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Die US-Öltanks sind bis an den Rand gefüllt
Aus Tagesschau vom 21.04.2020.
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Der Erdölpreise zerfällt Drückt der Ölpreis auch die Benzinpreise in der Schweiz?

Die wichtigsten Fragen und Antworten nach den massiven Preisverlusten für Rohöl.

Die Erdölpreise sind massiv unter Druck – wann zahlt sich das beim Tanken aus?

Preisveränderungen beim Rohöl schlagen nicht unmittelbar auf die Zapfsäulen durch. Aus mehreren Gründen:

  • Das Öl wird in Dollar gehandelt – entsprechend spielt der Währungskurs eine Rolle. Und just der Dollar ist beispielsweise gegenüber dem Franken in den letzten Tagen teurer geworden.
  • Hinzu kommen Frachtkosten, die ebenfalls variieren – zum Beispiel je nach Pegelstand und Befahrbarkeit des Rheins. Der Weg vom Rohöl aus dem Bohrloch bis zum Benzin an der Zapfsäule ist lang – auch deshalb findet die Umsetzung des Rohölpreises auf den Preis von Benzin und andere raffinierte Erdölprodukte verzögert statt. Dabei kommen auch die Output-Leistungen der Raffinerien zum Tragen.

Wie haben sich denn die Preise für Treibstoffe in der Corona-Krise entwickelt?

Der Druck auf die Preise ist bereits deutlich sichtbar. Der Durchschnittspreis für Bleifrei 95 hat laut der Statistik der Schweizer Erdölvereinigung Avenergie 1.49 Franken erreicht. Seither haben sich die Preise nochmals deutlich nach unten bewegt. Je nach Region und Anbieter ergeben sich wie immer deutliche Preisunterschiede. Bei Diesel lag der März-Durchschnitt bei 1.60 Franken.

Und beim Heizöl?

Bei den Heizölpreisen ist generell mehr Bewegung drin als bei den Treibstoffen. Der Durchschnittspreis für 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3000 bis 6000 Liter ist seit Anfang Jahr von 89.65 Franken auf 72.27 Franken gesunken. Ein Rückgang um 20 Prozent. Das hat sich bereits bemerkbar gemacht. So nahmen die Heizölbestellungen bereits deutlich zu.

Und was bedeuten die Verwerfungen beim Ölpreis für die Schweizer Wirtschaft?

Bei der Abhängigkeit vom Erdöl steht die Schweiz im Vergleich mit dem europäischen Umland relativ gut da. Ein tiefer Ölpreis setzt in erster Linie die Erdölindustrie und ihre Zulieferfirmen unter Druck. So liefert beispielsweise der Schweizer Industriekonzern Sulzer Pumpen und Lanzen für die Ölförderung. Ansonsten gilt ein tiefer Ölpreis eher als Schmiermittel für die Konjunktur, da er hilft die Produktionskosten tief zu halten.

«Tagesschau» 19.30 Uhr

Logo der Sendung «Tagesschau»

Mehr zum Thema sehen Sie heute in der «Tagesschau» auf SRF 1 um 19.30 Uhr.

Tagesschau, 21.4.2020, 19:30 Uhr, srf/bern;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Ein Zauberwort um die Wirtschaft besser zu verstehen ist das Wort Umlaufgeschwindigkeit. Wie schnell zirkuliert das Geld und Waren. Da ja an das Geld auch Steuern gebunden sind, zum Beispiel die Mehrwertsteuer. Zur Zeit haben wir eine Depression, die Umlaufgeschwindigkeit ist sehr tief. Die Inflation kommt erst wenn die Umlaufgeschwindigkeit sehr schnell wird und wir das Geld gleichzeitig brauchen auf dem Markt, dann kommt die Inflation, also nach der Coronaangst.
  • Kommentar von Benedikt Jorns  (Benedikt Jorns)
    Erdöl, Erdgas und Kohle führten zwar zur Industrialisierung der Menschheit, doch jetzt sollten wir aus bekannten Gründen wechseln zu den beiden andern, zu den erneuerbaren Energien und zur Kernenergie. Doch der nach wie vor stark steigende weltweite Energieverbrauch wird leider immer noch zu ca. 85% durch Erdöl, Erdgas und Kohle abgedeckt. Das Coronavirus wird sich wieder verabschieden, doch das CO2 breitet sich immer noch weltweit aus.
  • Kommentar von Felice Limacher  (Felimas)
    Soso ... bei den Heizöl-Preisen ist mehr Bewegung drinn als bei den Treibstoffen ... Oder mit anderen Worten: Bei den Treibstoffen wird die Marge/Preise länger hoch gehalten als beim Heizöl, oder noch in anderen Worten, bei den Treibstoffen wird der Konsument etwas länger vera....t!
    Ist hier jetzt Märchenstunde oder was ?