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SRF Börse vom 29.06.2022
Aus Börse vom 29.06.2022.
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Euro unter der Paritätsmarke Euro fällt zum Schweizer Franken auf neues Jahrestief

  • Der Schweizer Franken wertet weiter auf.
  • Der Euro notiert am Donnerstag unter der Parität und kostet 0.997 Franken.
  • Mittlerweile notiert das Währungspaar wieder über der wichtigen Paritätsmarke.
  • Bereits am Mittwoch war der Euro erstmals seit März unter die Paritätsmarke gefallen.

Das EUR/CHF-Währungspaar fiel am Donnerstagmittag relativ klar unter die Parität und markierte bei 0.99435 ein neues Jahrestief. Mittlerweile notiert das Paar allerdings mit 1.0012 wieder über der psychologisch wichtigen Marke. Auch zum Dollar legte der Franken etwas zu und wurde bei 0.9566 (USD/CHF) gehandelt.

Nachdem die Schweizerische Nationalbank vor zwei Wochen überraschend die Zinsen erhöht und den Franken nicht länger als hoch bewertet bezeichnet hatte, war es laut Marktteilnehmern nur eine Frage der Zeit, bis der Euro zum Franken unter die Paritätsmarke fällt.

Euro-Schweizer Franken Kurs
Legende: finanzen.ch

«Solange die Europäische Zentralbank im Schneckentempo auf die hohen Inflationsraten reagiert, wird der Franken weiter aufwerten», heisst es in einem Kommentar der VP Bank vom Mittwoch. Dies zeige sich gerade an Handelstagen mit ausgeprägter Risikoaversion. «Zwar ist von einem raschen Durchmarsch auf Niveaus von 0.90 nicht auszugehen. Doch Notierungen unter der Parität werden wohl zur Normalität.»

Gemäss einer aktuellen Studie der CS könnte die SNB zudem ihre Devisenkäufe, die dazu beigetragen haben, den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken zu mindern, bald einstellen. Denn nach über einem Jahrzehnt mit beinahe ausschliesslich einseitigen Interventionen am Devisenmarkt, lasse der Inflationsausblick keine deutliche Abwertung des Schweizer Frankens mehr zu, schrieben Experten am Mittwoch.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktor Matthias Pfander

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Der Blick auf die Kurstafeln mit den Fremdwährungen heute mag Erstaunen auslösen. Der Eurokurs hat sich deutlich unter die Parität bewegt, liegt also unter 1 Franken. Lange galt das Erreichen oder Unterschreiten dieser Grenze als gefährlich. Dem ist heute nicht mehr so. Die Schweizerische Nationalbank bezeichnete den Franken anlässlich der letzten Lagebeurteilung nicht mehr als hoch bewertet. Sie lässt also zu, dass sich der Kurs unter die Parität bewegt.

Das war bis vor kurzem noch anders. Im ersten Quartal hatte die Nationalbank massiv interveniert, um den Franken zu schwächen und dabei für 5.7 Milliarden Franken Devisen gekauft. Im Vorquartal belief sich die Intervention auf 12.6 Milliarden. Der aktuelle Kurs nahe oder unter der Parität bietet im Moment gar Vorteile. Er hilft, die importierte Inflation zu dämpfen und macht die bevorstehenden Sommerferien im Euro-Ausland günstiger. Und im Export traut die Nationalbank den Schweizer Firmen offenbar zu, mit diesem Kurs leben zu können.

SRF Börse, 29.6.2022, 19:25 Uhr;

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