Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Margrethe Vestager: «Google hat gegen EU-Recht verstossen» abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.03.2019.
Inhalt

Behinderung von Konkurrenten EU verhängt weitere Milliardenbusse gegen Google

  • Der Suchmaschinenbetreiber Google soll eine Busse von 1.49 Milliarden Euro bezahlen. Das gibt die EU-Wettbewerbskommission bekannt.
  • Bei Suchmaschinen-Werbung im Teildienst «AdSense for Search» seien andere Anbieter unerlaubterweise behindert worden.
  • Es ist bereits die dritte Busse der EU-Wettbewerbshüter gegen Google.

Schon 2018 hat die EU-Wettbewerbskommission gegen Google eine Rekord-Busse in der Höhe von 4.34 Milliarden Euro verhängt, weil der Konzern Handy-Hersteller zur Installation von Google-Apps verpflichtete.

2017 wurde Google zu einer Strafe von 2.42 Milliarden Euro verknurrt, weil das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung mit seinem Preisvergleichsdienst missbraucht hat.

Der Konzern verdaute die finanziellen Strafen innerhalb eines Quartals – allerdings setzte die Kommission auch Änderungen am Geschäftsmodell von Google durch.

Fairen Wettbewerb und Innovation verhindert

Google habe mehr als zehn Jahre lang seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und anderen Unternehmen die Chancen auf fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zur neuesten Busse. Internetportalen, die AdSense einbanden, seien vertragliche Beschränkungen auferlegt worden, andere Anbieter zu nutzen.

Das Geschäftsgebaren bestand demnach mindestens seit dem Jahr 2006. Die Einschränkungen wurden ab 2009 sukzessive gelockert und 2016 – nach ersten Einwänden der Kommission – von Google aufgehoben.

Vorgehen gegen Googles Kerngeschäft

Mit dem dritten Wettbewerbsfall geht Vestager nun auch zumindest gegen einen Teil des Kerngeschäfts von Google mit Online-Werbung vor. Finanziell ist «AdSense» für Google eher ein Nischenprodukt. Genaue Zahlen zu dem Teildienst gibt es nicht. Doch Googles Werbegeschäft spielt insgesamt den Löwenanteil der Erlöse des Mutter-Konzerns Alphabet ein.

Im Schlussquartal 2018 verdiente das Unternehmen dank sprudelnder Werbeeinnahmen rund neun Milliarden Dollar. Der Umsatz legte kräftig zu und lag bei 39.3 Milliarden Dollar. Doch den satten Zuwächsen standen auch kräftig gestiegene Ausgaben – vor allem für Infrastruktur – gegenüber.

Besonders tiefgreifende Änderungen am Geschäftsmodell setzte Brüssel bei Android durch: Google verlangt inzwischen von Geräteherstellern Geld, wenn sie in Europa Smartphones mit bislang kostenlosen Apps des Konzerns wie Karten oder GMail verkaufen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andreas Blöchliger  (Xoxilo)
    Alternative zu Google: Ecosia.
    Setzt Geld für Umweltschutz ein.
    Ist etwas "deutsch-lastig" bei den Suchresultaten.
    Probierts aus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gerd Schlehuber  (Frank Tauber)
    Franz Nanni: "Man will doch der Beste sein." Schreiben Sie doch nicht "man", wenn Sie sich selbst meinen. Ich z.B. muss nicht "der Beste" sein, mir reicht es völlig, wenn ich zufrieden bin. Es ist genau dieses Konkurrenzdenken, das für viel Elend in der Welt verantwortlich ist. Miteinander statt gegeneinander sollte das Motto sein. Damit wäre schon viel erreicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Konkurenten behindern.... also das macht doch jeder, angefangen am Arbeitsplatz..man will dioch der Beste sein.. am Meisten verdienen.. im Liebesleben, den Konkurenten ausstechen.. und als Unternehmer... bessere Offerten.. bessere Angebote etc..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen