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Fachkräfte sind weiterhin Mangelware
Aus HeuteMorgen vom 01.03.2021.
abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
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Fachkräftemangel in IT-Branche Vielerorts fehlt Strategie zur Rekrutierung von Spezialisten

  • Viele Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften, vor allem im Ingenieurswesen, in der Technik und in der Informatik.
  • Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt, wie eine Umfrage unter Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräten zeigt.
  • 59 Prozent der Befragten befürchten, dass es zunehmend schwieriger wird, hochqualifiziertes Personal zu finden.

Wegen der Corona-Pandemie und des teilweisen Shutdowns der Wirtschaft wurden im vergangenen Jahr zwar weniger Arbeitsplätze ausgeschrieben – davon dürfe man sich aber nicht täuschen lassen, sagt Michael Kramp, Chefökonom des Beratungsunternehmens Deloitte Schweiz.

Der Fachkräftemangel wird sich mittelfristig wieder verschärfen.
Autor: Michael KrampChefökonom des Beratungsunternehmens Deloitte Schweiz

Der Fachkräftemangel sei immer noch da – wenn auch temporär etwas weniger ausgeprägt. «Da die Wirtschaft aber durch einen intensivierenden Strukturwandel geht, wird sich der Fachkräftemangel mittelfristig wieder verschärfen.»

Pandemie forciert Digitalisierung

Strukturwandel heisst: Die Digitalisierung vieler Wirtschaftsbereiche wird gerade wegen der Corona-Pandemie noch rascher vorangetrieben. Arbeitsabläufe in Fabriken etwa könnten noch konsequenter automatisiert und digitalisiert werden.

«Um digitale Projekte umzusetzen und beispielsweise digitale Geschäftsmodelle zu betreiben, benötigt es oft Fachpersonal. Dieses war vor der Pandemie bereits knapp – jetzt aber erst recht», betont Kramp.

Absehbarer Handlungsbedarf

Das sehen auch Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen so. Zwar sehen sich gemäss einer Umfrage von Deloitte Schweiz gut zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) ihr Unternehmen für die zukünftigen Herausforderungen des Talentmanagements gerüstet.

59 Prozent befürchten aber, dass es zunehmend schwierig wird, hochqualifiziertes Personal zu finden. Der «swissVR Monitor» zeigt aber auch, dass vielerorts eine Strategie für die Rekrutierung und Weiterbildung von Fachkräften fehlt.

Die Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte wollen deshalb nun vermehrt bei solchen Fragen mitreden und sich dafür einsetzen, dass verstärkt interne Talente gefördert und auch in Leitungsfunktionen gehievt werden.

SwissVR Monitor - die halbjährliche Umfrage

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Der neunte «swissVR Monitor» basiert auf einer Befragung von 420 Schweizer Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräten. Die Umfrage erfasst deren Einschätzungen zu Konjunktur- und Geschäftsaussichten. Die halbjährliche Umfrage wird von swissVR, einer führenden Vereinigung für Verwaltungsratsmitglieder, dem Beratungsunternehmen Deloitte und der Hochschule Luzern gemeinam durchgeführt.

SRF 4 News, Heute Morgen, 02.03.2021, 6 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Die CH-Mentalität ist definitiv zu weit weg davon, in absehbarer Zeit diese Fachkräfte auszubilden. Nicht nur die Jungen, aber auch die Alten haben ihren Beitrag dazu. Ich erhalte sehr viele Bewerbungen von 50+ IT-Engineuren - die letzte Aus-/Weiterbildung liegt auf Jahrzehnte zurück. Das ist heute ein no-go. Unser Unternehmen überlegt sich nun, in einer abgelegenen Gegend der EU einen Tech-Ableger zu gründen und die CH den Gastronomen und Bankern zu überlassen. Win-win. Oder doch nicht?...
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Wir haben die Ausbildung für die Mangelberufe verschlafen! Darum sind wir heute auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen. Warum übt man in der Schweiz nicht einen gewissen Druck auf die Jungen aus, sich für Ausbildungen und Berufe mit Nachfragepotenzial zu entscheiden?