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Legende: Video 25 Jahre Amazon abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.07.2019.
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25 Jahre Amazon Aus der Garage zum Börsenliebling

Vor 25 Jahren wurde Amazon in einer Garage gegründet. Eine Geschichte von Wachstum, Dominanz und Computerfarmen.

Man wolle mit Amazon ein angenehmes Einkaufsklima wie in einem echten Buchladen schaffen, erzählte Jeff Bezos 1997 dem Schweizer Fernsehen. SRF berichtete damals erstmals über das Phänomen des Online-Buchladens «Amazon.com», das in der Folge der Existenz der Buchläden ernsthaft zu schaffen machte. Längst ist Amazon kein Buchhändler mehr, sondern einer der wertvollsten Tech-Konzerne und Gründer Jeff Bezos der reichste Mensch der Welt.

Legende: Video Jeff Bezos 1997 im Schweizer Fernsehen abspielen. Laufzeit 04:56 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.07.2019.

Wachstum vor Profit

Jeff Bezos, der zuvor in der Finanzbranche als Computerspezialist Karriere gemacht hatte, setzte seit Beginn auf eine starke Expansionsstrategie, die den Umsatz schon früh befeuerte. Nach der Devise «Wachstum vor Profit» erschloss sich Bezos immer neue Geschäftsfelder und nahm anfangs auch hohe Schulden in Kauf.

Die Gewinne seiner Firma blieben lange sehr mager. Doch mit Bezos Strategie auf die Marktdominanz zu setzen, konnte 2002 schliesslich schwarze Zahlen verzeichnet werden. Doch schon vorher brachte Firmengründer Bezos Amazon 1997 im Rahmen des «Dotcom-Booms» an die Börse. Während zahlreiche «Dotcom»-Unternehmen die Hoffnungen der Aktionäre an der «New Economy» nach dem Platzen der Blase nicht erfüllen konnten, kam Amazon vergleichsweise gut durch die Krise. Heute ist Amazon neben Apple das höchstbewertete Unternehmen.

Computerinfrastruktur als Herzstück

Früh kaufte Amazon Software-Firmen auf, um die Benutzerfreundlichkeit des Amazon-Portals zu steigern. Die Computerinfrastruktur erlaubte die systematische Auswertung von Kundendaten und den Aufbau von Empfehlungsalgorithmen.

2006 gründete Amazon die Sparte «Amazon Web Services», mit der das Unternehmen seine gigantischen Rechenfarmen extern vermieten konnte. Auf diese Cloud-Plattform greifen auch Konkurrenten wie Netflix zu. Dieses Cloud-Geschäft wurde zu einem sehr bedeutenden Gewinnbringer in Bezos Konzern. 2018 stammte die Hälfte des Gewinns von 12.4 Milliarden Dollar aus dem «Cloud»-Bereich.

Der «Riese» Amazon

Amazon müsse auch in Zukunft in neue Geschäftsbereiche vordringen, um seine Stellung aufrechtzuerhalten. Das bringe jedoch grosse Kosten mit sich, wie Jens Korte, Börsenkorrespondent von SRF betont.

Legende: Video Jens Korte: «Zwei grosse Herausforderungen für Amazon» abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.07.2019.

Doch vor allem die Frage der Regulierung sei eine grosse Herausforderung für Bezos und Amazon. Amazon steht seit Beginn oft in der Kritik; das Unternehmen sei skrupellos im Umgang mit der Konkurrenz, unbarmherzig mit den Mitarbeitern und habe kein Respekt vor dem Datenschutz. Diese Vorwürfe setzen den Konzern in Zukunft weiter unter Druck, meint Jens Korte. Insbesondere in den USA werde zunehmend die Frage debattiert, inwiefern die Online-Riesen ihre Monopolstellung ausnutzen würden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder  (View)
    Die Klimaschützer sind eher ruhig in dieser Beziehung. Laut BBC, kommt heutzutage mehr als 50% des Frachtwertes in die UK mittels Air cargo. Denke die Päckli werden auch ausgeliefert, neben dem Papier und Bubblewrap etc. Ist das alles klimafreundlich? Dem scheint wohl so, gegeben wie erfolgreich sich das entwickeln kann. Oder wird man einfach klimafreundlicher, wenn man statt einkaufen gehen am Wifi Game haengen kann? Von den angeblichen Arbeitsbedingungen bei Amazon ganz zu schweigen.
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  • Kommentar von Bruno Hagen  (brunohagen)
    Dieses Märchen, dass diese alle diese Monsterkonzerne (siehe auch Google, FB, Twitter ebay, etc...) quasi in einer Garage geboren wurden, kann doch niemand mehr ernsthaft glauben.
    Ich bestelle nur noch bei Amazon, wenn es gar nicht anders geht. Was dieser Konzern mit seinen Angestellten macht, geht auf keine Kuhhaut. Die Idee ist wohl, dass es dann irgendwann wirklich "gar nicht mehr anders geht". Dann hat uns unsere Bequemlichkeit in die perfekte Sklaverei befördert.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Dazu gibt's nur eins zu sagen: Mensch & Habitatschutz wird wesentliche einfacher werden, wenn dieser Konzernimperialismus überwunden ist. Solche Moloche sind weder mit Menschenrechten noch mit Demokratie vereinbar. Sie sind die moderenen Sklavenhändler.
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