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Armee will Prävention verbessern
Aus HeuteMorgen vom 25.03.2021.
abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
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Zusammenarbeit mit SIG Für Antisemitismus soll in der Armee kein Platz sein

Die Schweizer Armee und der Schweizerische Israelitische Gemeindebund wollen Diskriminierung gemeinsam vorbeugen.

Ständige Witze über Juden und den Holocaust – das Wort «Jude» als Schimpfwort – Hitler-Bilder in der WhatsApp-Gruppe. Diese Erlebnisse eines jüdischen Rekruten veröffentlichte der «Tages-Anzeiger» Anfang Jahr.

Auch wenn ein solch antisemitisches Verhalten in den meisten Einheiten der Schweizer Armee nicht an der Tagesordnung ist, so betont die Armeeführung doch klar und unmissverständlich, dass jeder derartige Fall einer zu viel sei. Bei Diskriminierung und Respektlosigkeiten gelte eine Null-Toleranz-Politik.

Prävention verbessern

Gegenüber Radio SRF bestätigt die Armee, dass sie derzeit in Gesprächen mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund SIG, dem Dachverband der Schweizer Jüdinnen und Juden, steht. Es geht darum, wie die Prävention verbessert werden könnte. Die Rede ist von einem Pilotprojekt, die genaue Form ist aber noch offen.

Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Israelitischen Gemeindebundes, lobt, wie offen und konstruktiv die Armee mit dem Thema umgeht: «Die Armee hat uns auch angesprochen und gesagt, dass sie im Bereich Sensibilisierung etwas tun will. Das schätzen wir sehr.»

Vorfälle in Truppe verhindern

Der jüdische Dachverband hat bereits Erfahrungen in diesem Bereich. So organisiert er seit einiger Zeit Veranstaltungen an Schulen und in der Tourismusbranche, in denen er über das jüdische Leben informiert und Vorurteilen und Klischees entgegenwirkt.

Nachdem der Schweizerische Israelitische Gemeindebund mit der Armee bereits eine Partnerschaft im Bereich der Armeeseelsorge abgeschlossen hat, strebt er jetzt also auch eine Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung an, um antisemitische Vorfälle in der Truppe möglichst zu verhindern.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 25.03.2021, 06:00 Uhr

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Furrer  (rico1)
    Es ist mehr als beschämend, was im Militär bezüglich Antisemitismus läuft. Aus eigener Erfahrung weiss ich wie primitive Judenwitze im Miliär, auch vom Kader erzählt werden.
    Selbst bei den Hackplätzli... es ist ungeheuerlich und unaussprechbar was da gesagt wird.
    Ein durch und durch primitiver Verein. Nie hat ein Offizier dagegen interveniert.
  • Kommentar von Raphael Waller  (Philip W.)
    Das Vorgehen gegen antisemitisches Gedankengut ist sicher keine schlechte Entscheidung. Aber wenn man schon dabei ist, könnte man auch gerade nocht gegen die Verbreitung von frauenfeindlichen Ideen etwas unternehmen. Erfahrungsgemäss (habe die Winter-RS 20 gemacht) ist dies ein noch grösserer Teil, der Frauen immer noch als gering betrachtet und objektiviziert.
    1. Antwort von Stephan Baumann  (Stephan Baumann75)
      Da würde echte Gleichberechtigung helfen: also eine Dienstpflicht auch für Frauen oder eine Abkehr vom Milizheer. Junge Männer unter sich werden mal etwas derber, ist normal.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Es wird die Zeit kommen, da wird das Wort "Jude" als rassistisch konnotiert sein und muss mit "israelitisch" oder Ähnlichem ersetzt werden.
    Das gleiche geschah früher mit den Begriffenwie: Moor, Zigeuner, Muselmane etc. Ob dann aber irgend etwas besser wird bezweifle ich.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Mohr, nicht Moor, sie haben wohl noch nie ein Moorbad genommen