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Aktie bricht ein Weniger Neukunden für Netflix

Netflix hat die Erwartungen mit seinen jüngsten Quartalszahlen nicht erfüllt. Deutlich weniger Kunden lösten ein neues Abo. Das liess die Aktie einbrechen.

Legende: Audio Netflixzahlen enttäuschen punkto Neukunden abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
01:31 min, aus HeuteMorgen vom 17.07.2018.

Für gewöhnlich sind die Erwartungen an Netflix hoch, denn: Der weltgrösste Streaming-Dienst mit Dutzenden von Erfolgsserien wächst seit Jahren rasant.

Die Analysten hatten erwartet, dass allein im zweiten Quartal nochmals gut sechs Millionen neue Nutzerinnen und Nutzer dazukommen würden. Doch stattdessen waren es nur fünf Millionen – also eine Million weniger.

Mit insgesamt weltweit rund 130 Millionen Nutzern bleibt Netflix zwar die dominierende Kraft im Video-Streaming, aber wenn so ein erfolgsgewohnter Koloss für einmal die Erwartungen enttäuscht, dann gibt es Reaktionen: Prompt verloren die Netflix-Aktien am Montag nach dem offiziellen Börsenschluss 14 Prozent an Wert.

Gewinn mehr als verfünffacht

Da half es auch nichts, dass sich das Management gelassen gab und sagte: Man habe ein starkes, aber halt kein exzellentes Quartal hinter sich. Der eher verhaltene Ausblick von Netflix für das dritte Quartal ist bei Branchenkennern ebenfalls nicht gut angekommen.

Ein, zwei Argumente hat das Unternehmen dann aber doch auf seiner Seite: Netflix hat im zweiten Quartal den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent gesteigert. Und: Der Gewinn hat sich mehr als verfünffacht.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Der Gewinn hat sich nur verfünffacht, das ist wirklich unerhört! Ironie aus.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Von Netflix verstehe ich zwar nichts, grundsätzlich finde ich es aber krankhaft, dass man sich schon fast überall selbst nach ansehnlichen Steigerungen gegenüber dem Vorjahr nicht mehr freuen mag, wenn die etwas geringer als erwartet ausfallen. Ganz krass in diesem Fall, wo sich der Umsatz um 40% und der Gewinn um das Fünffache vergrössert hat. So spornt man die Manager an, immer noch weiter zu optimieren, auch wenn es Stellen kostet.
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  • Kommentar von Neil Muster (neilmuster)
    Bravo. Hoffe, die Menschen lernen, dass Netflix eine äusserst ungesunde Erscheinung unserer Zeit ist. Binge-watching in jeder freien Minute. Zu Hause, im Zug, während dem Familienfest...die Leute ziehen sich Staffel um Staffel rein. Serie um Serie. Weshalb? Und es ist gesellschaftlich total akzeptiert. Führt zu Isolation, Schlafmangel, Überstimulierung, Ungeduld, ungesunder Körperhaltung und ungesunder Ernährung.
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    1. Antwort von Steff Stemmer (Steff)
      Herr Muster, wer ein Suchtpotential hat, findet immer etwas um seine Sucht zu befriedigen. In dem Sinne müsste nach Ihnen ja mehr oder weniger alles verboten sein?!
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    2. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Als die ersten Romane gedruckt wurden, gab es schon ähnliche Stimmen. Als dann die ersten Kinos eröffnet wurden auch. Als das Fernsehen erfunden wurde, prophezeiten manche den Untergang der Menschheit. Und dann die Computerspiele... garantiert eine verlorene Generation! Also ehrlich, langsam wird es langweilig. Ich sehe mir übrigens online gerade die ausgezeichnete Dokumentarserie "Cosmos" an. Auf den Umgang mit den Medien kommt es an!
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