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Die Bespitzelungsaffäre trifft vor allem die Spitzenmanager
Aus HeuteMorgen vom 02.10.2019.
abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
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Bespitzelungsaffäre der CS «Die Branche bekommt eine Delle mehr»

Nach der Bespitzelungsaffäre der Credit Suisse dürften deren Spitzenmanager länger daran zu kauen haben.

Die Bespitzelungsaffäre ist peinlich für die Credit Suisse. Das räumte sogar Verwaltungsratspräsident Urs Rohner selbst ein. Der Reputationsschaden sei angerichtet, sagte er am Dienstag in Zürich vor den Medien.

Rohner versuchte den Schaden möglichst kleinzuhalten. Mit mässigem Erfolg, meint Christian Fichter, Forschungsleiter am Institut für Wirtschaftspsychologie an der Kalaidos Fachhochschule.

Die Hauptwährung in der Finanzbranche ist nicht das Geld, sondern das Vertrauen.
Autor: Christian FichterForschungsleiter am Institut für Wirtschaftspsychologie

«Es geht weniger um die Aktienpreise, sondern mehr um die Hauptwährung der Finanzindustrie. Das ist nämlich nicht das Geld, sondern das Vertrauen», betont er. «Die ganze Branche wird einmal mehr in Zweifel gezogen und bekommt eine Delle.»

Imageschaden für Thiam und Khan

Es ist eine Delle mehr, denn seit der Finanzkrise vor zehn Jahren hat das Image der Branche gelitten. Doch die Delle durch die Bespitzelungsaffäre lässt sich gemäss Fichter langfristig ausbeulen. Viel grösser sei der Imageschaden für die beiden Spitzenmanager Tidjane Thiam und Iqbal Khan.

Vor dem Abgang Khans hatten sich die beiden offenbar heftig zerstritten. «Das kann man sich auf dieser Stufe einfach nicht erlauben», sagt Fichter.

«Daran werden sie sicherlich mehrere Monate, wahrscheinlich sogar jahrelang, zu kauen haben.» Sie müssten sich nun in ihrer Spitzenposition besonders beweisen. Eine Affäre also, die reputationstechnisch für die beiden Manager denkbar schlecht ausgeht und für die Credit Suisse zumindest eine unschöne Episode ist.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Ganz ehrlich: Who cares? Ob da jetzt eine Delle mehr oder weniger drin ist, wir huldigen den Banken deswegen keinen Deut weniger. Oder anders gesagt: die Rahmenbedingungen sind bei uns ideal, unanständig zu sein.
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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Der leider zu früh verstorbene vorbildliche Manager Robert A. Jeker würde sich ab den Gebaren der Herren Rohner und Thiam im Grab umdrehen!
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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Rohner gehört schon lange abgesetzt als VR-Präsident der CS und auch der CS-CEO Thiam. Mit der Aera Mühlemann / Wellauer gab es bereits schon einmal eine solche schlechte Führung bei der CS und dann ab dem Zeitpunkt als Dugan die Führung übernahm, ging es nur noch bergab. Dies ist meine Meinung und auch die Meinung vieler ehemaligen CS-Angestellter. Wie lange schauen eigentlich die grossen Anteilshaber hier noch zu? Denn die Rendite ist ja nicht wirklich gut.
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