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Cyberangriffe kommen Unternehmen immmer teurer
Aus SRF 4 News aktuell vom 14.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:25 Minuten.
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Gefahrenliste für Unternehmen Hackerangriffe sind das grösste Risiko

Laut einer Studie der Allianz nehmen Cyberangriffe auf Firmen zu – und sie kommen die Unternehmen immer teurer zu stehen.

Darum geht es: Hackerangriffe und Datendiebstähle sind für Unternehmen rund um den Globus zur grössten Bedrohung geworden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Versicherungskonzerns Allianz. Für ihr neustes Risikobarometer befragte der Versicherer 2700 Fachleute für Unternehmensgefahren in mehr als 100 Ländern. Auf den weiteren Plätzen der Geschäftsrisiken folgen Handelskonflikte und Zölle. Der Klimawandel fungiert auf dem Platz sieben.

Grosse Risiken: Bei einem klassischen Hackerangriff dringen die Angreifer mit einer Schadsoftware ins Netzwerk eines Unternehmens ein und blockieren die Server. Oftmals folgt darauf eine Erpressung: Nur gegen Zahlung einer hohen Summe werden die Server und damit die Firmendaten von den Hackern wieder zugänglich gemacht. Betroffen waren in letzter Zeit etwa die Schweizer Unternehmen Ruag oder die Meier Tobler AG. Nicht alle Fälle dringen an die Öffentlichkeit, denn verbunden mit einem solchen Angriff ist auch ein möglicher Imageschaden für das Unternehmen.

Cyberangriff auf die Meier Tobler AG

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Cyberangriff auf die Meier Tobler AG

Beim Haustechnik-Anbieter Meier Tobler hatte ein Cyberangriff letzten Sommer laut Medienberichten massive Auswirkungen: Die Attacke legte über Nacht das gesamte Betriebssystem lahm. Website, Lagerverwaltung, Lieferlogistik, der Mailverkehr und sogar die Festnetztelefonie funktionierten nicht mehr. Interne und externe IT-Spezialisten brauchten vier Tage, um das System wieder einigermassen funktionstüchtig zu machen.

Es kann teuer werden: Geht es bei den Cyberattacken um Lösegeldforderungen, kann es leicht in die Millionen gehen. Während von den Erpressern im Einzelfall vor wenigen Jahren noch Summen zwischen 10'000 und 20'000 Franken verlangt wurden, geht es inzwischen um bis zu zweistellige Millionensummen. So kostet laut der Allianz-Studie ein schwerer Datendiebstahl ein Unternehmen und allenfalls die Versicherung im Durchschnitt heute 42 Millionen Euro. Zu diesen Kosten können allenfalls Bussen der Behörden wegen unsorgfältigen Umgangs mit Daten oder Kosten wegen Klagen von Kunden hinzukommen.

Firmen können sich wappnen: Die Risiken für Cyberangriffe können wohl nicht völlig ausgeschlossen, aber von Unternehmen doch möglichst klein gehalten werden. Stichworte dafür sind: Interne Überwachung der IT, damit Unregelmässigkeiten möglichst rasch entdeckt werden sowie Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit sie verdächtige E-Mails erkennen und nicht durch Unwissenheit Angreifern die Tore zum Firmen-IT-System öffnen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von David Siegrist  (Davee)
    Das wichtigste sind nun neue Kampfjets, damit diese Hacker mal richtig das Fürchten lernen -
    oder vielleicht doch besser in Cyberabwehr investieren?
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  • Kommentar von Erich Bucher  (Farbenfroh)
    Den Versicherungen wird's freuen. So können sie neue Versicherungspakete schnüren. Doch Hand aufs Herz; die Digitalisierung kostet uns immer mehr. Neben Hackerangriffen, entstehen immer mehr Folgeprobleme für Privathaushalte, die KUM's und öffentlich-rechtlichen Anstalten. Stichworte: verspätete Züge, Werbekosten auf den Suchmaschinen, teure Webseiten oder Internetanschlüsse. Und in allen Bereichen droht Gefahr durch Dritte. Wer hat den Mut gegenüber der Digitalisierung auch mal NEIN zu sagen?!
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    1. Antwort von Pascal Schärli  (pascscha)
      Es gibt auch positive Aspekte. Zum Beispiel SRF News auf dem Handy zu lesen und seine Meinung durch kommentieren mitzuteilen. Aber auch Fahrpläne der SBB direkt übers Internet abzurufen oder selbstständig per E-Banking seine Konten zu verwalten.
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