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Arbeitslosenquote auf Rekordtief
Aus Tagesschau vom 10.01.2020.
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Fast so tief wie vor 20 Jahren Schweizer Arbeitslosenquote geht weiter zurück

  • In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im letzten Jahr weiter aufgehellt.
  • Die Arbeitslosenquote liegt so tief wie zuletzt vor rund 20 Jahren.
  • Im Dezember nahm die Arbeitslosigkeit allerdings saisonbedingt leicht zu.

Über das ganze Jahr 2019 ist die Arbeitslosenquote von einem bereits ursprünglich tiefen Niveau weiter zurückgegangen. Im Durchschnitt lag sie bei 2.3 Prozent nach 2.5 Prozent im Jahr davor, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.

Derart tiefe Werte wurden zuletzt Anfang der 2000er-Jahre gemessen. In den Jahren 2000 und 2001 fiel die Arbeitslosenquote gar unter die Marke von 2 Prozent, ehe der Wert bis 2004 nahe an die Schwelle von 4 Prozent kletterte.

Widerstandsfähiger Arbeitsmarkt

Die letztjährige gute Entwicklung des Schweizer Arbeitsmarkts lässt sich auch anhand der Entwicklung der Arbeitslosenzahl ablesen. Die durchschnittliche Zahl der als arbeitslos registrierten Personen fiel 2019 laut Seco um knapp 10 Prozent auf 106'932 zurück.

Der Schweizer Arbeitsmarkt habe sich im vergangenen Jahr als widerstandsfähig erwiesen, schreibt das Seco. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte nahm die Zahl der Arbeitslosen trotz trüberen Wirtschaftsaussichten stark ab und lag Ende Juni erstmals seit September 2008 unter der Marke von 100'000 Personen.

Gegen Ende des Jahres stieg die Arbeitslosigkeit vorwiegend aufgrund saisonaler Effekte wieder an. In der Dezember-Statistik stieg die Arbeitslosenquote zum Jahresende hin auf 2.5 nach 2.3 Prozent im November, wie es weiter hiess. Um saisonale Faktoren bereinigt verharrte die Quote hingegen bei 2.3 Prozent.

Mehr Menschen beim RAV

Insgesamt waren Ende Dezember 117'277 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das sind 10'947 mehr als noch im Vormonat. Der Grund sind primär saisonale Faktoren, die tendenziell in der kalten Jahreszeit zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um rund 2'400 Personen.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 192'955 Stellensuchende gezählt, das sind rund 10'500 mehr als im Vormonat. Die Zahl der als offen gemeldeten Stellen sank derweil auf 29'720. Davon unterlagen 17'577 Stellen der im Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent. Seit Beginn des Jahres gilt 5 Prozent neu als Grenzwert.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt entlastet zudem die Kassen des Bundes. Das Rechnungsjahr 2019 schloss der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung laut Mitteilung mit einem Überschuss von 1.60 Milliarden Franken ab und so konnten die noch bei der Bundestresorerie offenen Darlehen restlos zurückbezahlt werden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "a) Alle Menschen, ungeachtet ihrer Rasse, ihres Glaubens und ihres Geschlechts, haben das Recht, materiellen Wohlstand und geistige Entwicklung in Freiheit und Würde, in wirtschaftlicher Sicherheit und unter gleich günstigen Bedingungen zu erstreben."
    Wie weit und wie schnell entfernt sich die Weltgemeinschaft von diese am 10. Mai 1944 verfassten Erklärung über Ziele und Zwecke der Arbeit?
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    1. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Korrekt angemerkt, FRau Kunz. Hinzufügen kann man noch, dass gerade die Partei, die sich vermeintlich für eine sogenannte "Law and Order " Gesellschaft ausspricht, mit Abstand am häufigsten, die Verfassung nicht respektiert - es merkt nur keiner, bzw. es wird toleriert.
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  • Kommentar von Kim Hansson  (Freddy Tobler)
    Eine beschönigte Statistik wo Ausgesteuerte, so wie IV-Bezüger und alles andere ausgeklammert wird was möglich ist. Die reale Zahl von Menschen die arbeiten- respektive Geld verdienen wollen wächst jedes Jahr. Auch hier ist dem Wachstum keine Grenzen gesetzt. Wie zerstören für den Zins (=Wachstumsgrund) nicht nur unsere Erde sondern jegliche Ethik. Der Mensch wird zum Produzenten und Konsumenten reduziert. Schwach von SRF diese Wirtschaftspropaganda ungefiltert wiederzugeben.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Gibt es eigentlich auch Stastiken, wie viele der Menschen Arbeiten verrichten, die weder nötig, wenn nicht sogar für die Entwicklung einer substanziellen Demokratie kontraproduktiv sind? Die angibt, wie gut es den Menschen bei der Arbeit geht oder zählt schön brav nach neoUNliberaler Manier nur, dass da verdient wird, dass da jemand Kapital verwertet, egal, um was für ein Bullshit-Job es sich handelt? Ich bin dafür, dass es solche Statistiken braucht. Denn Arbeit ist keine Ware.
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