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Legende: Audio Schweizer Grossbanken wittern das grosse Geschäft in China abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
02:25 min, aus Rendez-vous vom 24.04.2019.
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CS eifert UBS nach Schweizer Grossbanken buhlen um Chinas Superreiche

Im boomenden Riesenreich gibt es immer mehr Millionäre und Milliardäre – und auch ihr Geld will verwaltet werden.

Trotz Menschenrechtsverletzungen ist China interessant für den Westen. Denn die Wirtschaft boomt und sorgt für viel Reichtum im Land. Das interessiert auch die Schweizer Banken: Derzeit reisen Vertreter der Bankenbranche mit Bundespräsident Ueli Maurer durch China. Sie hoffen, einen besseren Zugang zu potenziellen Kunden zu erhalten.

Wenn es um das Bankgeschäft in China geht, hat die UBS als weltweit grösste Vermögensverwalterin die Nase vorn. Doch Tidjane Thiam, der Chef der zweitgrössten Schweizer Bank, der Credit Suisse, will mithalten. Im Interview mit Radio SRF anlässlich der neusten Geschäftszahlen sagte er kämpferisch: «Wir wollen in China zu den wichtigsten Banken gehören.»

Thiam
Legende: Die UBS mischt schon kräftig mit. CS-Chef Thiam will es ihr gleichtun. Keystone

Vor wenigen Tagen gab die CS bekannt, sie werde ihren Anteil an einem bereits bestehenden chinesischen Finanz-Joint-Venture von 49 auf 51 Prozent aufstocken. Was nach einer kleinen Änderung aussieht, hat weitreichende Konsequenzen, betont Thiam: «Das ist eine wichtige Etappe in meiner Strategie. Denn damit kann die CS künftig mehr Kunden in China direkt vor Ort mit Bankgeschäften versorgen.»

Wir wollen auch so eine umfassende Bankenlizenz wie die UBS in China.
Autor: Tidjane ThiamCEO der Credit Suisse

Bisher hat die CS chinesische Kunden vor allem aus dem Ausland versorgt, etwa aus Hongkong oder aus Singapur. Jetzt drängt die Bank also stärker aufs chinesische Festland. Das ist übrigens erst seit kurzem überhaupt erlaubt: Denn China schottet den eigenen Finanzmarkt noch immer stark vor ausländischer Konkurrenz ab. Und Finanzgeschäfte mit der chinesischen Währung Renminbi sind streng reglementiert.

Legende:
Hier leben die Milliardäre UBS/PWC Billionaires Report 2018

Beim Buhlen um chinesische Millionäre und Milliardäre, die immer zahlreicher werden, scheint die Lokalrivalin UBS der CS stets einen Schritt voraus zu sein: So ist die UBS schon länger in China tätig, ist dort grösser, und hat auch eine weitreichendere Bankenlizenz: Sprich, die UBS darf in China mehr Kunden mit mehr Bankgeschäften versorgen als es die CS darf.

Hoffen auf besseren Zugang

Das will CS-Chef Thiam ändern, wie er verrät: «Wir wollen auch so eine umfassende Bankenlizenz in China.» Aber in China sei es halt wie überall: Man müsse Geduld haben, so Thiam. Für seine Expansionspläne in China hat er sich denn auch einen Zeithorizont von zehn bis 15 Jahren gesteckt.

Und er hofft – wie die Schweizer Bankenvertreter, die derzeit mit Finanzminister Ueli Maurer durch China reisen – dass China den Zugang zum heimischen Finanzplatz weiter öffnen wird.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Mazza (Mysenf)
    Bis 2008 hatten auch alle weggeschaut. Bundesrat / FINMA / SNB / Banken-Manager / Versicherungs-Manager etc.! Dann platzt wieder eine Blase und die Schuld wird hin und her geschoben. So lange sich möglichst viele den Bauch vollschlagen können, schaut jeder weg. Der Mensch ist leider nicht für langfristige Sachen gemacht. Und das ist eine traurige Tatsache.
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  • Kommentar von Thomas Kistler (THOMKIS)
    Leider regiert die Gier die Welt nicht die Vernunft.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die können schon buhlen - solange diese reichen Chinesen Devisen benötigen, um es am Staat vorbei ins Ausland zu transferieren , um bei uns die Geldmärkte zu inflationieren bis es kracht . Dann kommen Bussen die wir Steuerzahler zu schlucken haben. Das ewige Dreckgeschäft - ohne Arbeit das Vermögen des Volkes zu verprassen geht weiter , ob dass das Chinavolk oder andere Völker sind.
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