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WEF-Gründer will an Teilnehmer appellieren
Aus Tagesschau vom 19.01.2020.
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Ausblick auf das WEF Braucht es Freiwilligkeit oder Zwang für mehr Umweltschutz?

Der WEF-Gründer will an die Teilnehmer appellieren, sich stärker für Umweltschutz und sozialen Ausgleich zu engagieren.

Davos wird ab Montagnachmittag wieder zum Nabel der Welt: Rund 3000 Grössen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft treffen sich am Weltwirtschaftsforum in den Bündner Bergen. Das Forum wird bereits zum 50. Mal durchgeführt.

WEF-Gründer Klaus Schwab will einen Appell an die Teilnehmenden richten, sich stärker für Umweltschutz und für sozialen Ausgleich einzusetzen. Das brauche die Welt dringend – angesichts des Klimawandels und der sozialen Spannungen in vielen Ländern.

Einsicht und Freiwilligkeit

In Davos sollen Spitzenmanager zu neuen Einsichten kommen: Statt Gewinne und Umsätze zu maximieren, sollen sie ihren Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen bieten und der Umwelt künftig mehr Sorge tragen. So will es das Davos Manifesto 2020 von Klaus Schwab. Er setzt auf Einsicht und Freiwilligkeit.

Das bringe mehr als strengere Vorschriften, sagt auch Karin Lenzlinger vom Vorstand der Economiesuisse. Sie hat 25 Jahre lang ein Zürcher Bauunternehmen geführt. Zu einer höheren CO2-Abgabe zum Beispiel sagt die Unternehmerin: Ja, aber.

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Karin Lenzlinger: «Man muss sich langsam anpassen können»
Aus News-Clip vom 19.01.2020.
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Man dürfe auf keinen Fall durch eine zu grosse Lenkungsmassnahme oder eine sehr grosse Belastung sowohl der Mitarbeiter als auch der Unternehmen einen Schock generieren, so Lenzinger. «Man muss sich langsam anpassen können. Auch das braucht Zeit.»

Nur halbherzige Versprechungen

Konkrete Zusagen für den Schutz der Umwelt versuchte Klaus Schwab im vergangenen Jahr auch von Jair Bolsonaro zu bekommen. Brasiliens damals neu gewählter Präsident machte – darauf angesprochen – zwar Versprechungen, aber nur halbherzige.

«Natur und Umweltschutz müssen für die Entwicklung des Landes Hand in Hand gehen. Wir sollten das eine nicht stärker betonen als das andere», forderte Bolsonaro. «Wir sollten mit der ganzen Welt zusammenarbeiten, die CO2-Emmissionen einschränken und die Umwelt schützen.»

Nur wenige Monate später tolerierte der neue Präsident breitflächige Brandrodungen im Amazonas-Regenwald.

Es ist auch ein Rennen gegen die Zeit.
Autor: Bastien GirodNationalrat (Grüne/ZH)

Versprechen und Freiwilligkeit seien gut, doch sie reichten nicht aus, sagt der Grüne Nationalrat Bastien Girod. Er wird am diesjährigen WEF teilnehmen. «Es ist absolut naiv, zu glauben, dass wir die Herausforderung dieser Welt ohne Gesetze lösen. Es ist auch ein Rennen gegen die Zeit», mahnt Girod. Um zu verhindern, dass tagtäglich Arten verloren gingen, könne man nicht auf Freiwilligkeit warten.

