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Swiss mit grossem Verlust
Aus Tagesschau vom 04.03.2021.
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Fluggesellschaft in der Krise Swiss setzt erneut den Rotstift an

Eine Überraschung ist der Rekordverlust nicht: Die Corona-Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen. Wegen der Reisebeschränkungen und der Angst vor Ansteckung fliegen viel weniger Menschen als sonst. Im vergangenen Jahr waren nur knapp fünf Millionen Passagiere an Bord der Swiss-Maschinen – das ist gerade mal ein Viertel so viel wie im Vorjahr.

Für die Fluggesellschaft heisst das: massiv weniger Einnahmen bei hoch bleibenden Fixkosten. Jeden Tag verliert die Swiss nach wie vor zwei Millionen Franken.

Keine Entspannung in Sicht

Für ein Unternehmen ist das brutal, zumal noch keine Erholung in Sicht ist. Auch die ersten beiden Monate des neuen Jahres haben nach Angaben von Swiss keine Entspannung gebracht. Mit den neuen Virus-Mutationen ist die Unsicherheit sogar noch grösser geworden.

Kommt hinzu: Die Impfungen gehen nach wie vor nur schleppend voran und Schnelltests an den Flughäfen sind noch nicht in Sicht. Eine «nennenswerte Erholung» erwartet das Unternehmen erst im Hochsommer. Und selbst das klingt im Moment reichlich optimistisch.

Einschneidende Sparpläne

Kein Wunder also, dass die Swiss weitere Sparmassnahmen prüft. Dass sie bis Jahresende 1000 Stellen streichen will, war schon bekannt. Der nächste Schritt wäre, die Flotte zu verkleinern. Entschieden sei aber noch nichts.

Auch für Passagiere, die noch fliegen wollen, sind das alles keine guten Nachrichten: Aus Spargründen will die Swiss den Flugbetrieb in Genf quasi einstellen, auch in Zürich fallen etliche Verbindungen weg.

Und trotzdem sind die Kosten bei der Swiss noch deutlich höher als bei Billig-Fluglinien wie Wizz Air. Das erschwert das Überleben und könnte auch ein Nachteil sein, wenn sich der Flugbetrieb langsam wieder normalisiert: Vielen Kundinnen und Kunden könnte ein tiefer Ticketpreis beim Buchen wichtiger sein als der klangvolle Name der Fluggesellschaft. Der Wettbewerb entscheidet sich über den Preis – nach der Krise vielleicht noch mehr als vor der Krise.

Maren Peters

Maren Peters

Wirtschaftsredaktorin SRF

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Maren Peters ist Mitglied der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF. Ihre Spezialgebiete sind internationale Finanz- und Handelsorganisationen sowie multinationale Unternehmen.

Radio SRF4 News vom 04.03.2021, 7.30 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Ernesto Walter  (Inchalla)
    Die deutsche Swiss hat soviel Goodwill eingebüßt und hat eigentlich mit der Schweiz gar nichts mehr zu tun ...
    Darum darf kein weiteres Geld mehr bereit gestellt werden.
    Lufthansa ist eine eigenständige Deutsche Firma.
    1. Antwort von Thomas Brunner  (ToBru)
      Was möchten Sie damit sagen?
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Es braucht keinen GAV. Dies entspricht nicht dem freien Markt.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Der freie Markt entspricht nicht dem Mindestanstand.
    2. Antwort von Matt Frei  (sense against mainstream)
      @Steiner
      Es gibt nichts Anständigeres als der FREIE Markt Herr Steiner.
  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Frau Peters eigene, kurze Meinung, was SWISS-Kunden wichtig ist, benötigt m.E. noch gewisse Ergänzung. Es ist auch die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die Unterstützung des heimischen Gewerbes und die Sicherung der Importe, welche den Kunden wichtig sein könnten.
    Billig-Linien arbeiten nicht mit GAV.
    Und nur schon deshalb sind die Kosten höher als bei der genannten Fluggesellschaft.
    Soll die SWISS dieses Vorgehen kopieren?