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Johannes Rüegg-Stürm beendet Lehrtätigkeit an der HSG
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 23.03.2021.
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Affäre Pierin Vincenz Rüegg-Stürm zieht sich aus Lehrtätigkeit an der HSG zurück

  • Johannes Rüegg-Stürm beendet seine Lehrtätigkeit als Ordinarius in St. Gallen auf Ende des Semesters am 31. Juli, wie die Universität mitteilte.
  • Er habe seinen Rückzug «zur Entlastung der Universität vor weiterer negativer Publizität» in Gesprächen mit der Universitätsleitung angeboten.
  • Rüegg-Stürm reagiert damit auf Kritik im Zusammenhang mit der Affäre um den früheren Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz.

Die Universität begrüsse dies. Man habe eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Rüegg-Stürm bleibt mit einem Pensum von 40 Prozent als Professor an der HSG tätig. Er konzentriert sich in Zukunft auf seine Forschungstätigkeit und Aufgaben in der universitären Selbstverwaltung, wie es im Communiqué hiess.

Rüegg-Stürm war als früherer Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident im Zusammenhang mit dem Strafverfahren gegen Ex-CEO Pierin Vincenz wiederholt in die mediale Kritik geraten. Die Aufsicht soll mangelhaft gewesen sein. So soll Rüegg-Stürm etwa die Ausflüge von Vincenz ins Rotlichtmilieu als Spesen abgesegnet haben.

Schlecht für HSG-Image

Rüegg-Stürm habe «sämtliche exorbitanten Spesen von Pierin Vincenz einfach durchgewinkt», kritisierte die St. Galler SP in einem Vorstoss im Kantonsrat. Unter den Spesen seien grosse Beträge für den Besuch von Striplokalen, Privatreisen nach New York und Dubai sowie eine Rechnung für ein zerstörtes Hotelzimmer gewesen.

Die wiederholte negative Berichterstattung sei schlecht für das Image der HSG, erklärte Bildungsdirektor Stefan Kölliker. Das bevorstehende Strafverfahren gegen den ehemaligen Raiffeisen-CEO, das Jahre dauern könne, hätte der Universität St. Gallen noch über längere Zeit weitere negative Publizität bringen können.

Rüegg-Stürm war im März 2018 wegen der Affäre Vincenz als Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz zurückgetreten. Von seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der HSG nahm er eine Auszeit. Er kehrte Anfang 2019 zurück. Ende 2019 verlängerte der Universitätsrat seine Professur bis 2026.

Regionaljournal Ostschweiz 23..03.2021; 12 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Waser  (Cat)
    Womit m.E KEIN Imageschaden der HSG verhindert wird. Ganz im Gegenteil: die Botschaft zielt in Richtung „Rückzug light, bald wird Gras darüber wachsen“. Angemessen wäre für mich ein vollständiger Rücktritt mit Entschuldigung und Verzicht auf allfällige Abfindung. Mit anderen Worten: geradestehen. Ansonsten hätte ich als Studentin keinerlei Respekt mehr vor dieser Person.
  • Kommentar von Beat Stocker  (BeaSt)
    Wie bitte ist die HSG nun von einem Filz-Unterstützer entkoppelt, wenn der betroffene Professor immer noch am Lehrinstitut lehrt? ( Und was, denkt man sich, werden die Studenten aus den Lehrveranstaltungen eines solch beispielhaften Lehrers mitnehmen?)
    1. Antwort von Philipp Rittermann  (Philipp Rittermann)
      das kann ich ihnen schon sagen - das notwendige egomanentum um "vorwärts zu kommen, koste es (die andern...), was es wolle." die hsg vermittelt erz-konservative-management-dogmen.