Zum Inhalt springen

Header

Audio
Bleiben Corona-Tests nun doch gratis?
Aus Rendez-vous vom 15.09.2021.
abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
Inhalt

Zertifikatspflicht Kostenpflichtige Corona-Tests: Der Druck auf den Bundesrat steigt

Ab dem 1. Oktober sollen die Tests kosten, beschloss der Bundesrat. Im Parlament finden Gratistests eine breite Zustimmung.

Einige Parteien sind mit den kostenpflichtigen Coronatests nicht einverstanden. Die neueste Forderung für Gratistests kommt nun von der SVP im Bundesparlament. Sie hat gestern einen Vorstoss beschlossen. Einen Vorstoss, den das Parlament noch beraten und beschliessen müsste – das dauert. Die SVP hofft darum auf den sehr kurzen Dienstweg.

Video
Sollen Corona-Tests kostenlos bleiben?
Aus Tagesschau vom 15.09.2021.
abspielen

In einem Gespräch mit Alain Berset hätten Vertretende der SVP-Fraktion dem Bundesrat klargemacht, was sie verlangen, so SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi. «Wir haben grosse Hoffnung, dass der Bundesrat am Freitag auf seinen Beschluss zurückkommen könnte.»

Wir haben grosse Hoffnung, dass der Bundesrat am Freitag auf seinen Beschluss zurückkommen könnte.
Autor: Thomas Aeschi Nationalrat (SVP/ZG)

Zudem tagt am Donnerstag die Gesundheitskommission des Nationalrats. Sie will mit einem Brief an den Bundesrat weiteren Druck aufsetzen. Denn eine Mehrheit im Parlament ist für Gratistests für alle.

Auch die zweitgrösste Fraktion, die SP. «Die Tests müssen gratis sein, mindestens noch eine Weile. Denn es konnten noch nicht alle geimpft werden und die Tests sind teuer», so SP-Fraktionschef Roger Nordmann.

Die Tests müssen gratis sein, mindestens noch eine Weile.
Autor: Roger Nordmann Nationalrat (SP/VD)

Einen parteipolitischen Seitenhieb konnte er sich nicht verkneifen: «Das Paradoxe ist, dass es die SVP-Bundesräte sind, die beantragt haben, dass die Tests nicht mehr gratis sind. Und jetzt macht die SVP im Nationalrat genau das Gegenteil.»

Die Grünen fordern ohnehin seit langem, die Gratistests beizubehalten. Jetzt eile es, so Fraktionschefin Aline Trede, denn die Tests sind bereits ab dem 1. Oktober kostenpflichtig: «Wir haben immer gesagt: Wenn die Zertifikatspflicht ausgeweitet wird, müssen die Tests unbedingt gratis sein.» 

Wir haben immer gesagt, wenn die Zertifikatspflicht ausgeweitet wird, müssen die Tests unbedingt gratis sein.
Autor: Aline Trede Nationalrätin (Grüne/BE)

Auch die Mitte signalisiert Wohlwollen. Zumindest ein paar Tests pro Monat sollten gratis sein, findet Fraktionschef Philipp Matthias Bregy und hofft auch auf Tempo: «Das Ziel muss sein, dass man in der Bevölkerung rasch möglichst Klarheit schafft.» Gerade für jüngere Menschen könnte das ein wichtiger Ausgleich sein. 

Das Ziel muss sein, dass man in der Bevölkerung rasch möglichst Klarheit schafft.
Autor: Philipp Matthias Bregy Nationalrat (Mitte/VS)

Nur zwei Parteien sind skeptisch. Die Grünliberalen wären nur mit einer Zwischenlösung einverstanden, eine Verlängerung der Gratistests um ein paar Wochen – als letzte Frist für die, die sich doch noch impfen lassen wollen. Die FDP ist grundsätzlich gegen Gratistests für Symptomfreie.

«Selbstverständlich ist es immer angenehmer, wenn man den Leuten alles gratis offerieren kann», sagt FDP-Fraktionschef Beat Walti. Man wisse aber, dass die Pandemiebekämpfung nur mit einer hohen Impfquote möglich ist. «In der Schweiz hinken wir hinterher. Der Druck muss aufrechterhalten werden.» 

In der Schweiz hinken wir hinterher. Der Druck muss aufrechterhalten werden.
Autor: Beat Walti Nationalrat (FDP/ZH)

Walti ist mit seiner Meinung im Parlament klar in der Minderheit. Möglich also, dass der Bundesrat bald auf seinen Entscheid zurückkommt. Wenn nein, müsste das Parlament doch den längeren Dienstweg einschlagen.

Quelle: BAG, 15.09.21 Kosten für Corona-Tests ab 1. OktoberDas müssen Sie wissen: Erhalt eines Covid-Zertifikates Kein Erhalt von Covid-Zertifikaten Antigen-Schnelltest 50-80 Franken* 160-190 Franken* 48 Stunden 72 Stunden 15 Minuten innert 24 Stunden PCR-Test Ohne Symptome: Mit Symptomen: Alternative Kostenpunkt Auswertung Gültigkeit Bei Personen, die sich nicht impfen lassen können und Kindern unter 16 Jahren werden Antigen-Schnelltests vom Bund bezahlt.Für PCR-Tests müssen sie selber aufkommen. Tests sind in Testzentren, Spitälern oder Apotheken erhältlich. *Preise variieren nach Einrichtung und Kanton. Selbsttests sind ebenfalls kostenpflichtig undberechtigen nicht zum Erhalt eines Zertifikats. Selbsttests sind ebenfalls kostenpflichtig Der Bund übernimmt die Kosten für die Tests, diese berechtigen aber nicht zum Erhalt eines Zertifikats.Bei einem negativen Befund muss man sich für ein Zertifikat zusätzlich kostenpflichtig testen lassen. C T C T

SRF 4 News, Rendez-vous, 15.09.2021, 12:30 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

278 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Stephan Brodbeck  (StephanB)
    Die Imfung ist ein Problem aus der Sicht des Rechts auf körperliche Unversehrtheit?
    Wie sieht es denn mit dem Recht derjeningen aus, die sie anstecken? Diese haben offensichtlich kein Recht auf körperliche Unversehrtheit!!!
    1. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Doch, die können sich impfen lassen oder/ und die Hygienemassnahmen einhalten: FFP-2 Masken tragen, Menschenansammlungen meiden, regelmässig Hände waschen, in die Ellbeige niesen, usw.
  • Kommentar von Stephan Brodbeck  (StephanB)
    Lustig, sonst fordert die SVP den Abbau des Sozialstaates. Aber da es im Interesse der Impfverweigerer aus den eigenen Reihen ist, soll nun doch der Sozialstaat für die Kosten aufkommen.
    Als Geimpfter möchte ich nicht dass die Unvernunft der Impfverweigerer mit meinen Steuern bezahlt wird, sie generieren so schon genügend Kosten im Sozialapparat.
    NEIN den Trittbrettfahrer!
  • Kommentar von Christian Kunz  (CK124)
    Impfen oder Zahlen!
    So schwer zu begreifen kann s doch nicht sein, oder?