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UBS mit gutem ersten Quartal
Aus HeuteMorgen vom 28.04.2020.
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1. Quartal 2020 UBS erzielt trotz Coronakrise deutlich mehr Gewinn

  • Die UBS hat im ersten Quartal trotz Coronavirus rund 40 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Anders als im vierten Quartal sind der grössten Schweizer Bank netto auch wieder neue Gelder zugeflossen.
  • Unter dem Strich blieben der UBS in der Periode von Januar bis März umgerechnet 1.56 Milliarden Franken.
  • Für die nähere Zukunft gibt sie sich angesichts der weltweiten Krise und der hohen Unsicherheit jedoch sehr verhalten

Ganz überraschend kommt der Gewinn im ersten Quartal nicht: Die UBS hatte bereits vor ein paar Wochen einen Gewinn von rund 1.46 Milliarden Franken angekündigt.

Weniger Rückstellungen für Kreditrisiken als die CS

Vor Steuern verdiente die UBS umgerechnet 1.95 Milliarden Franken nach 1.56 Milliarden im Vorjahr. Der grösste Teil stammt aus dem Kerngeschäft, der globalen Vermögensverwaltung (GWM), mit 1.17 Milliarden Franken. Aber auch die Investmentbank lieferte mit 692 Millionen einen sehr hohen Beitrag. Im Schweizer Geschäft ging der Vorsteuergewinn als Folge von Wertberichtigungen auf Kreditrisiken um 14 Prozent auf 326 Millionen zurück.

Insgesamt verbuchte die Grossbank im ersten Quartal Wertberichtigungen für Kreditrisiken von 262 Millionen Franken und damit deutlich weniger als die Credit Suisse.

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt die neu zugeflossenen Gelder von Kunden. Nach einem Abfluss im vierten Quartal 2019 zog die Vermögensverwaltungseinheit GWM im ersten Quartal 2020 wieder Nettoneugelder in Höhe von 11.7 Milliarden Franken an. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung beziffert die UBS auf 20 Basispunkte nach 15 Basispunkten im Vorjahr.

Vermögen wegen Börsenentwicklung gesunken

Die insgesamt verwalteten Vermögen sanken aufgrund der schwachen Marktentwicklung an den Aktienbörsen im ersten Quartal deutlich. Sie beliefen sich per Ende März noch auf 3158 Milliarden nach 3520 Milliarden Franken zum Jahresende 2019.

Etwas tiefer präsentierte sich zum Quartalsende die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt). Sie nahm auf 12.8 Prozent von 13.7 Prozent per Ende Jahr ab. Die Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, kam bei 3.84 nach 3.90 Prozent zu liegen.

Negative Auswirkungen auf Geschäft erwartet

Für die weitere Entwicklung gibt sich das Management vorsichtig: Wie sich die Situation entwickeln werde, sei nach wie vor völlig offen. Für das eigene Geschäft geht die UBS davon aus, dass die gesunkenen Vermögenspreise den Ertrag der Bank aus wiederkehrenden Gebühren beeinträchtigen werden.

Zudem belasten die tiefen Zinsen den Nettozinsertrag. Das Management rechnet darüber hinaus mit einer abnehmenden Kundenaktivität, was sich wiederum negativ auf die transaktionsbasierten Erträge auswirken wird.

Aus Sicht der UBS haben sich die globalen Konjunkturaussichten durch die Corona-Pandemie dramatisch verändert. Die globale Wirtschaft dürfte auf kurze Frist schrumpfen. Aufgrund der Pandemie sei die Geschäftstätigkeit eingeschränkt, was in der gesamten Bankbranche ein erhöhtes Ausmass von Wertberichtigungen für Kreditrisiken nach sich ziehen werde.

Der Grossteil des Kreditengagements der Grossbank konzentriere sich indes auf Global-Wealth-Kunden oder die Schweiz und weise eine hohe Qualität auf, relativierte die UBS für sich selbst.

SRF 4 News, 28.04.2020, 07:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Gerade und nicht trotz der Corona -Krise verdienen sie mehr , wie auch dieser Herr Bill Gate und Konsorten . Die Presse schreibt : Jeder Bürger wird um 4000 Fr ärmer duch diesen Cinesen -Virus . Dem korrupten Kommunisten-Regime in China gehört diese Rechnung aufgemacht ! Nicht noch denen ihren Plunder abkaufen -schämt sich denn niemand dort für die Verursachung dieser Katatrophe ? Keine Schuldanerkennung einfach frech alles Leugnen und noch als Spender von gefährlichen Masken auftreten .
    1. Antwort von Hans Meier  (CO2-HAHA)
      Statt auf die Chinesen zu zeigen, würde ich auf die Regierungen in Europa zeigen die es versäumt haben rechtzeitig zu reagieren und Massnahmen zu treffen!! Neuseeland, Taiwan und Macao (alle 3 zusammen gut 2000 infizierte) habe vorbildlich gehandelt und die grenzen geschlossen für alle die aus/via China reisen und wenige Wochen später für alle die Grenzen geschlossen! Und bei uns?? "wir beobachten und schauen wie es sich entwickelt"
    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Frau Kaiser, sie würden sich noch wundern was Sie alles nicht mehr kaufen können, würde man Importe aus China verbieten. Dann haben Sie auch kein Smartphone mehr, etc. Die ganze Welt hat China zur Werkstatt der Welt verholfen. Meiner Meinung nach ist das nicht gut, aber so ist es nun mal. Übrigens Trump versucht krampfhaft das rückgängig zu machen, mit eher bescheidenem Erfolg.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Mit ist es lieber die UBS und andere Unternehmen schreiben Gewinne und nicht Verluste. Das gibt nämlich hohe Steuereinnahmen für den Staat. Bei Verlusten wäre es genau umgekehrt. Im schlimmsten Falls müsste der Staat systemrelevante Grossbanken finanziell unterstützen.
    1. Antwort von Sebastian Mallmann  (mallmann)
      @tleu. Ist mir auch lieber so. Und dann wäre es mir noch lieb, wenn die Grosskonzerne angemessen Steuern bezahlen würden, für ihre Fehlleistungen zur Verantwortung gezogen würden und sich nicht durch schmutzige Geschäfte bereichern würden.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Sebastian Mallmann: Mir ist wichtig, dass sich Private und Firmen an die geltenden Gesetze halten. Tun sie dies nicht, dann werden sie bestraft. Wenn uns das nicht passt, dann müssen wir halt die Gesetze verschärfen und bereit sein für gewisse Dienstleistungen höhere Preise zu bezahlen.
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Wird der Gewinn an die Kunden ausbezahlt oder nur an die Manager und Aktionäre?
    1. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      An die Eigentümer/in.Dazu gehören gehören Besitzer von Aktien.Wenn sie ein Stück Butter kaufen oder zu einen Konzert gehen verlangen sie da auch das der Hersteller oder Künstler ihnen als Kunde etwas vom Gewinn abgibt?