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Stellenabbau bei der Migros
Aus Rendez-vous vom 17.09.2019.
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Deutlicher Abbau Migros Aare will 300 Arbeitsplätze streichen

  • Die Migros Aare baut in den nächsten zwei Jahren 300 Arbeitsplätze ab.
  • Der Abbau soll so weit wie möglich über natürliche Fluktuationen und interne Anschlussmöglichkeiten erfolgen.
  • Es gelte, auf das herausfordernde Marktumfeld und die sich ändernden Kundenbedürfnisse zu reagieren, schreibt die Migros in einer Mitteilung.

Ein freiwilliger Sozialplan soll gemäss der Migros Aaare zur Anwendung kommen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen, welches in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau tätig ist, rund 12'000 Angestellte.

Das Sparprogramm begründet die Migros Aare mit dem intensiven Wettbewerb und eigenen Angaben zufolge sinkender Rentabilität der vergangenen Jahre. Kosten in der Höhe von drei Prozent des Umsatzes will die Migros Aare einsparen. Sie erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3.4 Milliarden Franken.

Die Migros Aare überprüft auch ihre Immobilienstrategie, den Einkaufsprozess und die Organisationsstruktur der Betriebszentrale. So will sie Sachkosten senken.

Stellenabbau auch in anderen Regionen

Die Migros Aare ist nicht die einzige der zehn regionalen Migros-Genossenschaften, welche in letzter Zeit einen Stellenabbau bekannt gab. Im Juli kündigte die Migros Zürich einen Abbau von 38.7 Vollzeitstellen in den zentralen Diensten an, im Juni die Migros Ostschweiz einen Abbau von 90 Stellen in der Zentrale.

Zudem will die Migros Ostschweiz 2020 den Betrieb einer St. Galler Sportanlage mit 75 Angestellten aufgeben. Schon im vergangenen Jahr entschied die Konzernzentrale in Zürich, 290 Stellen abzubauen.

Umsatzstärkste Genossenschaft

Die Migros Aare ging 1998 aus dem Zusammenschluss der Genossenschaften Bern und Aargau/Solothurn hervor. Sie ist nach eigenen Angaben die grösste private Arbeitgeberin in den drei Kantonen und die umsatzstärkste aller zehn regionalen Migros-Genossenschaften.

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens steigerte sie 2018 den Umsatz um 2.5 Prozent auf 3.4 Milliarden Franken. Der Gewinn erhöhte sich von 30.5 auf 35.1 Millionen Franken. Beim Möbelverkauf spürte die Migros Aare das «international geprägte Mitbewerberumfeld», wie sie im März dieses Jahres in einer Mitteilung schrieb.

Im Februar angekündigt

Bereits im Februar dieses Jahres gab die Migros Aare bekannt, dass sie sparen will. Die Genossenschaft wolle effizienter, schlanker und anpassungsfähiger werden.

Die Geschäftsleitung orientierte die Angestellten der Betriebszentrale am Morgen persönlich über das Sparprogramm mit dem Namen «Fokus». Dieses Sparprogramm geht einher mit einer neuen Unternehmensstrategie, mit welcher das Kerngeschäft gestärkt werden soll und das auf neue Kundenbedürfnisse ausgerichtet ist.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Solange das Fernbleiben in den grossen und flächendeckenden Verkaufs-Geschäften unserer Grossverteiler (Migros, Coop, Denner, usw) weiter zunimmt und immer mehr bei Internet-Anbieter mit einem Maus-Klick alles gekauft und konsumiert wird, werden künftig noch sehr viele Stellen abgebaut werden! Wir Konsumenten könnten mit unserem Einkaufsverhalten starke Gegensteuerungen aktivieren, statt über verlorene Arbeitsplätze zu jammern!
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Migros stagniert. Wundert mich nicht bei der jahrelangen falschen Filial- und Sortimentspolitik. Zu viel Gewicht auf grosse Einkaufszentren und ein viel zu breites Sortiment.
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  • Kommentar von Willi Meier  (wm)
    Ich würde lieber drei Viertel der hundertausend verschiedenen Joghurts weglassen und dafür keine Stellen streichen.
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