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Kantone wollen keine Reisequarantäne
Aus Tagesschau vom 16.09.2021.
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Zwei Tests oder Quarantäne? Bundesrat entscheidet über Reiseregeln für die Herbstferien

  • Der Bundesrat entscheidet heute über die Einreiseregeln in die Schweiz. Sie gelten ab Montag.
  • Es stehen zwei Varianten zur Diskussion: Ein zweiter Test, dessen Resultat an die Kantonsbehörden übermittelt wird, oder eine zehntägige Quarantäne.
  • Ein weiteres Thema dürften die Kosten der Coronatests sein. Diese sollen für asymptomatische Personen ab 1. Oktober kosten.

Für nicht geimpfte oder nicht genesene Personen wird das Reisen in den Herbstferien anspruchsvoller und teurer. Sie müssen ab Montag für die Einreise in die Schweiz einen negativen Test vorweisen. Das beschloss der Bundesrat bereits vor einer Woche.

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Aus dem Archiv: Guy Parmelin: «Mehr Freiheiten mit Zertifikat»
Aus News-Clip vom 08.09.2021.
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Der negative Testnachweis muss für die Einreise mit allen Verkehrsmitteln erbracht werden, nicht nur mit dem Flugzeug. Zudem müssen nicht geimpfte oder genesene Personen ein elektronisches Einreiseformular ausfüllen. Das Passagier-Lokalisierungsformular ist bereits in vielen EU-Staaten Pflicht.

Zwei mögliche Varianten

Der Bundesrat bespricht zwei Varianten. Bei der ersten Variante muss nach vier bis sieben Tagen ein zweiter Test gemacht werden. Das Resultat dieses zweiten Tests muss an die Kantonsbehörden übermittelt werden.

Bei der zweiten Variante müssen nicht geimpfte oder genesene Personen nach der Einreise für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann frühestens nach sieben Tagen mit einem negativen Test aufgehoben werden.

Der Bundesrat will die Einhaltung der neuen Einreiseregelungen verstärkt kontrollieren und Verstösse mit Bussen sanktionieren. Die Kantonsregierungen richteten ihre Stellungnahmen direkt an den Bund, hiess es bei der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Kostenübernahme der Coronatests

Ein weiteres Thema, das den Bundesrat beschäftigen dürfte, sind die Kosten der Coronatests. Ende August beschloss der Bundesrat, dass die Kosten für Tests bei asymptomatischen Personen nicht mehr vom Bund übernommen werden.

Dieser Entscheid stiess teils auch im Parlament auf Widerstand. Grüne, SP, Mitte-Partei und SVP verlangen, dass der Bundesrat auf den Entscheid zurückkommt und die Tests für alle kostenlos bleiben.

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Bleiben Corona-Tests nun doch gratis?
03:09 min, aus Rendez-vous vom 15.09.2021.
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Der Bund bezahlt heute 47 Franken an Ärzte, Apotheken und Veranstalterinnen, die Antigen-Schnelltests durchführen. Die Kosten für die Tests dürften für Selbstbezahlende höher ausfallen. Es wird mit 50 Franken bis 70 Franken gerechnet.

Tagesschau, 17.09.2021, 19:30 Uhr;

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65 Kommentare

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  • Kommentar von Magdalena Maria Berkhoff  (Regards)
    Die WHO hat in ihrer wöchentlichen Mitteilung zu COVID vom 24.8.21 festgehalten, dass Geimpfte und Ungeimpfte das Virus gleichermassen übertragen. Daher ist diese Differenzierung nach Impfstatus bei Einreise bezüglich Eindämmung der Pandemie nicht sinnvoll. Im Gegenteil: Geimpfte könnten fälschlicherweise annehmen, sie würden weniger zur Ausbreitung der Pandemie beitragen als Ungeimpfte. Das ist gemäss WHO nicht der Fall (Mit Impfung sind jedoch schwerere Krankheitsverläufe seltener)
    1. Antwort von Hans Saunier  (Saunier)
      Leider beruhen diese Entscheidungen nicht auf medizinischen Erkenntnissen, sondern sind eindeutig politisch motiviert, um Druck auf die Nichtgeimpften auszuüben und sie auf Umwegen zur Impfung zu zwingen, indem ihnen so viele Hindernisse in den Weg gelegt werden, dass ihr Leben sozial und finanziell unerträglich wird.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Ich würde generell für Reiserückkehrer eine Quarantäne vorsehen.
    Durch das viele Reisen über weite Strecken zu andern Ländern verbreiten sich das Virus nämlich am besten. Da wäre es natürlich "günstig" wenn man es schon an der Grenze erkennen und abwehren könnte.
    1. Antwort von Simone Zbinden  (SZbinden)
      ich bin dagegen. 1 pcr test reicht völlig, so wie im übrigen europa. kann nicht sein, dass man einfach mal alle rückkehrer prophylaktisch in quarantäne steckt. im übrigen hatte der bund es im sommer verkakt und nun alle schweizer rückkehrer damit zu strafen, finde ich unangemessen.
      ich (2x geimpft) zum beispiel fliege in 2 wochen mit einer ungeimpften pers. nach irland und sie hält sich seit monaten an alle regeln, und ist auch bereit, die tests ab 1.10. selber zu berappen.
    2. Antwort von Michael Richter  (michi.mr)
      Nein. Das Reisen ist nicht das Problem. Das Problem ist die Personengruppe, die unsere Spitäler verstopft. Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Ich freue mich jedenfalls auf die wohlverdienten Herbstferien in Griechenland und die einfache Einreise.
  • Kommentar von Rainer Barmet  (..., mit freundlichem Gruss)
    Ich bin für Variante 3... aber die hat man medial gestern wunderbar entsorgt. Zuerst das Gespenst Quarantäne, dann die Info, dass das alle Kantone nicht wollen und im Unterton entsteht der Eindruck, seid doch dankbar, nur 2x zu testen.