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Anleihenkäufe halbieren EZB belässt Leitzins auf Rekordtief

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wie erwartet die Leitzinsen nicht verändert.
  • Die Eurowächter beliessen den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.
  • Wie im Juni in Aussicht gestellt, halbiert die Notenbank das Volumen ihrer monatlichen Anleihenkäufe ab diesem Oktober auf 15 Milliarden Euro.
  • Geldhäuser müssen zudem wie bisher Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssige Liquidität bei der EZB parken.

Der Anti-Krisenkurs der EZB neigt sich langsam dem Ende zu. Ein Ende des Programms zum Kauf von Staats- und Unternehmenspapieren peilen die Währungshüter unverändert zum Jahresende 2018 an. Die Entscheidungen des EZB-Rates zementieren aber zugleich ein Andauern der Phase extrem niedriger Zinsen.

Eine Wende hin zu höheren Zinsen wollen die Währungshüter frühestens im Herbst 2019 einläuten. Der EZB-Rat bekräftigte seine Einschätzung, dass die Zinsen bis «mindestens über den Sommer 2019» auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

Volkswirte rechnen damit, dass die EZB dann zunächst die Strafzinsen für Kreditinstitute verringern wird. Sparer dürften auf eine erste Zinserhöhung noch länger warten müssen. Andererseits profitieren Kreditnehmer somit weiterhin von relativ guten Konditionen.

EZB bleibt grosser Marktplayer

An den Anleihenmärkten wird die EZB auch dann noch ein gewichtiger Marktteilnehmer bleiben, wenn sie keine neuen Papiere mehr erwirbt: Gelder aus auslaufenden Anleihen will sie wieder investieren

Seit Beginn des Programms im März 2015 bis Ende August 2018 hat die EZB Wertpapiere im Gesamtwert von gut 2,5 Billionen Euro gekauft. Ziel ist, auf diesem Weg der Konjunktur in den 19 Euroländern auf die Sprünge zu helfen und zugleich die Teuerung anzuheizen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    Die FAZ u Die ZEIT haben schon Artikel dazu veröffentlicht u Wirtschafts-Nobelpreisträger sich dazu geäussert. Zum Teil haben die, die letzte Krise vorhergesehen u auch die Internetblase zuvor, die börsenkotierte Internetfirmen wie zB Think Tool, wo absolut nix dahinter war, zusammenbrechen lies.
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    Herbst 2019 dürfte die auch von prominenten Oekonomen anzunehmende nächste Finanzkrise u Weltwirtschaftszusammenbruch kommen. Die private u öffentliche Verschuldung ist weltweit bei über 250 Prozent.
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    1. Antwort von Yvonne Abt (YvonnedieDreizehnte)
      Sie müssen wohl eine Glaskugel haben, dass Sie den nächsten Crash vorhersagen können. Ich sehe nicht ein, warum die Verschuldung nicht weiter steigen kann. Dass die Aktienmärkte nicht an einer Schnur nach oben laufen können, ist völlig gesund und normal. Korrekturen von 20% und mehr bieten eine hervorragende Möglichkeit billig Aktien zu kaufen. Das Kapital wird durch die verschiedenen Steuerreformen weltweit immer wie weniger besteuert und befeuert Anlagen in produktiv Kapital.
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