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UBS profitiert von Börsenhausse
Aus HeuteMorgen vom 26.01.2021.
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Bankenbilanz UBS kann Gewinn 2020 deutlich steigern

  • Für das Gesamtjahr 2020 resultierte ein um 54 Prozent höherer Jahresgewinn von 6.6 Milliarden Dollar.
  • Die UBS hat dabei vor allem im letzten Quartal 2020 von einem starken Marktumfeld profitiert, wie sie selbst mitteilt.
  • Der Reingewinn ist um 137 Prozent auf 1.7 Milliarden Dollar gestiegen.

Für das Gesamtjahr 2020 kann die UBS ein Gewinnplus von 54 Prozent auf 6.63 Milliarden US-Dollar ausweisen (2019: 4.30 Milliarden Dollar). Alle Bereiche der Bank konnten ihr Ergebnis im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Besonders stark fiel die Gewinnzunahme bei der Investmentbank aus. Diese verdiente vor Steuern 529 Millionen nach einem Verlust von 22 Millionen im Vorjahr.

Der grösste Teil des Vorsteuergewinns stammt indes mit 936 Millionen Dollar aus dem Kerngeschäft, der globalen Vermögensverwaltung. Die UBS als weltgrösste Vermögensverwaltungsbank zog im Berichtsquartal Neugelder in Höhe von 21.1 Milliarden Dollar an und verwaltete damit Ende Jahr 3016 Milliarden an Kundengeldern.

Starkes viertes Quartal 2020

Die UBS hat im vierten Quartal von der guten Stimmung an den Aktienmärkten profitiert und deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente die grösste Schweizer Bank in der Periode von Oktober bis Dezember 1.71 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als das Doppelte des Vorjahresquartals von 722 Millionen Dollar.

Das sagt UBS-Chef Ralph Hamers

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Der neue CEO Ralph Hamers zeigt sich sehr zufrieden: «Unser starkes Ergebnis im Jahr 2020 ist ein deutlicher Beleg für die grundlegende Stärke unserer Marktstellung und das Engagement unserer Mitarbeitenden», wird er in der Mitteilung zitiert.

Hamers, der zuletzt wegen einer Geldwäscherei-Affäre bei seinem früheren Arbeitgeber ING Bank unter Druck gekommen ist, führt die Geschicke der UBS seit Anfang November. Der neue CEO macht aber auch klar, dass er sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen will: «Der Wandel ist die einzige Konstante. Deshalb müsse die UBS agil bleiben und sich noch fitter machen für die Zukunft», so Hamers weiter.

Vor Steuern erzielte sie einen Gewinn von 2.06 Milliarden nach 0.93 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Schätzungen von Analysten wurden damit gemäss AWP-Konsens weit übertroffen.

Für die Geschäftsentwicklung im laufenden ersten Quartal 2021 gibt sich das UBS-Management vorsichtig optimistisch. Die Bank geht davon aus, dass saisonale Faktoren wie eine im Vergleich zum vierten Quartal verstärkte Kundenaktivität die Ertragslage im Startquartal positiv beeinflussen werden. Insgesamt hätten die jüngsten Entwicklungen indes wieder Zweifel an Verlauf und Tempo der Erholung aufkommen lassen.

SRF 4 News, 26.01.2020, 07.00 Uhr;

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Höchste Zeit für eine international einheitliche Steuer auf Finanztransaktionen...
    ;-)
    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Wie viel dieses Milliardengewinns gehört beispielsweise in der Stadt Zürich dem Steuervogt? Schon mal überlegt, dass ihre Idee faktisch ein Schuss ins eigene Knie wäre, wenn dadurch die Unternehmensgewinnsteuer markant sinken würde? Man sollte ein wenig weiter denken, als nur bis zur eigenen Nasenspitze!
  • Kommentar von Thomas Lienhard  (mazzok)
    Dan los UBS ein wenig Geld zurückgeben an die Bevölkerung, los jetzt wäre die richtige zeit wir haben euch doch Unterstützung geleistet um euch zu retten ist noch nicht lange her. schon vergessen. oder ist der gewinn schon in Boni geflossen?
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Thomas Lienhard: Die Milliarden der UBS-Rettung flossen längst um ein mehrfaches wieder zurück. Zudem hat die Regierung nicht die UBS gerettet, sondern die Schweizer Volkswirtschaft vor dem Chaos bewahrt das in der Schweiz ausgebrochen wäre, wenn man die UBS hätte fallen lassen. Von einem Tag auf den anderen hätten Sie Ihren Lohn nicht mehr erhalten. Die Miete nicht mehr bezahlen können, ihre 3. Säule verloren und, und, und. Da sind wir froh, dass die SNB diesen brillanten Rettungsplan hatte.
    2. Antwort von Thomas Lienhard  (mazzok)
      @Thomas Leu Vergessen sie nicht das die Gelddruck Maschine der EZB und deren Mitbewerber, es erst möglich machten, das es zu so schneller Rückzahlung kommen konnte. Und ist es nicht so, wen man gut dasteht, andren schlecht geht, dann könnte man helfen und das beste für alle wollen? man hat ja genug!
    3. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Schon mal was von Unternehmensgewinnsteuern gehört, wohl kaum! Derjenige der sich am Unternehmensgewinn am meisten freuen kann, ist nämlich der Steuerzahler. Warum? Weil über die Unternehmensgewinnsteuer wir alle profitieren. Sie dürfen diesen Steuerprofit natürlich gerne mit weiteren Kreisen teilen, ob das allerdings im Sinne der Bereitstellung von öffentlichen Gütern in der Schweiz sein wird, wage ich zu bezweifeln!
  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    Noch was: Wie - ausser mit enorm dummen Investments - will eine Bank denn überhaupt noch Verluste schreiben? Im Grunde ist es ja inzwischen so, dass sie mit dem verwalteten Vermögen gar nichts mehr machen müssen. Wenn sie Geld annehmen, egal von wem/was, erhalten sie dank Negativzinsen weiteres Geld. Als Zückerchen werden jetzt Kredite noch mit Staatsgarantie versehen. Also ich als Laie würde behaupten, diese Gelddruckmaschine ist kaum mehr falsch bedienbar.
    1. Antwort von Paolo Berwert  (FamPapi)
      @CWeb, also bitte ja, die Negativzinsen müssen an die SNB abgeführt werden, das ist kein Geschenk. Die Banken schöpfen Giralgeld, keine Noten, diese kommen von den Nationalbanken (wie SNB, EZB, FED etc.). Und nein, für Banken ist es nicht so einfach heutzutage Geld zu verdienen, denn sie haben praktisch keine Zinsdifferenz mehr.
      Sie gehen einfach mehr Risiko ein, schütten fette Boni aus wenns gut geht und wenns schief geht kommt ja Papa/Mama-Staat zum helfen. Krank dieses System.