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CS im dritten Quartal Credit Suisse mit über 500 Mio. Franken Reingewinn

  • Die Credit Suisse hat im dritten Quartal einen Gewinn von 546 Millionen Franken geschrieben. Vor allem bei der Investmentbank lief es besser als vor Jahresfrist.
  • Derweil blieben die Ergebnisse des Schweizer Bankengeschäfts und der Vermögensverwaltung hinter den Vorjahreswerten zurück.
  • Mit dem Ergebnis des dritten Quartals blieb die Grossbank hinter den Erwartungen der Branchenanalysten zurück.

Die Credit Suisse hat im dritten Quartal 2020 deutlich weniger verdient als in der Vergleichsperiode 2020. Das lag unter anderem an einem Verkauf im Vorjahr, der damals einen Extra-Gewinn in die Kassen gespült hatte.

Suche nach Rohner-Nachfolge läuft

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Die Verwaltungsräte Joaquin J. Ribeiro, John Tiner sowie Präsident Urs Rohner tregen bei der Generalversammlung 2021 nicht zur Wiederwahl an. Die Nachfolge von Rohner werde noch vor Ende Jahr bekanntgegeben, teilte die CS mit.

Als Nachfolger von Ribeiro und Tiner sollen Ende April 2021 mit Clare Brady und Blythe Masters zwei Britinnen als nicht exekutive Mitglieder in den Verwaltungsrat der CS gewählt werden.

Clare Brady war Director of Internal Audit beim IWF und ist derzeit u.a. Mitglied der Audit and Risk Commission der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in der Schweiz. Früher war sie u.a. bei der Weltbank, der Deutschen Bank, der Bank of England und bei Barclays tätig.

Blythe Masters war während 27 Jahren als Führungskraft bei J.P. Morgan Chase tätig. Danach war sie bis 2018 CEO bei Digital Asset Holdings, einem Finanztechnologieunternehmen. Derzeit ist sie u.a. Mitglied des Verwaltungsrats von A.P. Moller - Maersk.

Mit dem diesjährigen Ergebnis wurden indes aber auch die bereits vorsichtigen Prognosen von Marktbeobachtern verfehlt.

Weniger Ertrag, weniger Gewinn

Die Erträge sanken im 3. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken. Der Reingewinn brach gleichzeitig um 38 Prozent auf 546 Millionen Franken ein. Im dritten Quartal 2019 hatte der Verkauf der Fonds-Plattform InvestLab an Allfunds 327 Millionen Franken eingebracht.

Im 3. Quartal 2020 fielen zudem weitere Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 94 Millionen an, wie aus einer Mitteilung der Bank hervorgeht. Im 1. Quartal waren es 568 Millionen Franken, im 2. Quartal 296 Millionen Rückstellungen gewesen. Im 1. Quartal war es ausserdem noch zu Wertberichtigungen in der Höhe von 444 Millionen gekommen.
Hinzu kommen im 3. Quartal 2020 Kosten von 107 Millionen Franken wegen der laufenden Restrukturierung der CS sowie Rückstellungen für bedeutende Rechtsstreitigkeiten von 152 Millionen.

Ab 2021 wieder Aktienrückkäufe

Die CS schreibt, es sei nach wie vor ungewiss, wie sich die Pandemie entwickeln werde. Man gehe aber davon aus, dass Transaktionsvolumen und Handelsaktivität im Vermögensverwaltungsgeschäft und Investment-Banking-Geschäft angesichts des vorherrschenden Umfelds weiterhin hoch bleiben werden, da die Kunden auf die makroökonomischen Unsicherheiten reagieren würden.

Derweil sollen die wegen der Coronakrise auf Eis gelegten Aktienrückkäufe im Januar 2021 wieder aufgenommen werden.

SRF 4 News, 07.30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Hiere gilt ähnliches wie bei der SNB. Man hängt an den Börsenkursen. Sollte es zu einem Börsensturz kommen hilft nur noch Stossgebet.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Welchen Leuten aus dem Mittelstand und unten wurde Geld - zumindest indirekt, systembedingt - entzogen bis "gestohlen"? Am einen Ort häuft sich unheimlich viel Geld an, an anderen Orten bangen Menschen um den Konkurs herum. Bitte freiwillig an Aermere auf gutem Weg "zurückgeben". Alles andere ist unmoralisch - auch im Blick auf die Steuerzahler, die Lücken stopfen helfen müssen!
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    1. Antwort von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
      Die Wahrheit ist dass die Banken seit Jahren durch die 0 und unter 0 Politik der Zentralbanken nichts mehr verdienen und faktisch am Börsengewinn hängen, sei es durch direkte Investitionen oder durch die ihrer Kunden wo sie Kommissionen kassieren. Kaum auszudenken was vor uns liegt.
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  • Kommentar von Matthias Hahn  (rassecrew)
    Den Gewinn müssten sie direkt an die Spitäler weiterleiten. Denn die Spitäler gehören, wie viele andere auch, zu den grossen Verlierern der Covidkrise. Es ist verrückt, dass SBB und Co. dreistellige Millionenbeträge aus Bern erhalten und die Spitäler, welche seit März an vorderster Front kämpfen, ihre Millionenverluste selbst tragen müssen.
    Solche Artikel, dass egal welche Bank wieder hunderte von Millionen im Quartal Gewinn machen, befeuern nur die Wut der "normal Sterblichen".
    FERTIG!
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    1. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
      Wieso denn das? Sehr eigenartige Sichtweise.
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