabreichen sie auch dementsprechend. Und wir haben uns auch bei Familienmitglieder, die nicht in unserem Haushalt leben, stark zurückgehalten. Und an alle die es nicht machten; danke für das hinaus zögern ;-)
    12. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Mir tut es auch leid, ganz ehrlich. Ich mag es einfach nicht mehr hören all diese selbsternannten "Experten". Auch ich hoffe inständig darauf dass die Zahlen tiefer liegen werden und erwarte fachmännisch gegen geprüfte Studien die in namhaften Fachjournalen veröffentlicht werden. Ich wünsche uns allen eine gute Gesundheit, die Kraft und Ausdauer dass ganze zu überstehen und zu verdauen :-)\/
    13. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      @Franz Lehmann Wenn schon jetzt für das nächste Jahr x Impfdosen Weltweit bestellt werden reiben sich die Pharmaindustrie automatisch die Hände. Ich habe bei meinem Kommentar niergens erwähnt das die Pharmaindustrie das geplant hatte. Und deshalb bitte ich Sie nicht orgend etwas zu