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Diagnostik-Leader Roche kann kaum von der Pandemie profitieren
Aus Tagesschau vom 04.02.2021.
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Corona-Heimtests Roche-Chef empfiehlt der Schweiz Schnelltests für zuhause

Roche erwirtschaftet 2020 einen Gewinn von 15.1 Milliarden Franken bei leicht weniger Umsatz. Der Konzern verkaufte weniger Medikamente dafür deutlich mehr Corona-Tests. Im Interview mit SRF erläutert CEO Severin Schwan, warum Schnelltests für den Heimgebrauch helfen würden, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Severin Schwan

Severin Schwan

CEO Roche-Gruppe

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Der studierte Wirtschaftswissenschafter Severin Schwan ist seit 2008 Konzernchef der Roche-Gruppe.

SRF News: Sie haben jetzt einen neuen Nasenabstrich-Schnelltest am Start. Wie funktioniert dieser?

Severin Schwan: Im Gegensatz zu den herkömmlichen Schnelltests, wo sie diesen Nasen-Rachen-Abstrich machen, der ja doch etwas unangenehm ist, ist es jetzt mit diesem neuen Test möglich, dass sie nur den Abstrich im vorderen Teil der Nase machen. Das ist wesentlich weniger unangenehm zum einen, aber vor allem kann der Patient es selbst machen. Wir hoffen, dass wir damit dazu beitragen können, dass jetzt diese Tests auch breiter in der Schweiz eingesetzt werden können.

Wie funktioniert das genau und gibt es bereits Verhandlungen mit Behörden?

Grundsätzlich ist es möglich, dass dieser Test jetzt auch zu Hause angewendet wird, weil es eben sehr einfach ist. Wir brauchen nicht diesen Abstrich, wo sie tief in die Nase gehen bis zum Rachen hoch, sondern es reicht, wenn sie den Abstrich im vorderen Teil der Nase machen. Aber es ist letztlich Aufgabe der Behörden zu entscheiden, ob sie solche Tests auch für den Heimgebrauch freigeben oder nicht. Und wir sind mit den Behörden weltweit im Gespräch.

Auch in der Schweiz?

Auch mit der Schweiz laufen diese Gespräche und man wird dann sehen, wie die Behörden entscheiden.

Ist es sinnvoll, wenn jedermann zu Hause einen Test machen kann?

Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir auch in der Schweiz mehr testen. Es hilft, diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Und ich glaube, mindestens in gewissen Situationen macht es dann Sinn, dass man auch solche Tests ohne die Betreuung durch professionelles Personal durchführen kann.

Wie gross ist die Marge bei diesen Schnelltests?

Die Margen in dem Bereich sind geringer. Die Konkurrenz ist sehr gross. Man macht das Geschäft bis zu einem gewissen Grad über die Volumen. Man muss aber auch sagen, als Roche insgesamt waren wir von der Covid-19-Pandemie im letzten Jahr negativ betroffen.

Das Gespräch führte Tobias Bossard.

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Angst und Panikhilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 801 109 (10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr)

Eltern-Notruf Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline: 0848 35 45 55 (24x7)

Pro Juventute, Link öffnet in einem neuen Fenster, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

Schweizer Sorgen-Telefon, Link öffnet in einem neuen Fenster: 143 (24x7)

Suchthilfe Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

Branchenhilfe.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster: Ratgeberportal für Corona betroffene Wirtschaftszweige

Tagesschau 12:30 Uhr, 4.2.2021;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Benjamin  (Benny)
    Testen hilft nicht viel, wo ist denn die Impfung??!!
    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Doch, testen hilft. Wenn Sie ohne grossen Aufwand zuhause einen Test machen können, werden Sie das Virus zuhause behalten, und nicht unter die Leute gehen.
  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Natürlich preist man ein Produkt an, das man gerne verkaufen möchte. Trotzdem eine sehr gute Innovation, da es das Testen einfacher und vor allem angenehmer macht. Der Rachen muss nicht mehr durch die Nase erreicht werden. Hoffe, dass dieses Produkt für den Heimgebrauch freigegeben wird.
  • Kommentar von Beat Stroo  (streatcom)
    Ojehh, das Medikamenten-Geschäft lief im letzten Jahr schlechter..... Was machen wir denn nur mit der Pharma Industrie, wenn die Menschen gesund sind????