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Faktencheck Fake News rund um den Iran-Krieg

Von Attacken auf eine Mädchenschule bis hin zu angeblichen Bildern von der Leiche Chameneis in Trümmern. In einer unklaren Lage sind häufig viele falsche oder irreführende Inhalte im Netz zu finden. Ein kurzer Faktencheck.

Rund um den Angriff von Israel und den USA auf den Iran kursieren im Netz viele Videos, Bilder und Behauptungen. Nicht alles, was in den sozialen Medien geteilt wird, stimmt oder ist aktuell. Zusammen mit Mitgliedern des EBU Spotlight aus verschiedenen öffentlichen Rundfunkanstalten konnten einige dieser Falschinformationen aufgedeckt werden. SRF ist ebenfalls Teil des EBU Spotlight.

Chameneis Leiche in Trümmern

In verschiedenen sozialen Medien wird ein Bild des getöteten obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, geteilt. Zu sehen ist eine Person, die Chamenei ähnelt und unter Trümmern liegt. Über den Trümmern stehen Rettungskräfte im Dunkeln mit Taschenlampen.

Ergebnisse von verschiedenen KI-Tools
Legende: VerificaRTVE

Ein Hinweis, dass es sich um ein KI-generiertes Bild handeln könnte, sind zum Beispiel die Grössenverhältnisse zwischen Chamenei und den Rettern. Er ist viel grösser dargestellt als die anderen Personen. Die liegende Person ähnelt zwar dem obersten Führer des Irans, sieht bei einer genaueren Betrachtung aber anders aus. Das Faktencheck-Team VerificaRTVE des spanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTVE konnte mit verschiedenen KI-Detektoren wie SynthID und HIVE bestätigen, dass es sich um ein KI-generiertes Bild handelt.

Angriffe auf Burj Khalifa in Dubai

Der Iran hat nach dem Angriff durch die USA und Israel Gegenangriffe mit Raketen und Drohnen gestartet, unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Verschiedene Gebäude, insbesondere in Dubai, wurden getroffen. Behauptet wird, dass das aktuell höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa in Dubai, Ziel eines solchen Angriffs gewesen sei. Ein Video soll den Beschuss in der Nacht zeigen.

Allerdings handelt es sich in diesem Fall um eine Fehlinterpretation durch die Perspektive der Aufnahme. Wahrscheinlich ist hier der Abschuss einer Drohne zu sehen, dessen Trümmer hinter dem Gebäude brennend herunterfallen und so den Anschein eines Treffers erwecken. Bisher gibt es keine Bestätigung, dass das Hochhaus direkt von den Angriffen betroffen war.

Viel Falsches rund um eine Mädchenschule

Am Samstag wurde unter anderem eine Mädchenschule in südiranischen Minab durch einen Angriff zerstört. Iranische Staatsmedien sprechen von einer hohen Opferzahl. Verschiedene Videos und Bilder zeigen Leichen von Kindern, die genaue Zahl der Opfer kann unabhängig nicht überprüft werden.

In sozialen Medien finden sich diverse Behauptungen zu dem Ereignis, die so nicht stimmen. Das Team für Faktenchecks des katalanischen Portals 3catInfo konnte zusammen mit dem EBU Spotlight einige der Behauptungen widerlegen. So gab es Aussagen, dass Videos und Bilder alt seien und zum Beispiel aus Kabul stammen würden. Allerdings konnten verschiedene Aufnahmen geolokalisiert werden. Es wird deutlich, dass sich die Schule in Minab befindet und in der Nähe von zwei Gebäuden der Revolutionsgarden liegt. Diese waren wahrscheinlich das eigentliche Ziel.

Ebenfalls wurde behauptet, dass die Schule fälschlicherweise durch den Iran selbst bombardiert wurde. Ein Bild wird als Beweis für eine fehlgeleitete Abfangrakete herangezogen. Auch hier konnten Faktenchecker den genauen Ort des Bildes herausfinden – der liegt rund 1300 km von Minab entfernt in Zanjan und kann daher nicht stimmen. Wer die Mädchenschule bombardierte, bleibt allerdings unklar.

Vorwurf: Taliban-Angriff von 2014

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Dem ZDF in Deutschland wurde vorgeworfen, alte Videos fälschlicherweise als Angriff auf die Mädchenschule zu zeigen. Behauptet wurde, dass es sich bei den Bildern eigentlich um einen Taliban-Angriff von 2014 in Pakistan handle. Diese Falschinformation ist auch durch den KI-Dienst Grok von X wiederholt worden, wie das Faktencheck-Team des ZDF recherchierte. Erst auf Nachfrage von Usern korrigiert der KI-Dienst seine Aussage.

SRF 4 News, 2.3.2026, 18 Uhr; wilh

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