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Businessmodell Trump-Leaks Das grosse Geld mit Trump und Woodward

Legende: Audio Enthüllungsbuch über Trump wird Bestseller abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
01:49 min, aus HeuteMorgen vom 13.09.2018.
  • «Fear – Trump in the White House» – so heisst das neuste Enthüllungsbuch über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
  • Bereits jetzt ist klar: Das Buch des Starjournalisten Bob Woodward wird ein Bestseller.
  • Der Rowohlt Verlag hat sich die Lizenzrechte für die deutschsprachige Fassung mit einem Blindangebot gesichert.
  • Ein Blindangebot für den Kauf der Lizenzrechte ist in der Verlagsbranche eher die Ausnahme als die Regel.
Der Starjournalist Bob Woodward.
Legende: Der Starjournalist Bob Woodward hat ein Buch über Donald Trump geschrieben. Reuters/Archiv

Noch sind offiziell keine Verkaufszahlen aus den USA erhältlich, doch der Marketing-Chef von Rowohlt, Jürgen Welte, lässt gegenüber SRF erste Informationen durchsickern. «Soweit ich es von den amerikanischen Kollegen vernommen habe, sind dort knapp eine Million Bücher ausgeliefert worden. Und das ist natürlich schon eine Hausnummer», sagt er.

Ein «mediales Dauerfeuerwerk»

Eine Million Bücher bereits am ersten Tag – auch eine Folge des riesigen Medienechos, die das Buch schon vor der Publikation auslöste. Erste Passagen spielte der US-Verlag Simon and Schuster gezielt den Medien zu. «Das ist auf jeden Fall Teil der Vermarktungsstrategie», sagt Welte und erklärt weiter: «Es geht natürlich darum, in einem medialen Dauerfeuerwerk einen Punkt für eine Buchpublikation zu machen.»

Soweit ich es von den amerikanischen Kollegen vernommen habe, sind dort knapp eine Million Bücher ausgeliefert worden. Und das ist natürlich schon eine Hausnummer.
Autor: Jürgen WelteMarketing-Chef von Rowohlt

Genau diese Strategie scheint im Fall von Trump aufzugehen. Entsprechend zuversichtlich ist Welte auch hinsichtlich der deutschsprachigen Fassung. Sie ist bereits jetzt in den Top Ten der meistverkauften Bücher beim Online-Händler Amazon – allein aufgrund von Vorbestellungen. Die deutsche Fassung wird erst in vier Wochen erscheinen.

Blitzdeal mit den Amerikanern

Nicht nur bei den Käufern ist das Buch begehrt, auch die Verlage wollten es unbedingt haben. Deshalb musste Rowohlt schnell reagieren. «Das hiess vor allem zu Anfang, als wir die Information in einer kurzen E-Mail bekamen, dass dieses Buch publiziert werden wird, dass sich unsere Verlegerin innerhalb von wenigen Stunden dazu entschloss, ein Blindangebot abzugeben, um sich so sofort die deutschen Rechte zu sichern – bevor ein anderer Verlag die Gelegenheit dazu hatte.»

Es geht natürlich darum, in einem medialen Dauerfeuerwerk einen Punkt für eine Buchpublikation zu machen.
Autor: Jürgen WelteMarketingchef von Rowohlt

Ein Blindangebot für den Kauf der Lizenzrechte ist in der Verlagsbranche eher die Ausnahme als die Regel. Doch Trump als Thema und Woodward als Autor: Das reichte ganz offensichtlich als Sicherheit. Zumal der Verlag Erfahrung mit Enthüllungsbüchern über Trump hat. Bereits die deutsche Ausgabe von «Fire and Fury» erschien bei Rowohlt. Sie verkaufte sich in den ersten sieben Monaten weit über 200'000 Mal.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Ich habe noch nie ein Marketing Chef sagen gehoert das sich sein Produkt schlecht verkauft. Ansonsten muesste man diesen wohl sofort feuern.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Die Russland-Affäre ist in den Sand verlaufen, hat nichts hervorgebracht (ausser Hinweise für konspiratorische Machenschaften gegen DT). Nun wird einen auf DT ist unzurechnungsfähig, d.h. gefährlich, gemacht. Seit obigem Buch, offenbaren sich "Retter der Nation" die Trump in seiner Regierungstätigkeit behindern bzw. davor warnen "müssen". Diese "Retter" stecken selbst in fraglichen, kriminellen, weltweiten Machenschaften um Macht, Regierungswechsel, Krieg usw. Sind dies die "Guten"?
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    1. Antwort von James Klausner (Harder11)
      @Bernoulli: Sie behaupten da Dinge als Tatsachen, die Sie gar nicht wissen können. Ich staune immer wieder, wie es Ihnen möglich ist, rund um die Uhr,24 Stunden und zu jeder Tages- und Nachtzeit, solche agitatorischen Perlen zu verfassen, an manchen Tagen 30 bis 50 Stück...
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Klausner: darüber schweigt des Sängers Höflichkeit
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ J. Klausner: es gibt gute Quellen in den USA von Leuten, die einmal Teil des Systems waren (Geheimdienste, Regierungen, Redaktoren grosser Zeitungen, Militärstrategen in ehemals wichtigen Positionen usw.). Ihre Sicht der Dinge beruht auf Insider-Erfahrung. Sie bringen nicht nur Argumente, sondern wissen die Fakten zu verknüpfen. Ihre Stimme findet man nicht im üblichen Blätterwald. Aber hoffentlich täuschen sich diese Stimmen und alles wird gut.
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    4. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Herr Klausner nicht übertreiben. Herr Bernoulli schreibt niemals 30 bis 50 Kommentare am Tag. Da gibt es andere Spitzenreiter, die nur aus Streitlust sich in Position bringen oder glauben , Kommentare mit ihrem Wissensstand zu korrigieren.
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    5. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Mein Kommentar beruht auf einem Text auf der HP von Ron Paul.
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    6. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Paul befürwortet individualistische Freiheit, die auch beinhaltet, dass jeder Bürger seine Vorsorge für Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. selbst regelt und jede staatliche Verantwortung für Sozialversicherungen wie Rentenversicherung, Krankenfürsorge etc. abgeschafft wird.--> Das sind wahrlich prächtige Vorbilder;-)
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    7. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ A. Planta, was für eine absurde Argumentation. Paul befürwortet eine Ende des FED-Systems (Ausbeutungssystem zu Gunsten der Grossbanken) und das Ende des US-Militärinterventiionismus. Mann kann in einigen Punkten mit Paul nicht einverstanden sein (ich auch), aber im Vergleich zu den allermeisten US-Politiker, die der Lobby des Militärindustriellen Komplexes und der Wall Street hörig sind, wäre Ron Paul als Präsident ein Segen für die USA und die Welt gewesen.
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  • Kommentar von Alfred Schläpfer (191.5yenokavan)
    Wie gut kennen die Kommentatoren die Biografie von Bob Woodward? Wieviele seiner Bücher haben sie gelesen? Unwichtig. Hauptsache, man setzt einen Blog ab und kommentiert mit seinem fundierten Wissen alle aktuellen Themen in unserem Tagesgeschehen. Meine Wiener Freunde haben einen klaren Ausdruck für solche Leute: „Dampfplauderi“.
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