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Aus dem Archiv: Rückschlag für Digitalwährung Libra
Aus Echo der Zeit vom 05.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
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Facebooks Kryptowährung Mastercard, Visa und Ebay steigen bei Libra aus

  • Facebook muss bei der umstrittenen Digitalwährung Libra auf weitere bekannte Partner verzichten.
  • Am Freitag nach US-Börsenschluss gaben gleich vier grosse Unternehmen ihren Ausstieg bekannt.
  • Ihren Rückzug verkündeten die Online-Handelsplattform Ebay, die Kreditkartenriesen Mastercard und Visa sowie der Bezahldienst Stripe.

Vor einer Woche hatte bereits Paypal seine weitere Teilnahme abgesagt. Zuvor hatten US-Medien über angebliche Bedenken angesichts der massiven Kritik an dem von Facebook initiierten Projekt berichtet.

Zahlreiche Gegner

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  • Facebook stösst mit seinen Plänen für die eigene Kryptowährung Libra auf den Widerstand von Notenbanken, Aufsichtsbehörden und Politikern.
  • Wegen der potenziellen Zahl der Nutzer - bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - könnte die geplante Digitalwährung im internationalen Geldsystem langfristig eine wichtige Rolle spielen.
  • Experten trauen dem weltgrössten Internet-Netzwerk aus dem Silicon Valley zu, damit das Finanzsystem auf den Kopf zu stellen - weil Geldtransfers zwischen Personen und zwischen Ländern schneller und günstiger werden dürften.

Die Digitalwährung soll von der Libra Association mit Sitz in der Schweiz verwaltet werden. Facebook hatte bei der Vorstellung im Sommer gut zwei Dutzend namhafte Partner präsentiert, doch nun werden es immer weniger.

Libra Association wählt am Montag Verwaltungsrat

Libra erklärte, die Pläne würden auch nach dem jüngsten Exodus vorangetrieben. Nach Agenturberichten wird sich die Libra Association am Montag in Genf treffen und einen Verwaltungsrat für die Vereinigung wählen. Zudem sollen die Mitglieder einer Charta zustimmen, welche die Grundsätze des Projekts festlegt.

Die Grundidee und auch der Zeitplan für das Projekt einer Digitalwährung seien weiterhin unverändert, erklärte eine Libra-Sprecherin am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. So werde der Start der Digitalwährung nach wie vor gegen Ende des ersten Halbjahres 2020 angestrebt, zudem solle die Libra Association bis zu diesem Datum auf rund 100 Mitglieder aufgestockt werden.

Anfangs 28 Gründungsmitglieder

Bei Ankündigung des Libra-Projekts Mitte Juni umfasste dieses 28 Gründungsmitglieder. Neben der Initiatorin Facebook waren dies auch Internet- und Finanzkonzerne wie Spotify, Uber, Mastercard, Visa oder Paypal. In der Folge der andauernden und heftigen Kritik von Politikern und Regulatoren war es allerdings in der Allianz zu Rissen gekommen. Vergangenes Wochenende hatte Paypal bereits den Austritt aus dem Libra-Projekt bekanntgegeben, ohne näher auf seine Bewegggründe einzugehen.

Der Leiter des Libra-Projekts, David Marcus, hatte im September in einem Interview erklärt, dass die Libra Gesellschaft derzeit ein operatives Team aufbaue. Das Libra-Projekt solle noch bis Ende Jahr von Facebook geführt werden und dann an die Libra Association übergehen.

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Aus dem Archiv: Krypto-Währung «Libra» unter Beobachtung
Aus Tagesschau vom 10.09.2019.
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Wenn am Gerücht, dass Google einen 53 QBit Quantencomputer hat, wirklich etwas wahres dran ist, dann viel Spass mit den Kryptowährungen....
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    1. Antwort von Hans-Peter Müller  (Hampi)
      Quantentechner von google, IBM, NSA und vielen weiteren militärischen und wirtschaftlichen Orgas entwickeln sich rasant. Sobald die Rechner stabil laufen, sind sie ein massives Sicherheitsrisiko für alle konventionellen Rechensysteme.
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    2. Antwort von Sebastian Köhler  (Tekk)
      Naja, gilt nicht für alle Kryptowährungen. Die Quantensicherheit ist z. B ein grosser Pluspunkt für IOTA, diese setzt auf "Winternitz One-Time Signature Scheme" (bitte selber googlen) um Quantensicherheit zu erreichen.
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    3. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      @Köhler: Naja IOTA ist jetzt vielleicht nicht das beste Beispiel. Das Projekt hat ausreichend andere Schwachpunkte, da nützt auch eine angebliche Quantensicherheit nichts. Wer denkt das der Quantencomputer vorallem für Kryptowährungen ein Problem darstellen, dem ist nicht bewusst wo sonst noch überall Kryptographie eingesetzt wird. Das Geld auf unseren Bankkontos ist deutlich schlechter geschützt und wenns soweit ist, werden die Kryptowährungen viel schneller ein Update kriegen als die Banken.
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Und die heiklen Punkte haben die Aussteiger erst jetzt bemerkt? Klingt etwas nach Sabotage.
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