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Bastien Girod: «Man kann nicht auf die Freiwilligkeit warten»
Aus News-Clip vom 19.01.2020.
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Dialog, Einsicht – und freiwillige Massnahmen für eine bessere Welt: Das wird Klaus Schwabs Credo sein, auch am diesjährigen Davoser Forum.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Der nun praktizierte Zwang, der auf die EU Bürger ausgeübt wird, wird bald viel Gegendruck erzeugen. Immer mehr Abgaben, immer weniger lohnt Arbeit, immer mehr wird der Bürger in die Ecke gedrängt, das wird bald viel Aerger geben in Form von plötzlich "unerwartet" ausbrechenden Bürgerkriegen.
    Friedensforschung für Milliarden in den letzten 50 Jahren, alles in den Sand gesetzt, wird man dann berichten.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Mit dem Zwang, welcher hier im Forum mehrheitlich gefordert wird, hätte ich Mühe, wenn man ungerecht behandelt würde. Vermutlich würden Zwangsmassnahmen Krieg und Konflikte bedeuten (Beispiel Benzinpreiserhöhungen in Chile, Iran und Libanon). Zudem wie will man China, USA, Russland, Indien usw. zwingen auf Kohle und Erdöl zu verzichten. Nein, Aufklärung und die richtigen Fragen stellen würde mehr bringen. Wie bringen wir es fertig?: Die Natur zu schützen, die Erdbevölkerung zu reduzieren, usw.
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    1. Antwort von Joseph De Mol  (Molensepp)
      Leider befinden wir uns im Zeitalter der Gegenaufklärung! Auch die Ideen der Humanisten können Sie lange suchen! Ich möchte es jetzt nicht direkt als "Tal der Tränen" bezeichen, aber wenn die Entwicklungen in diesem Tempo voranschreiten, dann guet Nacht am Sächsi!!
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  • Kommentar von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
    Wenn freie Menschen nach Zwangsmaßnahmen, Verteuerungen, Verbote, Meinungsbeschränkungen rufen, zeigt das Totalitarismus schon tiefe Wurzeln in die Gesellschaft hat. Nicht zu vergessen, diese Forderungen in ein Land, wo der Umweltverschmutzung in der letzten Jahrzehneten viel abgenommen hat und auch aktuell beispielhaft mit der Umwelt umgeht, auch im Vergleich mit der europäischen Nachbarländer, aber vor allem im Vergleich zu fernere Regionen, wo Umweltschutz nicht mal die letzte Sorge ist.
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    1. Antwort von Joseph De Mol  (Molensepp)
      Als Rufer in der Wüste werden Sie ungehört bleiben. Ein gros der Menschen interessiert sowas auch nicht die Bohne. Wie schon Huxley zu schreiben wusste, geht der Trend sogar noch subtil weiter: Die Menschen werden ihre Unterdrückung (Versklavung) lieben! Sagt Huxley, nicht De Mol!
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    2. Antwort von Christian Sprecher  (Christian Sprecher)
      1. Mit Freiwilligkeit wurde KEIN Umweltproblem jemals gelöst!
      2. Der Pro-Kopf-Ausstoss von CO2 der Schweiz sieht deshalb noch einigermassen ok aus, weil die meisten unserer Konsumgüter im Ausland produziert werden und unser Konsum deshalb dort zu Buche schlägt. Wir sind dagegen die Nr. 1 der Vielflieger, unsere Autos verbrauchen am meisten Triebstoff in ganz Europa - und Herr Löchli glaubt wir seine die Musterknaben in Sachen Umweltschutz...
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    3. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Herr De Mol, Ich weiß das hier auf SRF Seite meine Ideen nicht mehrheitsfähig sind, auf andere Foren sind die, aber dort schreibe ich nicht. Meinen Zweck ist nicht in Trend zu sein, sondern möchte ich einfach zum Nachdenken anregen. Aus meine Vergangenheit in einen sozialistischen Land und durch mein Studium in Marketing Bereich, kann ich gewisse Fehlentwicklungen und Manipulationsversuche sehen, die für Menschen die immer in Wohlstand und Freiheit gelebt haben nicht immer ersichtlich sind.
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    4. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Herr Sprecher, ich denke, dass was hier in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde, ist meistens freiwillig passiert. Es geht, einfach jeder muss verstehen, dass alles (nicht CO2) was wir in der Natur werfen, wird uns nachher zum Nachteil sein. Sie sollten sehen wie dieses Bewusstsein in andere Länder fehlt.
      Zum zweiten Punkt, der Schweiz hat ein Handelsüberschuss (Export-Import) der größer ist als der von China, deswegen steht aus meine Sicht diese These auf wackligen Beine.
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    5. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Noch zusätzlich Herr De Mol, der Huxley hat vollkommen recht und dem besten Weg dorthin (die geliebte Versklavung) geht am einfachsten über Schuldgefühle, die ganz geschickt in die Welt gesetzt werden, zu erreichen. Sei es der Schuld für Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Rassismus, Waffenexporte, Sklaverei, Kolonialzeit, Ausgrenzungen jeder Art usw. bringen die Diskussion in die gleiche Richtung, um das betreutes denken wiederstandlos zu akzeptieren.
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    6. Antwort von Christian Sprecher  (Christian Sprecher)
      Was bitteschön wurde freiwillig erreicht? Gewässerschutz, Abgasnormen, Gebührensäcke, FCKW-Verbot,... alles wurde staatlich geregelt, Fehlverhalten wird gebüsst. Das Gros der Menschen funktioniert nur so - und die Privatwirtschaft sowieso!
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